Alte Bahnstrecke soll ein Radweg werden

Oberbürgermeisterin Beate Wilding gemeinsam mit dem Wermelskirchener Bürgermeister Eric Weik (li.) und Burscheids Bürgermeister Hans Dieter Kahrl bei einer Testfahrt auf dem künftigen Balkanexpressradweg. ©
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Oberbürgermeisterin Beate Wilding gemeinsam mit dem Wermelskirchener Bürgermeister Eric Weik (li.) und Burscheids Bürgermeister Hans Dieter Kahrl bei einer Testfahrt auf dem künftigen Balkanexpressradweg. <br /><i>©

Wo vor knapp 20 Jahren noch Züge rollten, finden demnächst Radfahrer eine reizvolle neue Ausflugsstrecke. Auf der ehemaligen "Balkantrasse" zwischen Lennep und Burscheid soll ein 20 Kilometer langer Radweg entstehen.

Ein gemeinsamer Förderantrag der Kommunen Remscheid, Wermelskirchen und Burscheid soll nun auf den Weg gebracht werden. Wird er akzeptiert, übernimmt das Land 75 Prozent der Gesamtkosten, die Städte steuern das restliche Viertel bei. Laut Claus-Thomas Hübler von der Remscheider Bauverwaltung soll der Umbau der stark zugewucherten Trasse etwa 3,5 Millionen Euro kosten. Davon entfallen 1,1 Millionen für Wermelskirchen - der Eigenanteil läge also bei rund 275 000 Euro. Remscheid und Burscheid müssten jeweils 1,2 Millionen Euro schultern. "Es wird sich zeigen, ob wir das Geld investieren dürfen", sagt Hübler im Hinblick auf die prekäre Finanzlage und den Eigenanteil der Stadt Remscheid von rund 300 000 Euro. "Aber wir gehen positiv an die Sache heran. Da liegt eine Trasse brach in der Gegend herum, die man sinnvoll nutzen kann." Wichtig sei dabei die überregionale Bedeutung der "Balkantrasse". Sie soll an das umliegende Radwege-Netz angeschlossen werden, möglichst auch an die geplante Rad-und Wanderroute zwischen Hückeswagen und Marienheide. "Beide Trassen könnten in Bergisch Born zusammenkommen", erläutert Hübler. Eine Fortführung bis nach Leverkusen sei hingegen vom Tisch: "Die Leverkuser wollten nicht mitmachen." Zumindest auf Remscheider Gebiet könnte laut Hübler eine weitere Attraktion hinzu kommen. Da eins der Gleise noch liegt, könnte dort zum Beispiel eine Draisine fahren: "Es müsste sich nur ein Verein finden, der das betreibt." Falls die Bezirksregierungen in Düsseldorf und Köln mitziehen, sollte die Bewilligung laut Hübler schon zum Jahresende vorliegen. Schneller als gedacht könnten dann die Radler das Kommando auf der Trasse übernehmen: "Burscheid", verrät er, "will nächstes Jahr schon fertig werden." Kartenmaterial zur Trasse: www.rga-online.de BALKANTRASSE GESCHICHTE Die Kursbuchstrecke 411 wurde von 1872 bis 1881 erbaut. Anfang der 1990er-Jahre wurde der Betrieb eingestellt. ZUKUNFT Dank des NRW-Förderprogramms "Alleenradwege auf stillgelegten Bahnstrecken" soll die Trasse nun wieder aufleben. Der "Balkanexpressradweg" soll Remscheid, Wermelskirchen und Burscheid verbinden, das Radwegeangebot optimieren und den Tourismus fördern.

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