Telegrafenstraße

Bauer baut Café nach den Ferien

So sah es gestern an der Telegrafenstraße aus. Viel steht nicht mehr vom Haus Nummer 38. Foto: Roland Keusch
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So sah es am Montag an der Telegrafenstraße aus. Viel steht nicht mehr vom Haus Nummer 38.

Die Lücke an der Telegrafenstraße soll schnell wieder geschlossen werden, möglichst mit Einsatz bergischer Fassadenelemente.

Von Karsten Mittelstädt

Was ist eher fertig, die Rathausfassade oder das neue Café gegenüber? Das fragt sich so mancher Wermelskirchener, nachdem die Fertigstellung der Rathausfassade zum Ende des Jahres verschoben wurde. Vermutlich aber hängt die Alufassade, bevor das Café eröffnet wird. Denn das ist erst für den Sommer 2017 vorgesehen. Derzeit wird das Haus Telegrafenstraße 38 abgerissen. Der Abrissbagger hat bereits große Teile des Gebäudes zerlegt.

Noch häufiger als die Fragen nach Fertigstellung ist die Frage, wie der Neubau an dieser zentralen Stelle denn aussehen wird. Kritik an der äußeren Gestaltung hat es in der Vergangenheit an zahlreichen neuen Gebäuden gegeben. „Wie sich die Fassade darstellen wird“, steht noch nicht 100prozentig fest“, versichert Architekt Timo Hilverkus. Zwei Möglichkeiten seien in der Diskussion: eine Schieferfassade, aber mit moderner Struktur oder anthrazitfarbener Klinker. Für beides wurden Angebote eingeholt. „Wir sind bemüht, auf jeden Fall bergische Farbigkeit einzusetzen“, sagt Architekt Hilverkus. Das soll zum Beispiel durch Einsatz von bergisch-grünen Fensterläden (als Schiebeläden) gelingen.

Unternehmen aus der Region erhöhen die Verbindlichkeit

Hilverkus rechnet mit Baubeginn gegen Ende der Schulferien. Das hängt aber auch davon ab, wann die Baugenehmigung vorliegt. An der Arbeit der Behörden liege es nicht immer, wenn es zu Verzögerungen komme, sagt der Architekt. „Da sind so viele Stellen beteiligt, von den Nachbarn über den Lärm- und Brandschutz“, so das es Zeit benötigt, bis alle notwendigen Unterlagen vorliegen.“ Derzeit läuft die Rohbauaussschreibung. Zwar sei auch ein Unternehmen aus Siegburg angefragt, überwiegend aber regionale Unternehmen. „Ich bin da durchaus Lokalpatriot“, sagt der Architekt.

So in etwa soll das neue Gebäude aussehen, das im Sommer nächsten Jahres fertig sein soll.

„Wenn Unternehmen vor Ort beteiligt sind, habe das große Vorteile. „Die Verbindlichkeit ist größer, wenn Unternehmen aus der näheren Umgebung beteiligt sind“, sagt Hilverkus.

Die können sich nach Fertigstellung nicht einfach zurückziehen, sondern sie bleiben ja am Ort. „Dabei geht es nicht einmal um Haftungsfragen“, erklärt der Architekt. Der Neubau eines Hauses diese Größe sei immer ein Prototyp. „Das gelingt nur, wenn alle Beteiligten mitspielen, die Handwerker und natürlich auch der Bauherr.“ Auch wenn man heute viele vertraglich festhalten und schriftlich nachweisen müsse, „der Handschlag sollte noch etwas gelten“.

NEUBAU

CAFE Auf dem 460 Quadratmeter großen Grundstück zwischen Apotheke und alter Post baut Christian Bauer von der Landbäckerei Bauer ein Café mit Frühstücksterrasse zum Hinterhof. Weil dort morgens die Sonne scheine, sagt Bauer. Zur Telegrafenstraße ist Außengastronomie geplant. Der Innenraum hat Platz für 100 Personen. Ein Veranstaltungsraum mit 46 Plätzen für kleinere Feiern ist ebenfalls geplant. Mit Eröffnung im Sommer 2017 wird die Filiale in der Telegrafenpassage geschlossen.

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