Aktion wirbt für leises Motorradfahren

Neue Kampagne des Landes

Von Anja Kriskofski

Für viele Motorradfahrer war der vergangene Sonntag der Auftakt in die neue Saison. Im Bergischen Land waren viele Zweiradfahrer unterwegs. Doch für Anwohner ist der Verkehr oft mit Lärm verbunden. NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) startete gestern die neue Landesinitiative #leiserbiker, die an Biker appelliert, rücksichtsvoll, leise und achtsam zu fahren. Zum Auftakt hatte er zum Café Hubraum in die Kohlfurth eingeladen.

Bei Motorradfahrern beliebte Regionen wie das Bergische Land, die Eifel, das Sauerland oder das Münsterland litten seit Jahren unter dem Lärm, sagte Wüst. Mit der Plakataktion und eine Kampagne in den sozialen Medien ruft das Verkehrsministerium zu mehr Rücksichtnahme auf. Leise zu fahren bringe mehr Sicherheit und Lebensqualität für alle. Um das zu erreichen, müsse man nicht gleich in die „Gesetzestrickkiste“ greifen, erklärte der Verkehrsminister.

Partner ist die Landesverkehrswacht NRW, die 150 Plakatwände zur Verfügung stellt. „Immer wieder kommt es zu Beschwerden über zu aggressives und zu lautes Fahren von Zweirädern“, erklärte Klaus Voussem, Vizepräsident der Landesverkehrswacht NRW. Der CDU-Landtagsabgeordnete stammt aus der Eifel. „Die ist bei Motorradfahrern ähnlich beliebt wie das Bergische Land“, sagte er beim Außentermin im Café Hubraum. Extra laut getunte Zweiräder bedeuteten für die Anwohner eine massive Lärmbelästigung. „Niemand will vorschreiben, wer wie wann und wo seinen Weg zurücklegt. Es geht uns vielmehr um ein rücksichtsvolles Miteinander“, betonte Voussem.

„Es geht uns vielmehr um ein rücksichtsvolles Miteinander.“

Klaus Voussem, Vizepräsident der Landesverkehrswacht NRW

Auf den Plakaten werden Motorradfahrer wie Janina Voges gezeigt, die dafür werben, langsamer und damit leiser zu fahren. Bei der Kampagne ist auch der vierjährige Tom auf seinem Holz-Zweirad dabei.

„Ich finde die Kampagne gut“, sagte der Solinger Gastronom Richard Zöllner. Sein Café Hubraum, das wegen der Pandemie geschlossen ist, habe er deshalb gerne für die Auftaktveranstaltung zur Verfügung gestellt. Zu normalen Zeiten legen an schönen Wochenenden Hunderte Motorradfahrer in der Kohlfurth eine Pause ein. „Die Anwohner müssen nicht unnötig von Motorradlärm gestört werden“, so Zöllner. „Es muss keiner bis rauf zur L 74 Vollgas geben.“ Auch Kickstarts und Wheelies (das Fahren auf dem Hinterreifen) seien eine unnötige Show. „Da rümpft jeder die Nase. Wir sprechen Gäste auch an, wenn sie es übertreiben. Im Normalfall funktioniert das.“

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