Dabringhausen

Gerätehaus der Feuerwehr: Bagger kommt nächste Woche wieder

Mit den Containern am Feuerwehrgerätehaus Dabringhausen sollte bislang der fehlende Platz für Spinde und Umkleidemöglichkeiten abgedeckt werden. Archivfoto: Anja Siebel
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Mit den Containern am Feuerwehrgerätehaus Dabringhausen sollte bislang der fehlende Platz für Spinde und Umkleidemöglichkeiten abgedeckt werden (Archivfoto).
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Ende Februar / Anfang März soll der Spatenstich für das Feuerwehrgerätehaus in Dabringhausen erfolgen.

Von Markus Schumacher

Wermelskirchen. Eine nationale Ausschreibung der Stadt Wermelskirchen sorgt für Verwirrung: Es geht um den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses in Dabringhausen. Für Ende April wird ein Unternehmen gesucht. Doch eigentlich sollte Baubeginn des langersehnten Neubaus in An der Huhfuhr 6 doch schon in diesem Monat sein.

Diesen scheinbaren Widerspruch klärt der Technische Beigeordnete, Thomas Marner, rasch auf: „Das ist kein Widerspruch, denn den Auftrag für den Tiefbau haben wir ja auch längst vergeben, in der aktuellen Ausschreibung geht es nun um den Hochbau.“

Tatsächlich sei bereits im vergangenen Spätsommer die 3500 Quadratmeter große Fläche gerodet worden. Mittlerweile sei da aber schon wieder ein bisschen was nachgewachsen. „Wegen des Dauerfrostes konnte dort bisher auch kein Bagger in Aktion treten“, berichtet Marner. Das Ende der Frostperiode ist da. Nun müsse zuerst wieder etwas gemäht und gerodet werden – und dann könne es wirklich losgehen. Die Stadt Wermelskirchen will sich auch von Corona nicht den feierlichen ersten Spatenstich kaputtmachen lassen: „Das machen wir dann mit einem kleineren Aufgebot als sonst“, sagt der Beigeordnete, „aber wir werden es machen.“

Da muss einiges an Erde bewegt werden.

Thomas Marner, Beigeordneter

Stand gestern soll der Bagger für die neuen Vorarbeiten am 22./23. Februar zurückkommen. Sollte es in der Zwischenzeit keinen neuen Schnee und keinen neuen Dauerfrost geben, wäre für Ende Februar /Anfang März der Termin für den ersten Spatenstich. Marner gibt noch zu bedenken, dass der Frost erst ganz aus dem Boden raus, es ordentlich und länger tauen müsse. Denn: „Da muss einiges an Erde bewegt werden.“ Denn neben dem Gebäude und einer Ausfahrt für die Feuerwehrfahrzeuge vorne werde auch noch eine Zufahrtsstraße hinter dem Gerätehaus parallel zu einer vorhandenen Firmenhalle gebaut sowie Parkplätze für die Privat-Pkw der Einsatzkräfte. Die Frist der derzeitigen Ausschreibung läuft bis Mittwoch, 3. März, Punkt 9.30 Uhr.

„Bei den Hauptmassen handelt es sich um ein zweigeschossiges teilunterkellertes Gebäude, sowie die Bodenplatte und Stützwand einer Fahrzeughalle. Das Gebäude hat eine Außenabmessung von etwa 16,2 Meter mal 18,8 Meter. Die Fahrzeughalle hat eine Außenabmessung von 29,4 Meter mal 13,2 Meter“, steht in der Ausschreibung. Geplant sei die Verwendung von etwa 500 Kubikmetern Stahlbeton. Beginn der Ausführung soll am Montag, 26. April sein, die Fertigstellung ist für Freitag, 20. August, geplant. Als Zuschlagskriterium ist aufgeführt: „Wirtschaftlichstes Angebot in Bezug auf den Preis (100 %).“ Bisher war die Freiwillige Feuerwehr Dabringhausen an der Altenberger Straße beheimatet. Dort wurden auch schon Containermodule als Behelf aufgebaut. Die Feuerwehr in Dabringhausen brauchte aber unbedingt eine neue Halle, in die dann auch moderne Fahrzeuge passen. Aus dem Doppelhaushalt 2019/20 geht hervor, dass bis zum Jahr 2023 sieben neue Feuerwehrfahrzeuge angeschafft werden sollen – plus eine Drehleiter, deren Kauf mit 740 000 Euro veranschlagt wird. Die Stadt kalkuliere für die gesamte Bauzeit bis Mitte 2022. | Standpunkt

Löschgruppen

Am Gerätehaus in Dhünn soll für die Freiwillige Feuerwehr angebaut werden. Weil ein neues Fahrzeug angeschafft wurde, war es auch dort zu Platzproblemen gekommen. Wie Dezernent und Erster Beigeordneter Stefan Görnert informierte, sollte es mit dem ersten Bauabschnitt in Dhünn schon ab Januar diesen Jahres losgehen. Die taxierten Baukosten dort sollen laut Görnert rund 185 000 Euro betragen. Die Bauabschnitte 2 und 3 sollen nachfolgend geplant werden. Für die Löschgruppe Eipringhausen plant die Stadt eine temporäre Unterstellmöglichkeit für ein neues Fahrzeug bis April 2021, zudem würde nach einem Bauplatz für einen Neubau gesucht. Einen Ratsbeschluss über den Ankauf eines Baugrundstücks für einen Neubau soll es bezüglich der Feuerwehr Tente/Unterstraße geben. Auch für den dortigen Standort würde die Stadt nach einem geeigneten Bauplatz suchen.

Standpunkt: Verständliche Ungeduld

Von Markus Schumacher

markus.schumacher @rga-online.de

Sprichwörtlich schnell wie die Feuerwehr wird das neue Feuerwehrgerätehaus in Dabringhausen nicht gebaut. Der Neubau sollte eigentlich schon im Jahr 2013 umgesetzt werden. . . Tatsächlich wurde das rund 3500 Quadratmeter große Grundstück dann im Juni 2018 von der Stadt gekauft. Aber dann schien lange Zeit wieder nichts zu passieren. So lange, dass sogar schon einige Mitglieder damit gedroht hatten, die Löschgruppe zu verlassen. Die freiwilligen Wehrleute fühlten sich zum Schluss nicht mehr hinreichend informiert und hingehalten. Zu lange dauert ihnen die Planungsphase.

Das alte Gebäude ist schon lange in die Jahre gekommen und entspricht nicht mehr den Sicherheitsvorkehrungen. Container, die an der Altenberger Straße aufgestellt wurden, konnten die räumliche Situation dort etwas entschärfen. Es ist aber verständlich, dass die scheinbar neue Ausschreibung der Stadt für Nachfragen sorgte. Dass der Frost nun doch für ein paar Tage Verzögerung sorgt, ist geschenkt. Wenn endlich der erste Spatenstich erfolgt ist, könnte es plötzlich doch ganz schnell gehen. Wie bei der Feuerwehr.

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