Hilfsbereitschaft

Afghanistan: Initiative bittet um Spenden

Das Foto zeigt die Übergabe der Lebensmittel-Spenden vor Ort in Afghanistan.
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Das Foto zeigt die Übergabe der Lebensmittel-Spenden vor Ort in Afghanistan.

„Willkommen in Wermelskirchen“ kümmert sich um Menschen in Armut.

Von Anja Carolina Siebel

Es fehlt ihnen an Speiseöl, Mehl, an Grundnahrungsmitteln. Weil die Menschen in Afghanistan Not leiden, hatte die Initiative „Willkommen in Wermelskirchen“ bereits im Dezember dazu aufgerufen, zu spenden. „Fast 8000 Euro kamen zusammen“, berichtet jetzt Jochen Bilstein von „Willkommen in Wermelskirchen“. Mit Hilfe eines jungen afghanischen Mannes, der als Flüchtling kam und heute als IT-Spezialist bei einem großen Unternehmen arbeitet, konnte das Geld den Betroffenen in der Umgebung von Masar-e Sharif direkt zugutekommen.

Bilstein: „Sie erhielten Speiseöl und Mehl, um Fladen, ihr Grundnahrungsmittel, zu backen.“ Ihm sei bewusst, dass gegenwärtig der Krieg in der Ukraine und die Unterstützung der Geflüchteten von dort die Gedanken vieler Menschen und deren Bereitschaft zu helfen bestimmen würden. „Auch die Spendenbereitschaft ist hoch. Aber mit dem Entstehen neuer kriegerischer Konflikte und ihrer Folgen sind die alten nicht vorüber, auch die Hungersnot der Menschen in vielen Teilen der Welt nicht“, sagt er. Sie sei sogar weltweit wegen des Krieges in der Ukraine gestiegen, auch in Afghanistan. Deshalb bittet er im Namen von „Willkommen in Wermelskirchen“ noch einmal darum, für die Afghanistanhilfe zu spenden.

Manche hatten schon zwei Tage nichts gegessen

„Manche der Menschen, die sich die Grundnahrungsmittel abgeholt haben, hatten schon zwei Tage nichts gegessen“, hatte Dorothea Hoffrogge von „Willkommen in Wermelskirchen“ bereits vor Monaten berichtet. „Wir führen die Aktion auf jeden Fall weiter. Denn den Menschen muss ja geholfen werden. Es ist schlimm, dass das im 21. Jahrhundert noch vielen Menschen so geht“, betont Dorothea Hoffrogge. Jochen Bilstein pflichtet ihr bei und sagt: „Deshalb ist es uns ja so wichtig, zumindest einen kleinen Beitrag zu leisten.“ Es sei wichtig, das große Ganze zu sehen und dort zu helfen, wo Hilfe benötigt werde.

Der junge Mann, zu dem die Ehrenamtler der Initiative „Willkommen in Wermelskirchen“ bis heute Kontakt halten, stammt wie seine Familie aus der Region Masar-e Sharif. „Dorthin werden auch unsere Spenden geschickt“, sagt Jochen Bilstein. „Unsere Kontaktpartner in Afghanistan kaufen das Mehl und Öl ein und sorgen dann dafür, dass es die Menschen bekommen.“

Die Bankverbindung für eine potenzielle Spende ist unter dem Stichwort „Afghanistanhilfe“ unter anderem auf der Internetseite www.willkommen-in-wermelskirchen.de ersichtlich.

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