Am Mittwoch werden Ukrainer informiert

Katrin Wagner leitet die Schwanenschule. Archivfoto: Kel
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Katrin Wagner leitet die Schwanenschule. Archivfoto: Kel

Ukrainische Flüchtlingskinder werden in die Schulen integriert

-dni- Ab dieser Woche werden geflüchtete Kinder und Jugendliche aus der Ukraine in die Schulen in Wermelskirchen integriert. Aktuell befinden sich 147 ukrainische Kriegsflüchtlinge in der Stadt, 64 davon sind 18 Jahre alt oder jünger. Am Mittwoch wird es im Ratssaal zunächst eine Informationsveranstaltung des Kommunalen Integrationszentrums Rhein-Berg geben. Auf dieser wird den geflüchteten Kindern und ihren Eltern das deutsche Schulsystem erklärt. Auf welchen Schulen die einzelnen Kinder verteilt werden, ist momentan noch nicht sicher. Klar ist bisher nur, dass die Verteilung möglichst wohnortnah erfolgen soll.

 Friederike Kelzenberg-Gerloff, Leiterin der Dhünntalschule Dabringhausen, hat bereits ein paar vereinzelte Anfragen erhalten und rechnet - Stand jetzt – mit zwei bis vier ukrainischen Schülern, die in den normalen Klassenverbund aufgenommen werden sollen.

Einsteigerklassen sind nicht geplant, da diese in den Grundschulen bisher nicht eingerichtet wurden. „Wir haben zwar noch keine ganz klaren Vorgaben, versuchen aber mit zusätzlicher Deutschförderung und in Einzelstunden die Kinder immer wieder da abzuholen, wo sie gerade stehen“, sagt Kelzenberg-Gerloff. In der Schwanenschule wurde schon vor sieben Jahren, im Zuge der europäischen Flüchtlingskrise, das sogenannte Sprachpaten-System aufgebaut. In diesem System geben Ehrenamtler in Kleingruppen regelmäßig Deutsch-Unterricht.

Um möglichst viel Deutsch sprechen zu können, werden die ukrainischen Grundschüler auch hier sofort in eine feste Klasse integriert. Mittelfristig könnten sie auch in die Offene Ganztagsschule (OGS) aufgenommen werden. „Die Mitarbeiter der OGS haben noch einmal ganz andere Möglichkeiten, losgelöst vom Schulunterricht, mit den Kindern zu kommunizieren“, berichtet Wagner.

 Aber auch die aktuellen Schüler helfen mit und stehen zusätzlich als Paten zur Verfügung, damit sich die geflüchteten Kinder schnell an ihr neues Umfeld gewöhnen. Wagner findet es grundsätzlich wichtig, dass kein Leistungsdruck aufgebaut wird. „Wir lassen den Kindern viel Zeit. Das fängt schon an beim ersten gemeinsamen Gespräch mit den Eltern und der Sozialpädagogin“, so die Rektorin.

 Andrea Steinz, Schulleiterin der Katholischen Grundschule (KGS) St. Michael, plant in die gleiche Richtung. „Natürlich ist uns bewusst, dass die Kinder keine schönen Erfahrungen gemacht haben und teilweise traumatisiert sind. Wir wollen ihnen deshalb erst mal Sicherheit geben und die Gelegenheit, aus sich heraus zu kommen und sich zu trauen, mit den anderen Kindern auf dem Hof zu spielen. Das ist erst mal das Wichtigste“, findet Steinz.

An weiterführenden Schulen wird in Einsteigerklassen unterrichtet

Im Gegensatz zu den Grundschulen werden die Kinder an den weiterführenden Schulen in Einsteigerklassen unterrichtet. Christian Schuldt, stellvertretender Schulleiter der Sekundarschule, hat zwar noch keine Rückmeldung erhalten, ob an der Schule geflüchtete Kinder angemeldet werden, sein Kollege Martin Burghoff vom Gymnasium hingegen schon. Fünf ukrainische Kinder sind angekündigt. „Es könnten aber auch zehn oder mehr sein“, so Burghoff. „Wir sind da sehr flexibel und gut drauf vorbereitet“, fügt er hinzu.

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