Austausch der Burger Lampen rückt näher

Die ebenso modernen wie umstrittenen Straßenlaternen werden wohl bald aus Unterburg verschwinden. Archivfoto: Christian Beier
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Die ebenso modernen wie umstrittenen Straßenlaternen werden wohl bald aus Unterburg verschwinden. Archivfoto: Christian Beier

Politik beschließt einen Ortstermin – Danach werden die modernen Leuchten an der Eschbachstraße wohl abgebaut

Von Andreas Tews

Für einen Austausch der umstrittenen Lampen an der Unterburger Ortsdurchfahrt zeichnet sich in der Solinger Politik eine Mehrheit ab. Nach einem einstimmigen Beschluss des städtischen Hauptausschusses sollen die modernen Lampen abgebaut und durch andere ersetzt werden – wenn Fach- und Stadtteilpolitiker nach einer Ortsbegehung bei dieser Meinung bleiben. Dieser Austausch wird nach Einschätzung des Solinger Rathauses rund 35 000 Euro kosten. Die Finanzierung ist noch nicht geklärt.

Die neuen Lampen wurden im Zuge des Umbaus der Unterburger Ortsdurchfahrt entlang der Eschbachstraße aufgestellt. Deren modernes Erscheinungsbild im denkmalgeschützten Ortskern und das an einigen Stellen grelle Licht stieß auf den Widerstand von Anwohnern und anderer Unterburger. Auch diverse Standorte der Leuchten waren umstritten. Dem Protest hatte sich die Bezirksvertretung Burg/Höhscheid auf Antrag der CDU und der FDP angeschlossen und in mehreren Beschlüssen das jetzt angestrebte Verfahren vorgeschlagen.

Politiker und Fachleute der TBS wollen sich vor Ort treffen

Zunächst ist jetzt geplant, dass sich Vertreter des Stadtplanungsausschusses und der Bezirksvertretung vor Ort mit Experten der für Straßen und Beleuchtung zuständigen Technischen Betriebe Solingen (TBS) treffen. Solch ein Ortstermin sollte eigentlich bereits in diesem Jahr stattfinden, sei aber wegen der coronabedingten Einschränkungen nicht zustande gekommen, heißt es aus dem Rathaus. Jetzt soll dieses Treffen im kommenden Jahr nachgeholt werden.

Was danach geschieht, ist durch den Beschluss des Hauptausschusses – er entschied coronabedingt anstelle des Stadtrates – klar festgelegt. Bleiben die Politiker nach dem Ortstermin bei ihrer Meinung, dass die neuen Lampen abgebaut werden sollen, werden sie durch Lampen des Typs ersetzt, der an anderen Stellen der Eschbachstraße seit Jahren für helle Straßen sorgt. Dafür hatte sich die aus Protest gegen die neuen Lampen gegründete „Bürgerinitiative für ein lebenswertes Burg“ ausgesprochen. Die umstrittenen Leuchten werden dann an anderen Stellen in der Stadt aufgestellt.

Da sich mit den Laternen auch die Art der Beleuchtung ändert, müssen die Fachleute der TBS wohl auch die jetzigen Standorte der Lampen verschieben. Eine weitere Forderung der Politik lautet hierbei, dass die Abstände „angemessen“ sein sollen. Bei den derzeit installierten Lampen hatten sich die Unterburger auch über die Standorte beschwert. Einige waren sehr nah an den Häusern, andere mitten auf dem schmalen Gehweg platziert. Dies haben die TBS inzwischen korrigiert. Auch bei der Ausleuchtung der Straße wurde einiges optimiert. Unklar ist, wie der Lampen-Austausch finanziert werden soll. Der Betrag müsse in den Etatplan-Entwurf für 2021 eingearbeitet werden, erläutert das Rathaus. Mit der Bezirksregierung sei zudem zu klären, was mit den Zuschüssen geschieht, die die Stadt Solingen für den Einbau der modernen Leuchten erhalten habe. Verzichten müssen die Burger und die Besucher des Stadtteils bei einem Austausch auf eine technische Neuerung. Die modernen Lampen bieten die Möglichkeit für ein Internet-Wlan auf der Eschbachstraße und für Sensoren einer Verkehrssteuerung. Dies ist bei den jetzt favorisierten Laternen nicht möglich.

Pro und Contra

„Diese Lampen passen nicht in den historischen Ortskern“, hatte Paul Westeppe (CDU) in der Berzirksvertretung Burg/Höhscheid die neuen Leuchten kritisiert. Bei den TBS sah man dies anders. Dort hatte man sich für die modernen Lampen nicht nur aus technischen Gründen entschieden. Durch ihre schlanke Gestaltung sollten sie sich unauffällig ins Ortsbild einfügen. Diese Meinung teilen allerdings viele Burger nicht.

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