8000 junge Bäume für die Sengbachtalsperre

Damit die Bäume in Ruhe wachsen können, wurden die Setzlinge in diesen Tagen eingezäunt. Foto: Stadtwerke Solingen
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Damit die Bäume in Ruhe wachsen können, wurden die Setzlinge in diesen Tagen eingezäunt.

Stadt Solingen weitet Aufforstung aus

Von Kristin Dowe

Die Aufforstung rund um die Sengbachtalsperre schreitet voran. Hatten die Stadtwerke Solingen seit März vergangenen Jahres bereits circa 14 000 Setzlinge gepflanzt, sollen in diesem Jahr noch einmal weitere 8000 junge Bäume dazukommen, teilt Stadtwerke-Sprecherin Lisa Nohl auf Nachfrage mit. Terminiert seien die Pflanzungen aber noch nicht. Derweil müssten die Setzlinge nicht nur vor Bissen durch Wildtiere geschützt werden, sondern vor allem vor Menschen, die abseits der Wege ihren Müll abluden, so Nohl. „Deshalb wird die Fläche jetzt eingezäunt, damit die jungen Bäume in Ruhe wachsen können.“ Zusätzlich wurde ein spezieller Verbissschutz angebracht und die Setzlinge freigeschnitten.

Letzteres sei regelmäßig notwendig, berichtet Roland Sorgenicht, Talsperrenmeister bei den Stadtwerken Solingen. „Sonst werden die jungen Bäume schnell mit anderen Pflanzen wie Brombeeren oder Kräutern zugewuchert und können nicht gut gedeihen.“ Ein Verbissschutz gegen Wildbisse sei ebenfalls unverzichtbar. „Tiere wie Rehe fressen die Pflanzen nun mal an. Wir sind deshalb im Interesse der Naturverjüngung in einem gewissen Maße auch auf die Jagd angewiesen. Denn wo nicht gejagt wird, dort wird der Wald nicht groß werden.“

„Setzlinge sind momentan sehr gefragt, da überall aufgeforstet wird“.

Roland Sorgenicht, Talsperrenmeister

Schlussendlich sei das Ursprungsproblem wiederum der Mensch, erläutert Sorgenicht. „Wenn in einem Gebiet ein hoher Freizeit- und Besucherdruck herrscht, stellt sich das Wild darauf ein. Und wo der Tisch gedeckt ist, greift es auch an.“ Zudem hätten die Stadtwerke in der Vergangenheit häufiger mit Fällen von Vandalismus an den jungen Bäumen zu tun gehabt. Insgesamt will das Unternehmen in den kommenden fünf Jahren rund 50 000 Bäume an der Sengbachtalsperre, einem Gebiet von circa 30 Hektar Fläche, pflanzen – hauptsächlich Eiche, Buche, Linde und Kirsche. Dabei werden die Setzlinge immer zu kleinen Gruppen von etwa 20 Bäumen zusammengefasst.

Anfängliche Lieferprobleme seien inzwischen behoben, eine Baumschule in Hünxe hatte die jungen Pflanzen schließlich zur Verfügung gestellt, freut sich Sorgenicht. „Es war gar nicht so einfach, da heranzukommen, da Setzlinge momentan sehr gefragt sind und einfach überall aufgeforstet wird.“ Mit den Problemen in den Wäldern steht die Stadt Solingen nicht allein da. Der Befall des Borkenkäfers und lange Dürreperioden haben den Fichtenbeständen bundesweit stark zugesetzt.

Das regenreiche und weitgehend frostfreie Wetter der vergangenen Monate seien für das Wachstum der Bäume gut gewesen und auch Schäden durch den Sturm kürzlich hätten sich in Grenzen gehalten, sagt der Talsperrenmeister. Im Frühjahr und Sommer gehe die Arbeit bei der Baumpflege erst richtig los: „Dann haben wir noch viel zu tun.“

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