Spendenaktion

Am Wunschbaum hängen 300 Geschenke

Karl-Heinz Peitsch (l.) vom Betriebshof übergab die Päckchen an Brigitte Krips (Tafel), Ludwig Fein (Kinderschutzbund) und Rainer Bleek (Radieschen). Foto: Doro Siewert
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Karl-Heinz Peitsch (l.) vom Betriebshof übergab die Päckchen an Brigitte Krips (Tafel), Ludwig Fein (Kinderschutzbund) und Rainer Bleek (Radieschen).

Wermelskirchener Kinder dürfen sich über die Zuwendungen von Bürgern freuen.

Von Anja Carolina Siebel

Wermelskirchen. Die Wermelskirchener haben viel Herz gezeigt: „Das ist der absolute Wahnsinn. Wir können es selber noch gar nicht fassen, wie toll die Weihnachts-Wunschbaum-Aktion von allen angenommen wurde“, sagt Bürgermeisterin Marion Lück begeistert.

Am Mittwoch wurden die Geschenke dann von Ludwig Fein, dem Vorsitzenden des örtlichen Kinderschutzbundes, und von Mitarbeitenden des Betriebshofes und der Verwaltung aus dem ehemaligen Polizeigebäude ins Gemeindezentrum St. Michael gebracht. Dort organisiert Brigitte Krips, Vorsitzende der Tafel, nun die Ausgabe der Geschenke an die Kinder.

Die Bürgermeisterin machte sogar Platz in ihrem ihr Büro

Zum ersten Mal hatte die Stadt selbst die Aktion für Kinder aus benachteiligten Familien auf die Beine gestellt. Knapp 300 Wunschkarten sind laut Aussage in den vergangenen Wochen vom Weihnachts-Wunschbaum im Foyer des Rathauses abgeholt und in Präsente verwandelt worden. „Wir konnten gar nicht so schnell gucken, wie die Karten, auf denen die Kinder ihre Weihnachtswünsche notiert hatten, abgepflückt wurden“, erzählt die Bürgermeisterin, die zwischendurch sogar Platz in ihrem Büro machen musste: Denn dort hatten die Mitarbeiter zahlreiche liebevoll verpackte Geschenke zwischengelagert.

Wann immer Hausmeister Thomas Madel Zeit fand, trug er einen neuen Schwung Pakete in das extra eingerichtete „Weihnachtszimmer“ im ehemaligen Polizeigebäude. Rainer Bleek, Vorsitzender des Vereins Radieschen, hatte die Aufgabe übernommen, die Liste mit Namen und Adressen der Kinder zu führen.

Aktuell fehlen drei Geschenke, die nicht rechtzeitig abgegeben worden sind. „Wenn die nicht noch nachgeliefert werden, werden der Kinderschutzbund und Radieschen diese Geschenke noch besorgen“, verspricht Rainer Bleek.

Mitwirkende der Aktion waren der Wermelskirchener Kinderschutzbund, die Tafel, Radieschen, das Jugendbüro und die Evangelische Jugendhilfe Bergisch Land.

Standpunkt: Das kam von Herzen

Ein Kommentar von Anja Carolina Siebel

anja.siebel@rga.de

Was für eine schöne und herzerwärmende Aktion, die die Stadt Wermelskichen da mit vielen Kooperationspartnern auf die Beine gestellt hat. Dass die Weihnachts-Wunschbaum-Aktion aber letztlich so erfolgreich war, ist natürlich den Wermelskirchener Bürgern zu verdanken, die mit der Erfüllung eines oder mehrerer Wünsche sicher ein Strahlen in die Augen so mancher bedürftiger Kinder in der Stadt gezaubert haben. Im Grunde ist es bitter, dass es auch in unserer Stadt Familien gibt, in denen es nicht selbstverständlich ist, Kinderwünsche zu Weihnachten zu erfüllen. Umso schöner ist es, dass es gerade in der jetzigen Zeit der Pandemie, in der doch so viele Menschen eher auf das eigene Wohlergehen schauen, noch Bürger gibt, die das eben nicht machen, sondern den Blick auch vor jenen nicht verschließen, die nicht so viel zur Verfügung haben wie andere und ungewollt eher am Rande der Gesellschaft stehen. Allein das ist in dieser Zeit tröstlich und macht Hoffnung. Hoffnung darauf, dass es auch künftig nicht nur um den Einzelnen und seinen eigenen kleinen Kosmos, sondern um alle geht.

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