Aus altem Hotel soll ein Studentenwohnheim werden

Andreas Heibach plant das Hotel „In der Straßen“ zu einem Studentenwohnheim zu machen, um der Krise entgegenzuwirken. Archivfoto: cb
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Andreas Heibach plant das Hotel „In der Straßen“ zu einem Studentenwohnheim zu machen, um der Krise entgegenzuwirken. Archivfoto: cb

Solinger Gastronom hat neue Pläne für das „In der Straßen“ in Burg

Von Katharina Birkenbeul

Aus der Not eine Tugend machen, das hat sich der Solinger Gastronom und Hotelbesitzer Andreas Heibach wohl zu Herzen genommen. Aus seinem Hotel „In der Straßen“ in Oberburg soll ein Studentenwohnheim werden. „Das Hotel hat derzeit wegen der Corona-Krise kein Geschäft mehr und auch im Walder Stadtsaal und im Al B’Andy sind die Bedingungen durch die Beschränkungen schlecht, deshalb möchte ich einfach etwas Neues probieren“, erklärt Heibach seine Idee. In dieser Zeit müsse er alle Möglichkeiten ausprobieren.

Bereits vor fünf Jahren habe er die Überlegung gehabt, aus dem Hotel ein Studentenwohnheim zu machen. Jetzt in der Krise nimmt er dies in Angriff. „Es werden immer günstige Wohnungen gesucht, und dann in einer so schönen Lage wie hier ist das doch ein Traum“. Die Studenten würden in voll möblierte Zimmer einziehen können. Jedes der 28  Zimmer habe ein eigenes Bad. Kochen und Wohnen würde sich im Gemeinschaftsbereich abspielen. Heibach weiß, dass es sicher nicht für jeden etwas ist, aber, dass er nach ein paar Stunden nach der Bekanntgabe bereits drei Anfragen hatte, sieht er als gutes Zeichen „Es hat einfach seinen Charme, vor allem für Kreative und Alternative.“

Wer im Haus mithilft, zahlt mitunter keine Miete

Kreativität helfe den Studenten aber nicht nur beim Zusammenleben, sondern auch bei der Finanzierung. „Ich möchte mein Hotel gemeinsam mit anderen Menschen entwickeln und ins 21. Jahrhundert bringen, und wer mir dabei hilft, zahlt je nachdem auch gar nichts“, erklärt Heibach und schließt mit Helfen auch Renovieren, Gärtnern oder das Gestalten der Internetseite mit ein.

Zudem wäre auch ein Job im dann öffnenden Studenten-Café möglich. Ansonsten koste ein Zimmer monatlich rund 360 Euro warm – 280 Euro Miete und 80 Euro Nebenkosten inklusive Internet, Heizung, Strom und Ähnliches.

Der größte Haken: die Anbindung an den Öffentlichen Personennahverkehr. Die Studenten müssten also mobil sein und eine längere Anfahrt in Kauf nehmen. Aber auch das sieht Heibach entspannt: „Die Autobahn 1 ist immerhin gut zu erreichen, und derzeit findet Uni doch hauptsächlich sowieso im Homeoffice statt.“

Eine Anfrage an die Stadt, ob für ein Studentenwohnheim besondere Bedingungen geschaffen werden müsse, laufe bereits. Wer an dem Wohnen im Hotel „In der Straßen“ interessiert ist, kann sich bei Andreas Heibach melden. „15 Personen müssten für die Umsetzung schon zusammenkommen, damit es sich rechnet. Ich lass mich überraschen, was daraus wird“, betont er. Einen Imagefilm gibt es online.

https://t1p.de/1mtd

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