Freizeit

Balkantrasse zieht immer mehr Radler an

Viele Radfahrer – hier die Wermelskirchener Radsportgruppe „Flotte Schnekcen“ um Ulla Buhlmann (l.) – nutzen die Balkantrasse regelmäßig für Ausflüge.
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Viele Radfahrer – hier die Wermelskirchener Radsportgruppe „Flotte Schnekcen“ um Ulla Buhlmann (l.) – nutzen die Balkantrasse regelmäßig für Ausflüge.

Zum Start der Saison bringt die Naturarena eine neue Radkarte heraus. Der ADFC feilt am Streckennetz.

Von Anja Carolina Siebel

Der Fahrradtourismus rund um Wermelskirchen erlebt gerade ein absolutes Hoch. Davon ist Frank Schopphoff vom Radfahrclub ADFC überzeugt. „Die Zeiten, in denen das Bergische Land für Radfahrer unattraktiv war, sind längst vorüber“, sagt der passionierte Radler. Maßgeblich haben die Trassen dazu beigetragen, den Radtourismus voranzutreiben.

Standpunkt von Anja Carolina Siebel

Passend dazu liegt gerade druckfrisch die neue Radkarte, die die Naturarena Bergisches Land herausgegeben hat, auf Schopphoffs Tisch. Unter den insgesamt 20 Radrouten in Bergischen Kreisen sind drei Touren, die die Balkantrasse mit einbeziehen: das so genannte Trassentrio, das der ADFC vor zwei Jahren zusammen mit dem Kreis und den umliegenden Kommunen entwickelte. Die „Aqualon-Runde“ führt über den Panorama-Radweg Balkantrasse nach Bergisch Born und über den Bergischen Panorama-Radweg nach Hückeswagen. Die „Dhünn-Runde“ führt von Burscheid nach Altenberg und über den „Dhünnweg“ zum Leverkusener „Neulandpark“ am Rhein. Die „Wupper-Runde“ erreicht über die Balkantrasse am Schwanen den Bergischen Panorama-Radweg und wird von dort Richtung Schloss Burg und in das Tal der Wupper geleitet.

„Wir sind daran interessiert, möglichst viele Angebote für Radfahrer zu schaffen“, sagt Frank Schopphoff. Dazu gehört ein stetiges Feilen am Streckennetz der Radwege im Umkreis, dazu gehört aber auch, die Gastronomie entsprechend aufzurüsten. „Da gibt es vielfach noch Bedarf“, sagt Schopphoff. „Es wäre begrüßenswert, mehr Gastro-Betriebe entlang der Radwege zu haben, wo Radfahrer rasten können.“

Das Hotel Zum Schwanen machte das voriges Jahr vor. Die Familie Willumat wurde im April 2015 vom ADFC in der „bed & bike“-Serie zertifiziert, stellt also offiziell Übernachtungsmöglichkeiten für Radtouristen mit entsprechenden Vorkehrungen wie Stellplätzen und einer E-Bike-Tankstelle zur Verfügung.

Der Blick des Radfahrers Schopphoff richtet sich zurzeit zum einen nach Burscheid, wo er gerade zusammen mit Verantwortlichen der Verwaltung an neuen Radverbindungen arbeitet. Zum anderen ist er gespannt auf den am 29. Februar anstehenden Stadtentwicklungsausschuss: „Dann wird es Neuigkeiten zum geplanten Freizeitgelände des Vereins Rollrausch an der Balkantrasse geben“, sagt er. „Das dürfte auch für Radsportler interessant sein.“

Seit ihrer Eröffnung 2012 ist die Balkantrasse vor allem für Radfahrer ein Anziehungspunkt und beliebte Ausflugsstrecke. Um das Freizeitvergnügen für alle angenehm zu gestalten, sind sowohl auf Remscheider als auch auf Wermelskirchener Seite regelmäßig Fahrradpolizisten unterwegs.

„In Wermelskirchen schicken wir vor allem zur Frühjahrs- und Sommerzeit eine Mountainbikestaffel los“, berichtet Polizeihauptkommissar Markus Fischer von der Kreisleitstelle. „Sie schauen nach dem Rechten, ermahnen aber auch schon mal andere Radfahrer, wenn sie zu schnell sind oder rücksichtslos fahren.“

Städtischer Betriebshof sorgt für die Sauberkeit

Für die Sauberkeit sorgt in Abständen der städtische Betriebshof. „Wir schauen da regelmäßig nach Laub und entsorgen liegengebliebenen Müll“, berichtet Leiter Volker Niemz. Oft geschehe das auch auf Zuruf. „Wenn Bürger uns informieren, sind wir vor Ort.“

RADKARTE

ORIENTIERUNG Die Naturarena Bergisches Land hat gerade die neue Radfahrkarte mit 20 Radrouten in Bergischen Kreisen herausgegeben. Sie wird das ganze Jahr über auf Messen und Informationsveranstaltungen im In- und Ausland verteilt, liegt aber auch an verschiedenen öffentlichen Punkten aus. Herunterladen kann man sie unter www.dasbergische.de.

Die Trasse sei eine Bereicherung für die gesamte Region, betont Frank Schopphoff. „Wir erleben gerade eine rasante Entwicklung. Darauf können wir stolz sein.“

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