Nahversorgung

WiW appelliert an Bürger, lokal einzukaufen

Die Bergische Weihnacht und vergleichbare Veranstaltungen wird es dieses Jahr nicht geben. Aber die Händler warten dennoch auf Kunden. Archivfoto: Roland Keusch
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Die Bergische Weihnacht und vergleichbare Veranstaltungen wird es dieses Jahr nicht geben. Aber die Händler warten dennoch auf Kunden.

Stadtmarketingverein will Geschäftsschließungen in der Corona-Pandemie verhindern.

Von Anja Carolina Siebel

Der Stadtmarketingverein WiW ruft die Wermelskirchener dazu auf, in heimischen Geschäften zu kaufen und die Gastronomie in der schwierigen Corona-Zeit zu unterstützen. „Laut einer Prognose des deutschen Einzelhandelsverbandes werden 50 000 Betriebe die Krise nicht überstehen. Wir wollen solche Einbrüche in Wermelskirchen auf jeden Fall vermeiden“, sagt WiW-Vorsitzender André Frowein.

Neben der Gesamtbevölkerung und den Älteren würden vor allem jene leiden, die gerade nicht arbeiten dürfen. „Und das, obwohl sie es mit Leidenschaft und Hingabe tun. Gesundheit ist das höchste Gut, da gibt es nichts zu rütteln. Dennoch muss das Leben weitergehen. Für uns, für die Familie, für die Freunde – und ganz besonders für diejenigen, die von Schließungen betroffen sind.“

Schließlich würden alle ja auch nach der Corona-Pandemie wieder in der Stadt bummeln, bei den Gastwirten einkehren, nach Herzenslust einkaufen wollen. Frowein: „Damit das auch während und vor allem nach Corona wieder möglich ist, brauchen unsere ortsansässigen Unternehmen gerade jetzt die Unterstützung aller.“ André Frowein ruft dazu auf, das Angebot und den Service am Ort unter dem Motto „Mit Sicherheit in Wermelskirchen“ zu nutzen.

„Die aktuelle Lage schürt Verunsicherung“, sagt Frowein. „Dabei sorgen alle Mitgliedsunternehmen für die maximale Sicherheit ihrer Kunden.“ Das beginne bei umfangreicher Hygiene in den Ladenlokalen und Gasträumen, gehe über Abstand und Maske bis hin zu regelmäßiger Frischluftzufuhr.

Wer am Ort kaufe, sichere die Existenz der Unternehmer, die Arbeitsplätze vieler und „die Versorgung der Wermelskirchener Bürger über Corona hinaus.“

Einbußen hätten alle dieses Jahr schon genug gehabt. „Wir müssen das Geld in Wermelskirchen lassen“, appelliert auch Geschäftsführerin Jasmin Riemann an die Wermelskirchener, lokal einzukaufen.

Gerade das Vorweihnachtsgeschäft sei für die Einzelhändler wichtig und könne zumindest einige Einbußen der Vormonate wettmachen, manch einen vielleicht sogar vor dem Aus bewahren. „Und wer sich angesichts der Corona-Zahlen lieber beliefern lassen möchte, profitiert vom Service der Händler“, weist Riemann auf den Bring-Service vieler Geschäfte hin.

André Frowein: „Die Möglichkeiten, zum Beispiel ein Outfit für die Festtage zu Hause anzuprobieren, bieten unsere Händler auch.“

Treffen mit Gastronomen fand vorige Woche statt

Ende voriger Woche habe das erste digitale Treffen der ortsansässigen Gastronomen mit Bürgermeisterin Marion Lück und dem Ersten Beigeordneten Stefan Görnert stattgefunden. „In der aktuellen Lage für die Unternehmerinnen und Unternehmer dieser Stadt Ansprechpartnerin zu sein, verstehe ich als meine Aufgabe,“ sagt Marion Lück. Und wer es vermisse, jetzt gemütlich in den heimischen Restaurants zu sitzen, der könne diverse Köstlichkeiten vorbestellen, abholen oder liefern lassen.

Zudem gäbe es bei allen Investitionen Zählscheine und die Chancen auf 13 tolle Hauptgewinne. Frowein: „Geld ausgeben in Wermelskirchen lohnt sich – mit Sicherheit.“

Standpunkt: Sinnvolle Alternative

Von Anja Carolina Siebel

Natürlich ist es immer nett, in der Advents- und Weihnachtszeit in die größeren Städte zu fahren, vielleicht eine Runde über den Weihnachtsmarkt zu drehen und die Weihnachtseinkäufe zu erledigen. Dieses Jahr ist aber alles anders.

anja.siebel@rga-online.de

Niemand möchte sich zurzeit wohl gern in übervollen Geschäften drängeln – und der Gang über den Weihnachtsmarkt, den wird es ohnehin nicht geben, weil keiner geöffnet ist. Was ist also die Alternative? Der Stadtmarketingverein WiW hat einen sinnvollen Vorschlag: vor Ort einkaufen, lautet der. 

Denn auch in Wermelskirchen gibt es Buch-, Textil- und Geschenkeläden, Blumenhandel, Parfümerien und Schmuckgeschäfte. Und die Einzelhändler haben die Kunden in der Vorweihnachtszeit nötiger denn je. Die Schließung während des ersten Lockdowns hat den meisten ordentlich zugesetzt. Und auch derzeit blüht das Geschäft vielerorts nicht. Und wenn man nach dem Einkauf Hunger verspürt, lohnt sicher auch ein Gang zum Gastronomen um die Ecke, um sich mit einem leckeren Menü „to go“ zu verwöhnen. Denn auch die Gastronomen haben da großen Bedarf.

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