Baustelle bei Eipringhausen

Ab Dezember soll der Verkehr rollen

Vier Tage wurde die L 409 bei Eipringhausen in zwei Abschnitten saniert.
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Vier Tage wurde die L 409 bei Eipringhausen in zwei Abschnitten saniert.

L 409: Sanierung soll Mitte Oktober wieder aufgenommen werden.

Von Udo Teifel

Wermelskirchen. Die gute Nachricht vorweg: Die Ende 2021 unterbrochene Sanierung der Landstraße 409 zwischen Dhünn und dem Kreisverkehr Habenichts wird voraussichtlich am 17. Oktober wieder aufgenommen und soll bis etwa Anfang Dezember 2022 dauern. Das teilte auf Anfrage der Sprecher des Landesbetriebs Straßen NRW, Rainer Herzog, mit. Die Sanierung im letzten Abschnitt der L 409 zwischen Dhünn und Habenichts war laut Herzog verschoben worden, damit die Beeinträchtigung durch zwei parallel laufende Maßnahmen für den Fernverkehr und die Anwohner nicht zu groß werde.

Leser Sten Krekow hatte die Bauprojekte von Straßen NRW und der Autobahn GmbH sehr genau verfolgt. Besonders natürlich die Sanierung der Landstraße 101 zwischen Stumpf und Sonne und im zweiten Schritt von Sonne bis Habenichts. Im vergangenen Jahr sei es die L 409 gewesen, die von „hinter Halzenberg bis Wermelskirchen saniert wurde beziehungsweise an einigen Stellen überhaupt erst einmal werden müsste“, berichtet der Leser. Im Gegensatz zu den Bauarbeiten an der L 101 seien die Arbeiten damals in den Abschnitten jeweils deutlich nach der geplanten Zeit fertiggestellt worden.

„Zwischen Dhünn und Habenichts waren die kompletten Materialien wie Baustellenbeschilderung und -absicherung bereits am Straßenrand verteilt.“ Das sei es dann aber auch gewesen, und plötzlich sei das Material weg gewesen – „der desaströse Zustand der Straße blieb.“ Der Zustand der Straße zwischen Ortsausgang Dhünn und dem Kreisverkehr habe sich zwischenzeitlich nicht verändert, sagt Sprecher Rainer Herzog. „Die Straße ist nach wie vor sanierungsbedürftig.“ Aufgrund des L-101-Projektes sei die Fertigstellung verschoben worden – sie beginnt jetzt am 17. Oktober.

Die Straße Rauhe Hüls.

Als „erbärmlich“ bezeichnet Sten Krekow den Zustand der Straße L 409 zwischen Wanderparkplatz an der Stauwurzel (Vorsperre Große Dhünn) bis Halzenberg sowie Rauhe Hüls bis Ortseingang Wermelskirchen. Dazu Herzog: „Die L 409 im Bereich zwischen Stauwurzel und Halzenberg ist im Landesstraßenbedarfsplan.“ Hier fehlt noch der Grunderwerb, um die Maßnahme umzusetzen. „Wann wir genau diesen tätigen, kann ich leider nicht sagen.“ Schon seit Jahren versucht Straßen NRW, dort notwendigen Grunderwerb zu tätigen und kommt dabei nicht voran.

Auch der nicht ausreichende Zustand zwischen „Rauhe Hüls“ und Eifgen sei dem Landesbetrieb bekannt. Die Bereiche würden voraussichtlich in der gesamten Länge saniert. Herzog: „Der Zeitpunkt der Bauausführung ist zurzeit noch nicht definiert.“ Bei der Sanierung von Landesstraßen sei der Landesbetrieb stets darum bemüht, gegebenenfalls erforderliche Sanierungsmaßnahmen an vorhandenen Rad- und Gehwegen zu erledigen.

Geh- und Radwege: Niedrige Priorität, kein Planungsstand

Die schlechte Nachricht betrifft die Geh- und Radwege an den Landesstraßen in Wermelskirchen. Sten Krekow ärgert besonders, dass es entlang der L 409 und auch der L 101 keinen durchgängigen Geh- und Radweg gibt. Dazu der Sprecher des Landesbetriebs: „Der Abschnitt der L 101 zwischen Dreibäumen und Habenichts ist als ein Um- und Ausbau von Rad-Gehweg mit bis zu drei Millionen Euro an Gesamtkosten im Finanzierungsplan des Landes gelistet.“ Aber nur mit einem niedrigen Priorisierungswert. Herzog: „Darum befindet sich das Projekt mit diesem Wert auf einer hinteren Priorisierung ohne Planung.“

Der Prioritätenwert ergibt sich laut Herzog aus einem landesweit einheitlichen Bewertungsverfahren und führt zu einer Platzierung des Projektes im genannten Programm, das dem Regionalrat zum Beschluss vorgelegt wird. Neben der Priorisierung im Finanzierungsprogramm müssen für den Neubau eines Radweges auch baurechtliche Themen geregelt werden. So müssen beispielsweise in Teilen entsprechende Grundstücke durch den Landesbetrieb erworben und auch naturschutzrechtliche Fragestellungen mit den entsprechenden Fachbehörden abgestimmt werden. „Daher ist die Realisierung eines neu herzustellenden Radweges im Rahmen einer reinen Sanierungsmaßnahme nicht möglich“, sagt Rainer Herzog zur Diskussion entlang der L 101. Gleiches gilt für den Abschnitt der L 409 bei Halzenberg.

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