Schulanfang

77 i-Dötzchen haben einen guten Start

77 neue Gesichter sind an der Schwanenschule angekommen. Am Montag war der erste Tag, an dem die Neuen richtig in den Unterricht eingestiegen sind. Unterstützung bekommen sie dabei von ihren größeren Mitschülern der zweiten Klassen, die als Paten für die i-Dötzchen fungieren. Das System der sogenannten Flex-Klassen mit Erst- und Zweitklässlern habe sich mit den Jahren bewährt, betont Schulleiterin Katrin Wagner.
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77 neue Gesichter sind an der Schwanenschule angekommen. Am Montag war der erste Tag, an dem die Neuen richtig in den Unterricht eingestiegen sind. Unterstützung bekommen sie dabei von ihren größeren Mitschülern der zweiten Klassen, die als Paten für die i-Dötzchen fungieren. Das System der sogenannten Flex-Klassen mit Erst- und Zweitklässlern habe sich mit den Jahren bewährt, betont Schulleiterin Katrin Wagner.
  • Anja Carolina Siebel
    VonAnja Carolina Siebel
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In der Schwanenschule haben sie diese Woche begonnnen, richtig zu lernen – hoffentlich ohne Corona-Pause.

Wermelskirchen. 77 Schultüten, 77 neue Gesichter und 77 Köpfe, die ab sofort in Klassenzimmern der Schwanenschule rauchen. Seit Donnerstag gibt es 77 neue Erstklässler, die diese Woche ihre ersten richtigen Schultage erleben. „Am Freitag hatten wir noch einiges Organisatorisches zu erledigen; aber ab dieser Woche ging es für sie richtig los“, sagt Schulleiterin Katrin Wagner.

Der Pädagogin ist bewusst, dass die ersten Tage für die sogenannten i-Dötzchen anstrengend sein werden. „Sie kommen ja aus dem Kindergarten, wo sie weitgehend selbstbestimmt spielen und sich beschäftigen konnten. Jetzt haben sie einen eher durchgetakteten Tagesablauf.“

Aber die Neulinge bekommen Unterstützung. Und zwar von den Zweitklässlern, mit denen sie in Flex-Klassen gemeinsam lernen. „Ein Konzept, das wir seit Jahren erfolgreich umsetzen“, berichtet Katrin Wagner. Es erfordere viel Disziplin, vor allem bei der Unterrichtsvorbereitung der Lehrer, sagt Wagner. „Aber man hat auch den Vorteil, dass sich niemand benachteiligt fühlt, wenn er vielleicht ein bisschen mehr Förderbedarf hat, weil ja viele Schüler unterschiedliche Unterrichtsmaterialien nutzen.“

Aber es ist nicht nur so, dass die Erst- und Zweitklässler an der Schwanenschule gemeinsam beschult werden. Die Zweitklässler fungieren auch als Paten für die Neulinge, zeigen ihnen die wichtigsten Dinge im Schulalltag und nehmen erste Unsicherheiten in der neuen Umgebung. „Auch das funktioniert seit Jahren reibungslos“, sagt die Schulleiterin. „Es ist rührend, zu sehen, wie sich die Größeren um die Kleinen kümmern und auch schon Verantwortung übernehmen.“

Besonders während der Pandemie-Zeit sei diese Art der Gemeinschaft für die Schülerinnen und Schüler viel zu kurz gekommen. „Wir konnten da aber viel aufholen“, unterstreicht Katrin Wagner. Aktionen wie der „Wohlfühltag“ im Februar oder die regelmäßige Kooperation mit Erlebnispädagogen hätten dazu beigetragen, dass die sozialen Defizite, die bei den Kindern durch die Pandemie entstanden sind, schon etwas ausgeglichen werden konnten.

„Ich muss aber auch sagen, dass wir ein starkes Team sind. Die Kollegen haben auch während der schwierigen Zeit der Schulschließungen engen Kontakt zu den Kindern gehalten und sich große Mühe beim Homeschooling gegeben.“ Jetzt, da praktisch alles wieder möglich sei, sei spürbar, wie alle wieder die Gemeinschaft und das Miteinander in Präsenz genießen würden.

Und wenn da noch was kommt im Herbst und Winter? Wachsende Infektionszahlen und unsichere Zeiten? Katrin Wagner und ihr Team lassen sich auch davon nicht Bange machen. „Wenn ich eines in den zwei Jahren der Corona-Pandemie gelernt habe, dann ist es: Man kann nichts planen. Hätte mir jemand vor drei Jahren gesagt, dass wir so etwas mal durchleben, hätte ich es ihm vermutlich nicht geglaubt. Aber wir haben das alles mit viel Flexibilität hinbekommen. Sei es das Maske-Tragen, aber auch die eine Zeit lang vorgeschriebenen Tests vor Unterrichtsbeginn.“

Derzeit beruhen diese Sicherheitsvorkehrungen auf Freiwilligkeit von Schülern wie Lehrern. Wagner: „Wir haben Kinder und auch Kollegen bei uns, die tragen ihre Maske im Unterricht noch. Ich selbst mache das auch im Lehrerzimmer oder bei größeren Veranstaltungen. Für die Kinder ist das so oder so kein Problem. Wir haben mit ihnen besprochen, was Freiwilligkeit bedeutet – und niemand wird komisch angeschaut, wenn er lieber eine Maske trägt – und auch niemand, der das nicht macht.“

Demnächst haben alle Kinder der Schwanenschule noch mal Gelegenheit, Gemeinschaftsgefühl zu erleben. Anfang September gastiert ein Kölner Mitmach-Zirkus für alle Klassen in der Schwanenhalle. „Eine ganz Woche lernen die Kinder dann Kunststücke und Tricks, die sie am Ende ihren Familien und Freunden vorführen“, sagt die Schulleiterin.

Andere Grundschulen hatten dieses Jahr bereits einen Zirkus zu Gast. „Wir freuen uns aber, dass somit auch unsere Erstklässler das miterleben dürfen“, sagt Wagner. Auch das würde das Gemeinschaftsgefühl unter den Schülern noch einmal mehr stärken.

Hintergrund

Schwanenschule: Als größte Wermelskirchener Grundschule beherbergt die Schwanenschule 14 Klassen mit etwa 330 Schülerinnen und Schülern. Das Lehrer-Kollegium der Schule umfasst 28 Personen: Lehrkräfte, Sonderschullehrerinnen, eine Lehramtsanwärterin und eine Sozialpädagogin.

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