Politik

Ausschüsse setzen neue Akzente

Im Großen Ratssaal des Bürgerzentrums ist genug Platz für die Ausschussmitglieder. Archivfoto: Anja Carolina Siebel
+
Im Großen Ratssaal des Bürgerzentrums ist genug Platz für die Ausschussmitglieder.

Gremien sollen im Ratssaal auch während der Pandemie tagen können.

Von Anja Carolina Siebel

Oliver Platt klingt am Telefon durchweg optimistisch. „Ich plane das nächste Jahr ganz normal“, sagt der Fraktionsvorsitzende des Bürgerforums (BüFo). „Wenn ich die Dinge dann nicht machen kann, muss ich eben umplanen.“ So ähnlich hält der Ortspolitiker es auch mit der Vorbereitung des Ausschusses, den er demnächst leiten wird. Der Ausschuss für Kultur, Freizeit und Tourismus ist wie berichtet ganz neu konzipiert worden. Früher gab es den Ausschuss für Sport, Freizeit und Tourismus sowie den Kulturausschuss gesondert.

„Es ergibt aber durchaus Sinn, dass die Themen Kultur, Freizeit und Tourismus jetzt zusammen behandelt werden“, sagt Platt. „Denn eins kann sich ganz wunderbar aus dem anderen ergeben.“

Erste Gespräche habe es schon gegeben. Mit Vertretern von Initiativen, Verbänden und Vereinen. „Ich sammle Ideen“, sagt der Ausschussvorsitzende. Und eines betont er: „Das Gremium soll keine politische Institution sein, die den Kulturschaffenden etwas vorgibt und es dann umsetzt, sondern wir wollen vor Ort sehen, wo der Schuh drückt und ein Ohr haben für die Anliegen und Belange der Betreffenden.“

Den Vorsitz des Ausschusses für Umwelt und Bau hat ab sofort Heike Karsten (Grüne), die als Mitarbeiterin einer größeren Verwaltung bereits viel Erfahrung mitbringt. „Wir werden ganz bewusst neue Akzente setzen“, kündigt der Grünen-Fraktionsvorsitzende Stefan Janosi an.

Wann sie wieder in alter Gewohnheit tagen können, das steht wegen der Unwägbarkeiten der Corona-Pandemie noch nicht fest. Aber nach derzeitigem Stand sollen zumindest die meisten Ausschüsse stattfinden. Der erste der neuen Wahlperiode wird der Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr sein, geleitet von Randolph Schmidt (CDU). „Wir haben ja den Beschluss gefasst, dass der Haupt- und Finanzausschuss während der Pandemie-Lage die Beschlüsse für den Rat fassen kann, so dass der Stadtrat als größtes Gremium nicht mehr zwingend tagen muss“, erklärt Hauptamtsleiter Jürgen Scholz.

Gremien sollen weiter im Rathaus tagen

Was die übrigen Gremien beträfe, sei er in Gesprächen mit den Ausschussvorsitzenden. „Wir gehen aber davon aus, dass sie sich ganz normal treffen können, denn mit etwa 15 Mitgliedern ist das im großen Ratssaal, den wir zur Verfügung stellen, kein Problem.“ Immerhin sei davon auszugehen, dass auch in naher Zukunft immer wieder wichtige Beschlüsse getroffen werden müssten.

Der Schulausschuss wird am 15. Dezember erstmals wieder tagen. Auch der neue Vorsitzende Jochen Bilstein (SPD) ist bereits in Gesprächen mit der Verwaltung. „Unser Fokus wird zunächst auf den Widrigkeiten der Corona-Pandemie in den Schulen liegen“, verrät Bilstein vorab. „Ich kann mir vorstellen, dass es einige Maßnahmen gibt, die wir noch beschließen müssen. Das soll aber in enger Abstimmung mit den Schulleitern passieren.“

Noch ist die politische Arbeit, an die vor allem die neu gewählten Ortspolitiker mit viel Elan herangehen, von der Corona-Pandemie bestimmt. „Aber das wird sich ja irgendwann ändern“, sagt Oliver Platt. Hoffnung mache ihm vor allem die Aussicht auf erfolgversprechende Impfstoffe. Platt kann sich vorstellen, dass im kommenden Jahr, oder eben, wenn es wieder möglich sein wird, der Bedarf der Bevölkerung nach Veranstaltungen und kulturellen Erlebnissen „größer sein wird denn je“.

Und für diese Zeit hat er auch schon einige Ideen. „Wir werden sicher mehr Veranstaltungen anbieten müssen als bisher. Mir schwebt zum Beispiel eine Nacht der Kultur vor, mit Veranstaltungen im Bürgerzentrum und der Katt. Ach, das wird wunderbar.“

Ausschuss

Der nächste stattfindende Ausschuss wird der Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr sein – unter neuer Leitung von Randolph Schmidt (CDU). Die Mitglieder tagen aller Voraussicht nach am kommenden Montag, 30. November, ab 17 Uhr im Großen Ratsaal im Bürgerzentrum. Die Tagesordnung ist lang. Unter anderem wird in der Sitzung über den Bebauungsplan des neuen Edeka-Marktes in Dabringhausen, den Bebauungsplan des neuen Hallenbades, diverse Fußgängerüberwege sowie eine Erschließungsanlage in Dhünn-Halzenberg abgestimmt.

Standpunkt: Ein bisschen Freude

Von Anja Carolina Siebel

Es ist ein schönes und ein hoffnungsvolles Bild, das Oliver Platt da zeichnet. „Im kommenden Jahr oder wenn es wieder möglich ist, werden die Bürger sicher noch mehr Bedarf an Veranstaltungen haben als bisher“, sagt der Fraktionsvorsitzende des Bürgerforums (BüFo). Und augenblicklich sind da Szenen im Kopf.

anja.siebel@rga-online.de

Szenen von lachenden Menschen auf den Straßen, von vollen Geschäften, prall gefüllten Biergärten und Musik im Eifgental und in der Innenstadt. Na, ist die Laune schon besser am Frühstückstisch? 

Nun ja. Bis das soweit ist, wird es sicher noch eine Weile dauern, aber die Vorfreude darf schon mal da sein. Sicher empfinden auch die Ortspolitiker, die sich schon auf ihre neue Aufgabe im Rat und den Ausschüssen vorbereiten, eine gewisse Vorfreude. Nämlich auf ihre Arbeit für die und in der Stadt Wermelskirchen. Und mit Vorfreude und einer hohen Motivation lassen sich Durststrecken eben viel leichter ertragen. Positiv ist, dass die Gremien auch während des Lockdowns weiter tagen und ihre Beschlüsse fassen können. Beschlüsse für eine Zeit, in der das pralle Leben wieder zu uns zurückgekehrt sein wird. Und das wird es. 

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Eifgen: Investor tritt kein zweites Mal an
Eifgen: Investor tritt kein zweites Mal an
Eifgen: Investor tritt kein zweites Mal an
„Vielleicht können wir eine Brücke zur Stadt sein“
„Vielleicht können wir eine Brücke zur Stadt sein“
„Vielleicht können wir eine Brücke zur Stadt sein“

Kommentare