Balkantrasse: Fachbetriebe und Gastronomie wollen gewappnet sein

Die zurzeit noch eher seltenen gastronomischen "Tankstellen" in der Innenstadt können sich wahrlich nicht über ausbleibende Kundschaft beklagen, wie dieses Beispiel (Oktober 2012) zeigte.
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Die zurzeit noch eher seltenen gastronomischen "Tankstellen" in der Innenstadt können sich wahrlich nicht über ausbleibende Kundschaft beklagen, wie dieses Beispiel (Oktober 2012) zeigte.

Die Menschen hält es nicht mehr daheim. Das vergangene Wochenende war für viele bereits der Startschuss für die Bewegung im Freien. Der Radweg, der bald ein Jahr alt wird, lockte die Radfahrer, Spaziergänger, Jogger und all die anderen schon wieder magnetisch an.

"Der Boom macht richtig Spaß!" Claudia Lambeck sieht das gleichnamige Zweitradhaus in diesem Jahr auch richtig aufgestellt; im vergangenen Jahr konnte man es selber irgendwie noch nicht fassen. Es "boomt" in allen Bereichen - von der Bekleidung angefangen.

Da hat das Haus zum Beispiel kurzerhand den "urban"-, sprich den städtischen Trend eingeführt - in der Erkenntnis, dass Genussradler, die sich auch ab 50 noch fit halten möchten, ungern hautenge Rennhosen und farblich auffällige Design-Hemden tragen, hat Claudia Lambeck beobachtet.

Wobei sich der Rad-Sektor kollektiv im Aufwind befinde, das heißt inklusive Kleidung und Zubehör. Selbst der "Schlauchomat" lohne sich, wo ich rund um die Uhr die gängigsten Schlauchgrößen ziehen und verwenden kann.

Sie und Gatte Achim haben mitbekommen, dass die Radfahrer heute auch "bei Wind und Wetter" auf dem Radweg anzutreffen sind. "Sie sind inzwischen sogar zwischen November und Februar unterwegs", freut sich Claudia Lambeck, dass "die Trasse eingeschlagen hat wie sonst was!"

Auswärtige schimpfen über rücksichtslose Autofahrer

Auch wenn sie gerade von Auswärtigen immer wieder hört, wie schade das sei mit der fehlenden Verbindung in der Innenstadt; im Vordergrund stünde dabei freilich weniger die Diskussion über die gegenläufige Telegrafenstraße als vielmehr über rücksichtslose Autofahrer.

Dennoch könnten mit der Trasse auch Familien mit ihren Kindern gemeinsam aufs Rad; und das Elektrorad verhülfe immer mehr Senioren in den Sattel. Die Fachwelt sage für Deutschland noch bis zu drei weitere Jahre Wachstumsraten voraus.

Es würden auch immer mehr, die sich mal für einen Tag oder ein Wochenende oder einen Kurzurlaub ein "e-bike" leihen, um zu sehen, ob das das Richtige ist für mich. Kurzum, bei Lambeck geht es spätestens mit dem Frühlingsfest (8. Mai) richtig los in die neue Saison.

Auf die freut sich auch Giovanni Raia schon wieder. Der Wirt der Trattoria "Il Casale" findet den im April 2012 eingeweihten Radweg auf der vormaligen Bahntrasse eine "sehr interessante Bereicherung - vor allem an den Wochenenden".

Raia hat schnell reagiert. Was eigentlich Ausstellungsraum für italienische Produkte hatte werden sollen, ist heute Lager für all die Stühle und Tische der Außengastronomie.

Die Verköstigung der Grappe, Weine und Olivenöle findet seither in der Trattoria statt, wo Raia und Mitarbeiter schon manch einen Gast wieder gesehen haben, der während des Sommers 2012 mit dem Fahrrad vorbeigekommen und auf ein Erfrischungsgetränk, einen Imbiss oder Kaffee abgestiegen ist.

Ab diesem Sommer übernimmt Giovanni Raia aller Voraussicht nach auch die Elektro-Fahrräder von Claudia Franz, die mit ihrem Gatten dessen neuem Arbeitsplatz im Süddeutschen hinterher zieht. Während Sohn Marvin die Feriengäste im Lerchenhof zu Töckelhausen betreut, kann man die Elektroräder künftig bei "Il Casale" unmittelbar an der Trasse buchen und abholen.

Der Verleih sei im Hochsommer "so richtig losgegangen", erinnert sich Claudia Franz. Beide Räder waren häufig zweimal am Tag ausgeliehen; problematisch sei, dass die Kunden die Räder "sofort oder gar nicht", also auf keinen Fall warten wollten.

Raia müsse sich auch in Sachen Wartung etwas einfallen lassen.

www.zweirad-lambeck.de www.trattoriailcasale.de www.ebike.bergischland.de

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