Wermelskirchen

Anbau an Kita Forstring beginnt

Thomas Marner, Hartwig Schüngel, Julia Prinz, Michaela Böllstorf und Rainer Bleek (v.l.) zeigen den Bauplan. Foto: Anja Carolina Siebel
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Thomas Marner, Hartwig Schüngel, Julia Prinz, Michaela Böllstorf und Rainer Bleek (v.l.) zeigen den Bauplan.
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Auf 150 Quadratmetern soll eine neue Gruppe für die Kinder entstehen.

Von Anja Carolina Siebel

Die Kinder der Kita Forstring drücken sich zurzeit die Nasen platt an den Fenstern der Einrichtung. „Wir haben schon Stuhlreihen aufgestellt“, sagt die Kita-Leiterin lachend. Der Grund ist einleuchtend: Bagger sind angerückt und Bauarbeiter mit Schaufeln und Schippen am Werk. Der Anbau der Kita hat begonnen. Wie berichtet, soll dort in den nächsten Monaten Raum für eine weitere Gruppe entstehen.

Bürgermeister Rainer Bleek war am Mittwoch mit Vertretern der Stadt vor Ort, um symbolisch den ersten Spatenstich vorzunehmen. Die Arbeiten haben aber bereits begonnen. „Mit Gruppenraum und Nebenräumen, zum Beispiel WCs und Fluren, werden insgesamt rund 150 Quadratmeter angebaut“, berichtete Julia Prinz vom Gebäudemanagement. Der Kita-Betrieb läuft währenddessen weiter – noch, wegen der Corona-Beschränkungen, im Notbetrieb, ab 8. Juni dann sukzessive wieder mit allen Kindern. Insgesamt besuchen derzeit 69 Kinder in drei Gruppen die Kita.

„Wir schaffen mit dem Anbau zusätzlichen Parkraum.“

Thomas Marner, Technischer Beigeordneter

Auch an der Parkplatzsituation soll sich mit dem Anbau am Forstring etwas verbessern. Wie berichtet, hatten sich Anwohner häufig beschwert, dass Eltern zu den Hol- und Bringzeiten ihrer Kinder an den Straßenrändern und vor Einfahrten parkten. Vor allem, weil es zu wenig Möglichkeiten zum Halten gab. „Wir schaffen zusätzlichen Parkraum“, versprach jetzt der Technische Beigeordnete der Stadt, Thomas Marner. Drei zusätzliche Parkplätze sollen für die Mitarbeiter auf der für sie vorgesehenen Fläche entstehen. Zudem sollen aus den Längsbuchten am Fahrbahnrand entlang der Kindertagesstätte laut Marner jetzt Querbuchten werden. Marner: „Insgesamt entstehen so zehn neue Parkplätze.“ Mit den Anwohnern sei man seit längerem im Gespräch. Sie hatten sich wie bereits berichtet darüber geärgert, dass die Parksituation vor ihren Grundstücken oftmals eskalierte.

„Wir wollen uns das mit Inbetriebnahme des Anbaus erst einmal anschauen“, kündigte Thomas Marner an. Denkbar sei, sollte es weiter Probleme geben, auch eine so genannte Bewirtschaftung des Parkraums. „Das wird aber nicht über Bezahlung, sondern wenn, dann nur über den Einsatz von Parkscheiben erfolgen“, erklärte der Technische Beigeordnete. Im Februar 2021 soll der Anbau am Forstring laut Stadtverwaltung fertig sein. Dann könnte die zusätzliche Gruppe auch gleich an den Start gehen. „Mit dem Ausbau des Außengeländes warten wir bewusst bis zum Herbst oder Winter dieses Jahr“, sagte Michaela Böllstorf vom Gebäudemanagement. 1,2 Millionen Euro kostet der Ausbau insgesamt. Es gibt aber noch Fördergelder, auf die die Stadt zurückgreifen kann, so dass sie die Kosten nicht allein stemmen muss.

Der Anbau an der Kita Forstring ist eine von vielen Maßnahmen der Stadt, um die Betreuungssituation in den nächsten Jahren zu verbessern. Zuletzt hatten 244 Betreuungsplätze in Wermelskirchen gefehlt. „Wir erhoffen uns, wenn alles fertig ist, eine Punktlandung“, sagte Thomas Marner. Heißt: Dass es genau so viele zusätzliche Plätze gibt, wie benötigt werden.

Der Anbau der Kita Am Ecker läuft bereits seit einigen Monaten und soll laut Stadt bald fertig sein. Zudem ist in Grunewald bereits eine zweite Gruppe entstanden, die dritte Gruppe ist in der Entstehung. „Kleinere Probleme gibt es bei dem Neubau an der Eichholzer Straße“, berichtete Rainer Bleek.

Es sei „das alte Problem“, das derzeit mit vielen Baufirmen bestehe, ergänzte Thomas Marner: „Sie haben viele Aufträge und können sie nur sukzessive abarbeiten. Das bedeutet manchmal längere Wartezeiten. Darauf müssen wir uns einstellen.“ Insgesamt sei die Stadt mit den Aus- und Neubauten der Kitas aber auf einem guten Weg.

Kita Forstring

Die Kita Forstring bildet im Verbund mit den städtischen Kindertageseinrichtungen Danziger Straße und Jahnstraße ein Familienzentrum, es gibt Beratung und Unterstützung der Familien durch eigene Ressourcen und Kooperationspartner. Insgesamt besuchen die Einrichtung derzeit 69 Kinder in drei Gruppen. Die Kinder sind in einem Alter von 2 bis 6 Jahren. Der Zugang zur Kita ist barrierefrei.

Standpunkt: Ein positives Signal

Von Anja Carolina Siebel

anja.siebel@rga-online.de

Es sind schwierige Zeiten, gerade für Familien. Wegen der Corona-Pandemie wurden vor allem Eltern mit Kindern seit rund zehn Wochen vor große Herausforderungen gestellt. Schüler wurden weitgehend zuhause beschult und die Kita-Kinder waren einfach da. Manche Familien haben das genossen. „Endlich mal Zeit für die Familie“, hieß es da. Aber mit fortschreitender Zeit wurde es für die meisten schwieriger. Und gerade auch die Kinder vermissten das Zusammensein mit Ihresgleichen, das Spielen und Toben in den Kitas und sicher auch den Austausch mit den Erzieherinnen und Erziehern. Dass die Stadt jetzt über den Fortschritt der Kita-Neubauten informiert, ist deshalb ein positives Signal. Denn es vermittelt die Botschaft: „Es geht weiter.“ Die Aufstockung der Betreuungsplätze war in Wermelskirchen wie in vielen anderen Kommunen dringend nötig. Und wer sich umschaut, kann sehen, da hat sich auch einiges getan. Die Waldkita bekommt einen neuen Bauwagen, die Kita Am Ecker ist fast fertig und in der Telegrafenpassage entsteht eine neue Einrichtung. Fortschritte, über die sich Eltern und Kinder freuen können.

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