Verkehr

Autobahn GmbH: Alternative wäre Vollsperrung

Die Bauarbeiten an der Brücke in Hünger sollen noch bis Ende 2023 dauern.
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Die Bauarbeiten an der Brücke in Hünger sollen noch bis Ende 2023 dauern.

Mitarbeitende hätten andere Möglichkeiten auch rechtlich untersucht.

Von Anja Carolina Siebel

Nachdem es viel Ärger und Diskussionen um die Bauarbeiten an der Autobahnbrücke Hünger gegeben hatte, meldet sich auf WGA-Nachfrage jetzt die Autobahn GmbH zum Status Quo der Bauarbeiten zu Wort. Nach Baubeginn hätte demnach die Ausführungsplanung für die Instandsetzung der Brücke überprüft und angepasst werden müssen, teilt ein Sprecher mit.

Denn während der Arbeiten an der etwa 80 Jahre alten, bestehenden Gewölbebrücke hätte sich nämlich herausgestellt, dass zwischen den Bestandsunterlagen und dem Bauwerk vor Ort Abweichungen bestünden.

Arbeiten seienstark witterungsabhängig

Für den weiteren Umgang mit dieser Abweichung habe die Autobahn GmbH nun eine technische Lösung gefunden. Die Fortführung der Arbeiten sei aber stark witterungsabhängig, vor allem bei niedrigen Temperaturen könnten die Arbeiten nicht oder nur eingeschränkt stattfinden. Die Arbeiten sollen laut Autobahn GmbH „demnächst wieder aufgenommen werden“. Eine genaue Zeitschiene könnte das Unternehmen aber erst benennen, „wenn mit allen Beteiligten und Ausführenden von Drittbaustellen in den kommenden Tagen die weiteren Abstimmungen durchgeführt wurden.“ Für die Arbeiten sei wegen der vielen Verkehrsbeziehungen im Bereich des Bauwerks eine einspurige Verkehrsführung in der Baustelle auf der L 157 „zwingend erforderlich“. Dies erfordere unter anderem die Arbeitssicherheit, die Fahrbahnbreiten und der Schutz der auf der Baustelle tätigen Arbeiter. Verkehrsführungen müssten grundsätzlich strikte Anforderungen erfüllen, um rechtlich anordnungsfähig zu sein. Im Vorfeld hat die Autobahn GmbH Rheinland deshalb gemeinsam mit dem Landesbetrieb Straßenbau NRW und der Stadt Wermelskirchen ein Verkehrsführungskonzept aufgestellt und eine Vielzahl an möglichen Verkehrsführungen auf eine Machbarkeit hin untersucht. Letztlich sei das Ergebnis die vorliegende Verkehrsführung gewesen. Die Mitarbeitenden des betreffenden Fachbereichs hätten zwischenzeitig erneut untersucht, ob eine Anpassung der Verkehrsführung im Rahmen der rechtlichen Aspekte möglich wäre. Die bestehende Einbahnstraßenverkehrsführung sei als Ergebnis jedoch alternativlos. Dies gelte auch im Hinblick auf die im Raum stehende, gewünschte Ampellösung.

„Die einzige theoretisch mögliche Alternative neben der Einbahnstraßenregelung ist die Vollsperrung der Anschlussstelle Wermelskirchen“, sagt er Sprecher. Diese wurde allerdings direkt zu Beginn der Verkehrsbesprechungen Anfang 2021 von den meisten Teilnehmenden ausgeschlossen, da diese verkehrliche Einschränkung noch größere Auswirkungen hätte.

Die Autobahn GmbH unternehme indes „größte Anstrengungen, um die Belastung insbesondere für die betroffenen Anwohner so gering wie möglich zu halten“, sagt der Sprecher.

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