Bürgerverein

Am langen Tisch herrscht beste Stimmung

Beim „Long Tabel Diner“ hatten alle viel Freude – und dies generationsübergreifend.
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Beim „Long Tabel Diner“ hatten alle viel Freude – und dies generationsübergreifend.

Angebot des Bürgervereins für die Wupper kam gut an

Von Cristina Segovia-Buendía

Radevormwald. Es war der Versuch, nach zwei Jahren Pandemie wieder Menschen zusammen an einen Tisch zu bringen, den Austausch wieder aufleben zu lassen und neue Kontakte zu knüpfen – unverbindlich, locker, bei einem gemütlichen Abendessen. Die Idee zum „Long Table Dinner“, verrät Marcus Riese, Vorsitzender des Bürgervereins für die Wupperorte, schlummerte im Verein schon länger, doch erst jetzt ließ es sich realisieren. Ideengeberin Martina Osenberg hatte sich einen solch geselligen Abend vorgestellt und äußerte sich beim Anblick am Samstagabend erfreut über die große Resonanz.

An einer langen Tafel aus Bierzeltgarnituren hatten sich in Keilbeck gut 30 Menschen verschiedener Generationen eingefunden, saßen beisammen, redeten angeregt, probierten links und rechts die mitgebrachten Speisen. Der jüngste der Runde: der 13-Monate alte Gustav hatte beim Essen an der frischen Luft ebenso viel Freude, wie die älteste Teilnehmerin, Margot Schöf mit ihren 93 Jahren: „Es ist schön in Gesellschaft zu sein, wenn man sonst alleine wohnt“, sagte Schöf. Von Freundin und Nachbarin Maria Riese (78) wurde die 93-Jährige beinahe schon überredet mitzukommen.

„Es ist eine schöne Idee, die die Gemeinschaft fördert, die nach Corona so sehr bröckelt“, urteilte Riese. „Genauso hatte ich mir das vorgestellt“, sagte Initiatorin Osenberg freudestrahlend. Riese dagegen äußerte sich überrascht: „Ich hatte gehofft, dass es angenommen wird. Ich finde es schön, dass jeder etwas mitgebracht hat, sogar an Tischdecken wurde gedacht. Es freut mich besonders, dass wir hier nicht nur mit Vereinsmitgliedern sitzen.“

Angebot soll gerne wiederholt werden

Fast die Hälfte der Anwesenden hatten über verschiedene Kanäle von dieser Veranstaltung erfahren und war spontan dazugekommen, wie etwa Andrea von Schubert und Ehemann Frank Santen. „Wir haben über die sozialen Netzwerke davon erfahren und finden es eine sehr nette Idee“, sagte von Schubert. „Ich habe einige bekannte Gesichter gesehen und freue mich, mit neuen Leuten ins Gespräch zu kommen.“ Für beide könnten solche Zusammenkünfte gerne häufiger stattfinden. „Vielleicht einmal vor und einmal nach den Sommerferien“, schlug Santen vor.

Egon Schnippering zeigte sich ebenfalls angetan von dem gemütlich-geselligen Abend. „Ich bin sehr positiv überrascht. Wir wurden sehr freundlich empfangen, es ist eine wirklich schöne Idee.“ Große Vorbereitungen unternahmen er und seine Frau vor dem Besuch des Dinners nicht. „Wir haben ein paar Sachen eingepackt, wie für eine Grillparty, nur etwas mehr, um es mit anderen zu teilen.“

Der gute Eindruck bewegte Schnippering gar dazu, sich dem Bürgerverein als Mitglied anschließen zu wollen. Für Vorstandsmitglied Julian Lichte (36) eine sehr gelungene Veranstaltung, die er in den Wupperorten gerne wiederholen würde. „Ein nettes Event ohne Verpflichtung, an dem jeder teilnehmen kann.“

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