Baustart für das letzte Stückchen der Balkantrasse

Der Bagger steht an der Balkantrasse schon für den weiteren Bau bereit. Foto: Uwe Miserius

2019 werde der Anschluss an den Bahnhof Opladen noch nicht klappen, wurde bei Versammlung des Fördervereins bekanntgegeben.

Von Tobias Brücker

Auf ihrer Versammlung in Bergisch Neukirchen freuten sich die Mitglieder des Vereins rund um den Panoramaradweg Balkantrasse (Förderverein Balkantrasse Leverkusen) über Mehreinnahmen, neue Mitglieder, das umfangreiche Engagement der Menschen und die Bewegung, die in den zweiten Abschnitt kommt.

Laut Leverkusens Oberbürgermeister und Vereinsmitglied Uwe Richrath ist im Frühjahr Baubeginn. Verläuft dann alles nach Plan, sei mit einer Fertigstellung im September zu rechnen. In dieser Radsaison wird’s also nichts mehr mit dem Anschluss an den Bahnhof in Opladen. Dort müssen zunächst Gleise und aus umweltschutztechnischen Gründen auch der Schotter abgetragen werden.

Rad-Demo mit 150 Teilnehmern habe wohl geholfen

Dass seit Mitte des vergangenen Jahres Bewegung in die Angelegenheit gekommen war, schreibt sich der Verein selbst auf die Fahne. Schließlich hatte die Rad-Demo am 16. Juni 2018 rund 150 Teilnehmer mobilisiert. „Der kleine Weckruf ist uns auf jeden Fall gelungen“, betonte die Vorsitzende Petra Haller.

Für Richrath hat der Ausbau der Fahrradwege hohe Priorität: „Wir haben großes Interesse daran.“ Als Teil eines Mobilitätskonzeptes sollen auch die Radwege eine Wende herbeiführen. Im Bahnhofsquartier Opladen soll ein Fahrradparkhaus mit 300 Stellplätzen entstehen, verriet Richrath. Die Leitung übernehme die Wupsi, Covestro spende Räder.

Auch stellte Richrath in Aussicht, dass sich Stadt und Verein das Betreiben des zweiten Abschnitts teilen. Auf Dauer sei der Verein überlastet, sagt Richrath. Denn nur ein Fünftel der Fläche des Grundstücks, für das der Verein die Verantwortung besitzt, erklärte Jürgen Wasse, zweiter Vorsitzender des Fördervereins, sei Radweg. Ein Vertrag soll die Zusammenarbeit beschließen.

Neben guten Nachrichten treiben die Mitglieder aber auch die schlechten um. So hallt der Unfall, bei dem ein kleines Mädchen mit einem anderen Radfahrer zusammenstieß und mehrere Zähne verlor, nach. Der männliche Verursacher flüchtete. „Wir sind kein Unfallschwerpunkt“, sagte Vorsitzende Haller noch einmal. Der Verein sei nicht für das rücksichtslose Verhalten anderer verantwortlich. Gerade in den sozialen Netzwerken seien Beschimpfungen gefallen. „Das ist nicht fair“, betonte die 52-Jährige. „Man hat manchmal das Gefühl, sich dafür entschuldigen zu müssen, eine solche Trasse aufgebaut zu haben.“

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