Alle hoffen auf ein Ende der Pandemie

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Die Woche

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Von Markus Schumacher

Es vergeht kaum ein Tag, an dem es nicht irgendeine – oder sogar mehrere – schlechte Nachrichten zu verkünden gibt. So schilderten Wermelskirchener Autohändler, die ihre Werkstätten geöffnet, den Verkaufsbereich aber geschlossen haben, dass sie eine geringe Nachfrage nach Neuwagen verzeichnen. Dabei ist der Wunsch nach einem eigenem Pkw coronabedingt sogar gestiegen – und ein schickes E-Auto kann sogar dazu taugen, den Nachbarn neidisch zu machen. Doch der Kauf geht nur online oder am Telefon. Das mag beim Erwerb einer Leuchtstoffröhre egal sein, beim Autokauf sitzt man aber doch lieber im Showroom, lässt sich einen Kaffee schmecken und zur langen Sonderausstattungsliste beraten.

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Auch die Taxibranche kämpft ums nackte Überleben: Rund 80 Prozent weniger Nachfrage verzeichnet man dort. Vor allem an Wochenenden ist tote Hose, während sonst vor allem Krankenfahrten für etwas Umsatz sorgen.

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Für die Friseure ist im März die schlimmste Durststrecke wohl beendet. Wer bis dahin mit einem frischen Haarschnitt über die Telegrafenstraße schlendert, wird mitunter schief angeschaut. Doch gemach: In vielen Familien gibt es eben noch Menschen, die mit der Schere und dem Rasierer geschickt umgehen können. Ein Hausbesuch eines echten Friseurs könnte dagegen teuer werden: Bis zu 1000 Euro Bußgeld drohen in NRW den Kunden – für den Handwerker könnten wegen Schwarzarbeit sogar bis zu 25 000 Euro fällig werden.

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Neben Corona macht nun auch ein alter Bekannter etwas Ärger: der Winter. Schneemengen wie zurzeit sind aus den vergangenen Jahren im Bergischen nicht mehr bekannt und die lange Frostperiode kommt so in der Region höchstens alle 20 bis 30 Jahre mal vor. Noch seltener ist der Eisregen, wie er am vergangenen Sonntag niederkam. Dieser Winter in Wermelskirchen ist also tatsächlich „extrem“ – aber eben nicht „unnormal“. Es ist einfach nur ein Wetter, wie es hin und wieder vorkommt.

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Es ist nicht alles schlecht, auch wenn es manchem derzeit so vorkommen mag. Die Wermelskirchener lassen sich von Schnee und Kälte schon mal gar nicht groß beeindrucken. Für Cara Zollenkopf ist es vermutlich sogar ihr Lieblingswetter: Die junge Trainerin vom Ski-Club Wermelskirchen erhält vom Landessportbund ein Jahr lang 200 Euro monatlich als Stipendiatin.

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Dr. Christina Launhardt eröffnet am 1. März eine kardiologische Praxis am Schwanen. Diese Herzspezialisten sind anderswo Mangelware: In Remscheid etwa warten Sie auf einen Termin bei einem Kardiologen zum Teil mehrere Monate.

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Auch aus Bergisch Gladbach ist Positives zu hören: Der Impfstart in der Rhein-Berg-Galerie ist entspannt angelaufen. Auch die geplante Impfstraße im Rathaus könnte flott umgesetzt werden – wenn denn endlich genug Impfstoff da wäre. Doch darauf kann man ja hoffen. Und damit auch auf ein Ende der Pandemie. Irgendwann.

Fischers Park bereichert das Angebot auf dem Wochenmarkt mit seinem Elektromobil.

An manchen Stellen gibt es noch un- geräumte Bürgerstei- ge.

markus.schumacher @rga-online.de

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