Politik

Antonia Wilke ist jüngstes Ratsmitglied

Stephan Leßenich, Antonia Wilke und Michael Schneider (.v.l.) von der CDU.
+
Stephan Leßenich, Antonia Wilke und Michael Schneider (.v.l.) von der CDU.

Die 22-Jährige ist besonders interessiert an den Themen Schule und Digitalisierung.

Von Anja Carolina Siebel

Wermelskirchen. Sie ist mit und in Wermelskirchen verwurzelt, sagt Antonia Wilke. Die 22-Jährige rückte als CDU-Kommunalpolitikerin gerade für den schwer erkrankten Randolph Schmidt in den Stadtrat auf. Und ist damit das jüngste Ratsmitglied in Wermelskirchen.

„Ich hatte mich damals bei der Kommunalwahl für den Wahlbezirk Neuenhaus beworben, den ja dann Norbert Galonska von der SPD gewonnen hat“, erzählt sie. Dafür, dass Norbert Galonska in der Ortschaft kurz vor Hilgen bei Wahlen seit Jahren eine Art „Platzhirsch“ ist, schnitt die junge Wermelskirchenerin 2020 aber gar nicht schlecht ab: Sie holte rund 20 Prozent der Stimmen.

Das Interesse für Kommunalpolitik hat Antonia Wilke praktisch in die Wiege gelegt bekommen. Ihr Vater Karl-Heinz Wilke ist seit vielen Jahren Ratsmitglied und inzwischen Vorsitzender des Sportausschusses.

„Natürlich habe ich da viel mitbekommen, viele Fragen gestellt, schon in meiner Kindheit“, sagt Antonia Wilke. Ihr Interessengebiet ist aber ein etwas anderes als das ihres Vaters. Als angehende Grundschullehrerin – sie studiert zurzeit noch an der Uni Wuppertal – brennt die 22-Jährige vor allem für das Thema Schule, arbeitet als sachkundige Bürgerin auch im Schulausschuss mit. „Schulthemen interessieren mich, aber auch Bildung im Gesamten, kulturelle Bildung zum Beispiel. Und Digitalisierung.“

Privat treibt Antonia Wilke viel Sport, hat einen großen Freundeskreis und ist musikalisch. Sie spielt Cello in einem Ensemble.

Stadtverbandsvorsitzender freut sich auf neue Impulse

Wegziehen, wie viele ihrer Altersgenossen zu Studienzeiten, das wollte sie nie. „Mir gefällt das hier in Wermelskirchen. Ich habe hier meine Familie und meine Freunde, finde aber auch angenehm, dass man alles kennt, über zwei Straßenseiten ein Schwätzchen hält und alles irgendwie übersichtlicher ist als in einer Großstadt. Ich mag das hier, und deshalb engagiere ich mich auch gern für Wermelskirchen.“

Ihr neuer Wahlbezirk 8 ist einer der drei Innenkreis-Stimmbezirke. Er erstreckt sich von der Eich bis zum Schwanen und dahinter bis zum Jägerwald. „Ich möchte in meinem Wahlkreis immer ansprechbar für die Menschen und ihre Belange sein“, unterstreicht sie.

CDU-Stadtverbandsvorsitzender Stefan Leßenich freut sich über jungen Nachwuchs in der Politik. „Wir sind ja insgesamt jetzt altersmäßig gut durchmischt, haben auch viele junge Mitglieder; das bringt neue Impulse.“

Standpunkt von Anja Carolina Siebel: Beispielhafter Einsatz

anja.siebel@rga.de

Dass sich junge Menschen wie Antonia Wilke für Kommunalpolitik interessieren, ist heutzutage zum Glück nicht mehr ganz so ungewöhnlich wie noch vor einigen Jahren. Dennoch ist es nicht die Regel. Dabei stünde es in Zeiten des Gemeckers und Gezeters, der Hetze und des Hasses, gerade in den so genannten sozialen Netzwerken, dem einen oder der anderen doch gut zu Gesicht, sich einzubringen und zu engagieren für das Große, Ganze; sei es auch „nur“ am eigenen Ort.

Stattdessen wird über Politiker gehetzt, werden Entscheidungen in Frage gestellt und verhöhnt. Jungen Menschen wie Antonia Wilke und natürlich auch jungen Mitgliedern anderer Fraktionen, von denen es in Wermelskirchen mehr und mehr gibt, ist es zu wünschen, dass sich ihr Engagement auszahlt. Dass sie sich nach eigenen Vorstellungen einbringen, wertvolle Erfahrungen sammeln und etwas bewegen können in der Stadt, in der sie gern leben.

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Container brennt auf Gelände in Belten
Container brennt auf Gelände in Belten
Container brennt auf Gelände in Belten
Digitales Angebot wird ausgebaut
Digitales Angebot wird ausgebaut
Digitales Angebot wird ausgebaut
73-Jähriger fällt auf Betrug herein
73-Jähriger fällt auf Betrug herein
Polifilm setzt Forschung um
Polifilm setzt Forschung um
Polifilm setzt Forschung um

Kommentare