Testzentrum

Am ersten Tag schon 80 Anmeldungen

Beigeordneter Stefan Görnert war der Erste, der sich von Alina Römmler testen ließ. Foto: Doro Siewert
+
Beigeordneter Stefan Görnert war der Erste, der sich von Alina Römmler testen ließ.
  • Anja Carolina Siebel
    VonAnja Carolina Siebel
    schließen

Testzentrum: Erster Proband war der städtische Beigeordnete Stefan Görnert – Ergebnis: negativ

Wermelskirchen. Ein bisschen aufgeregt ist er. Das muss der erste städtische Beigeordnete Stefan Görnert am Montagmorgen kurz vor 10 Uhr zugeben. „Normalerweise bin ich ja immer gern positiv, heute ist mir negativ lieber“, kann er aber dann doch noch scherzen.

Stefan Görnert und Hauptamtsleiter Jürgen Scholz waren am Montag die ersten, die es im Schnelltestzentrum im Foyer des Bürgerzentrums wagten, sich vom erfahrenen Team auf das Coronavirus testen zu lassen. „Wir testen seit Monaten bei der Lebenshilfe und haben deshalb schon eine geschulte Hand am Teststab“, sagt Alina Römmler. Sie ist im wirklichen Leben Pflegefachkraft bei der Lebenshilfe, derzeit aber Projektleiterin im neuen Schnelltestzentrum im Rathaus.

Das ging gestern früh an den Start. Auch Axel Pulm war aufgeregt. Den Geschäftsführer der Lebenshilfe bewegte aber weniger ein Testergebnis als der erste Tag des Testzentrums. „Wir haben vieles vorbereitet und organisiert, aber einiges zeigt eben auch die Zeit“, sagt Pulm.

Wir haben vieles vorbereitet und organisiert, aber einiges zeigt eben auch die Zeit.

Axel Pulm, Geschäftsführer Lebenshilfe

Bis zu 20 Menschen können im Foyer Bürgerzentrums auf ihre Testung warten. „Wir möchten aber natürlich Menschenansammlungen vermeiden weswegen wir allen empfehlen, sich im Internet einen Termin für ihre Testung zu holen und auch später nicht hier vor Ort auf ihr Ergebnis zu warten“, betont der Geschäftsführer der Lebenshilfe. Jeder, der sich zuvor angemeldet hat, bekommt das Ergebnis sofort per E-Mail oder direkt aufs Smartphone geschickt.

Die Tests werden in extra dafür im Foyer aufgestellten Pavillons gemacht, um etwas Diskretion zu wahren. Ein Team aus Pflegekräften der Lebenshilfe nimmt die Testungen vor, andere Mitarbeiter übernehmen die Verwaltung, wozu zum Beispiel das Erfassen der persönlichen Daten der Testpersonen gehört. „Wir stellen aber weiterhin auch neue Mitarbeiter extra für dieses Testzentrum ein“, kündigt Axel Pulm an.

Einen Hehl daraus, dass die Lebenshilfe an jedem einzelnen Schnelltest auch Geld verdient, macht deren Geschäftsführer nicht. „Natürlich war das auch ein Beweggrund dafür, das Testzentrum zu betreiben.“ Denn während für jeden Bürger einmal pro Woche die Möglichkeit besteht, sich kostenlos testen zu lassen, bekommen die Teststellen jeden einzelnen Test bezahlt – letztendlich vom Bund, abgewickelt wird das Rechnungsverfahren aber zunächst über die Kassenärztliche Vereinigung. Aber es gibt noch einen Beweggrund für die Lebenshilfe, das Testzentrum zu betreiben: „Ab kommender Woche werden einige unserer Mitarbeiter mit Handicap hier die Möglichkeit bekommen, einen Job zu übernehmen und Verwaltungsaufgaben zu erledigen“, berichtet Axel Pulm.

Bis voraussichtlich Ende Juni soll im Bürgerzentrum von montags bis samstags täglich getestet werden. Für den ersten Tag hatten sich schon 80 Personen angemeldet, insgesamt haben sich bereits 240 Personen zum Test gemeldet.

Der Rheinisch-Bergische Kreis ist weiterhin dabei, die Anzahl der interessierten Anbieter für Corona-Schnellteststellen in der gesamten Region zu erfassen. „Aktuell hat die Landesregierung landesweit eine vorläufige Beauftragung eventueller Anbieter kostenfreier Schnelltests für Bürger veranlasst und über die Mindestanforderungen und Rahmenbedingungen informiert“, erklärte Gesundheitsdezernent Markus Fischer bereits dazu. Die Anbieter solcher Teststellen seien nun aufgefordert, die Aufnahme des Angebotes beim Rheinisch-Bergischen Kreis anzuzeigen.

Von Minute zu Minute steigt indes im Foyer des Bürgerzentrums die Spannung. Denn Stefan Görnert wartet ja immer noch auf sein Ergebnis. 15 Minuten dauert es in der Regel, bis ein Test ausgewertet ist. Und dann bekommt auch er die erlösende Nachricht: negativ.

Wäre der Test positiv gewesen, wäre diese Mitteilung zum Gesundheitsamt gegangen und Stefan Görnert hätte sich bei einem Hausarzt noch einmal mit einem PCR-Test auf das Coronavirus testen lassen müssen. Quarantänepflicht gilt bereits nach einem positiven Schnelltest-Ergebnis. „Das bleibt mir Gott sei Dank erspart“, war er erleichtert.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Motorradfahrer übersieht Verkehrsinsel
Motorradfahrer übersieht Verkehrsinsel
Motorradfahrer übersieht Verkehrsinsel
Unfall: Rettungshubschrauber in Dabringhausen
Unfall: Rettungshubschrauber in Dabringhausen
Unfall: Rettungshubschrauber in Dabringhausen
Dabringhauser Freibad öffnet am Dienstag
Dabringhauser Freibad öffnet am Dienstag
Dabringhauser Freibad öffnet am Dienstag
Lück nimmt Stellung zum Freizeitpark
Lück nimmt Stellung zum Freizeitpark
Lück nimmt Stellung zum Freizeitpark

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Kommentare