Arbeitsmarkt

Arbeitslosigkeit geht im September weiter zurück

Der Arbeitsmarkt nahm im vergangenen Monat mehr Wermelskirchener und Burscheider auf.
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Der Arbeitsmarkt nahm im vergangenen Monat mehr Wermelskirchener und Burscheider auf.
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Agentur für Arbeit legt die Zahlen für Wermelskirchen und Burscheid vor.

Von Nadja Lehmann

In Wermelskirchen hatten im September 2336 Menschen keine Arbeit, im August waren es noch 2418 gewesen, im September 2021 2393. Auch in der Nachbarstadt Burscheid ist die Arbeitslosenzahl leicht gesunken: Waren im August noch 703 Burscheider ohne Job, sind es zu Ende September 695. Zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr hatten 685 Menschen keine Arbeit.

Pünktlich zu Ende September hat die Bundesagentur für Arbeit wieder deutschlandweit ihre Zahlen vorgelegt. Und damit natürlich auch die Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach, die für die Stadt Leverkusen sowie den Oberbergischen und den Rheinisch-Bergischen Kreis zuständig ist. Deren Bilanz: „Der Arbeitsmarkt hat sich im September weiter gut entwickelt“, sagt Nicole Jordy, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach. „Die Zahl der Personen im Agenturbezirk, die sich im Vergleich zum Vorjahr aus einer Beschäftigung heraus arbeitslos melden mussten, ist stark gesunken. Entgegen dem Landestrend und sogar am stärksten in NRW – prozentual gesehen. Hier bleibt natürlich die weitere Entwicklung abzuwarten – es gibt viele Unwägbarkeiten, die die weiteren Entwicklungen am Arbeitsmarkt beeinflussen können.“

Fachkräfte werden weiterhin gesucht

Die Unternehmen in der Region suchten weiterhin Fachkräfte – und dies weiterhin auf hohem Niveau, unterstrich Jordy. „Bleiben ausgeschriebene Stellen unbesetzt, führt das zu großen Problemen.“ Die Arbeitsagentur begegnet dem Fachkräftemangel mit einer Idee: „Eine Möglichkeit kann sein, bislang gering qualifizierte Beschäftigte zu Fachkräften zu machen“, sagt Jordy und weist auf die wichtige Rolle der Arbeitsämter hin: „Die Agentur für Arbeit berät und unterstützt dabei, Beschäftigten im Unternehmen benötigte Teilqualifikationen zu vermitteln – aber natürlich auch, Berufsabschlüsse, zum Beispiel im Rahmen einer betrieblichen Einzelumschulung, zu ermöglichen.“ Auch könne die Arbeitsagentur in Form von Anpassungsqualifikationen unterstützend tätig werden, sollten externe Bewerber noch nicht allen Anforderungen entsprechen.

Wie sieht es auf Kreisebene aus? Mit 1338 Arbeitslosmeldungen und 1646 Abmeldungen sank im Rheinisch-Bergischen Kreis die Arbeitslosigkeit auf 8578 (- 312 Arbeitslose, - 3,5 Prozent). Das sind 295 Arbeitslose (3,3 Prozent) weniger als im Vorjahr. 452 Personen mussten sich nach dem Verlust der Erwerbstätigkeit arbeitslos melden; das sind 70 (13,4 Prozent) weniger als im Vormonat und 98 (17,8 Prozent) weniger als vor einem Jahr.

Gleichzeitig haben 522 Arbeitslose wieder eine Beschäftigung auf dem 1. Arbeitsmarkt gefunden – das sind 29 Personen oder 5,9 Prozent mehr als im Vormonat, aber 86 (14,1 Prozent) weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Arbeitslosenquote liegt nun bei 5,6 Prozent, nach 5,9 Prozent im Vormonat. Im Vorjahr lag sie bei 5,8 Prozent.

Die rheinisch-bergischen Arbeitgeber meldeten dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Agentur für Arbeit und Jobcenter im September 337 neue Stellen. Dies sind neun (2,6 Prozent) weniger als im Vormonat und 19 (5,3 Prozent) weniger als im Vorjahr. Damit sind aktuell 1738 freie Arbeitsstellen (- 27 bzw. - 1,5 Prozent zum Vormonat) gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr sind dies 171 Stellen (10,9 Prozent) mehr.

Die Arbeitslosenzahl betrug im Geschäftsstellenbezirk insgesamt 22766 Personen. Dies sind 735 oder 3,1 Prozent weniger als im Vormonat und 536 oder 2,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote beträgt nun 5,9 Prozent nach 6 Prozent im Vormonat. Im Vorjahr lag sie ebenfalls bei 6 Prozent.

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