Arbeiter findet Gewehrmunition in Dhünn

Mit Hacken und Minensuchgerät untersuchen Stefan Höreth (vorne) und Christoph Wasserberg vom Kampfmittelbeseitigungsdienst das Areal. Foto: Kathrin Kellermann
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Mit Hacken und Minensuchgerät untersuchen Stefan Höreth (vorne) und Christoph Wasserberg vom Kampfmittelbeseitigungsdienst das Areal.

Erneut musste der Kampfmittelräumdienst anrücken

Von Anja Carolina Siebel

Erneuter Munitionsfund auf Wermelskirchener Stadtgebiet: Am Montag musste erneut der Kampfmittelbeseitigungsdienst nach Wermelskirchenen anrücken, diesmal nach Dhünn. Hinter der Feuerwache Dhünn nahe der Alten Straße wurde im Rahmen von Bauarbeiten alte Gewehrmunition aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. In Dhünn wird wie berichtet gerade die Straße saniert.

Wie die Stadtverwaltung am Montag mitteilte, war es für Baggerfahrer Maurizio Noto „ein Schock“, als er beim Ausbaggern in der Schaufel plötzlich Munition entdeckte. „Zuerst war ich mir nicht sicher, was sich zusätzlich zu der Erde in der Schaufel des Baggers befand. Aber dann war die zweite Schaufel voller Munition und das war natürlich erst mal ein großer Schreck.“ Kaum vorstellbar sei es, was geschehen wäre, „wenn ich mit der Schaufel die falsche Stelle erwischt hätte“.

Dass die Patronen tatsächlich gezündet und dann Schaden angerichtet oder gar Menschenleben in Gefahr gebracht hätten, hält Stefan Höreth vom Kampfmittelräumdienst zwar für fast ausgeschlossen. „Aber wir wollen ja auch kein Risiko eingehen.“

Zwei Eimer bekommt jetzt der Kampfmittelräumdienst

Vorsichtig gruben er und sein Kollege Christoph Wasserberg deshalb in dem Bereich mit Hacken weiter, setzten für die Suche nach weiteren Patronen auch ein Minensuchgerät ein. Nach etwa zwei Stunden gaben sie Entwarnung und Baggerfahrer Maurizio Noto konnte seine Arbeit an der Stelle gefahrlos fortsetzen.

Zwei gefüllte Eimer mit Gewehrmunition für ein kleineres Kaliber nahmen die Experten vom Kampfmittelbeseitigungsdienst gleich mit „in unsere Bunkeranlage in Köln, von dort wird die Munition dann in einen Zerlegebetrieb gebracht“, erklärt Höreth. „Wir haben auch großflächig nachbaggern lassen und es gab keine weiteren Funde“, versichert derweil Daniel Steiner vom Ordnungsamt.

Gefahr für die Bevölkerung bestehe also nicht, teilte die Stadt mit. „Trotzdem haben wir eine Luftbildauswertung für das Areal beantragt“, sagt Steiner. Hinter der Feuerwache Am Eickerberg verlegt die BEW aktuell Stromkabel neu.

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