62-Jährige näht für das Kinderhospiz

Germaine Wüstenhagen näht nicht nur Masken für den guten Zweck, sondern auch Kirschkernkissen.Foto:Roland Keusch
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Germaine Wüstenhagen näht nicht nur Masken für den guten Zweck, sondern auch Kirschkernkissen.Foto:Roland Keusch

Spendenaktion von Germaine Wüstenhagen

Von Dela Kirchner

Begonnen hat alles in den Anfangstagen der Corona-Krise mit einer charmanten Idee: Ein selbst genähte Mund-Nase-Maske, ein paar persönliche Zeilen und der Wunsch „Bleibt gesund“ für Freunde und Nachbarn. „Und dann wurde ich plötzlich sehr oft nach der Möglichkeit gefragt, von mir weitere Masken bekommen zu können“, erinnert sich Germaine Wüstenhagen. „Viele wollten mir auch Geld für den Stoff geben oder etwas spenden.“

Schnell war die Idee geboren, mit dem Nähen der Masken noch mehr Menschen eine Freude zu bereiten: „Ich durfte meine selbstgenähten Masken unter anderem im Krämerladen in Wermelskirchen, bei meiner Hausärztin Beate Zens und im Friseursalon Löwenmähne auslegen“, berichtet die versierte Näherin. „Dabei standen jeweils Spendendosen.“ In einer erstaunlichen Geschwindigkeit hat es Germaine Wüstenhagen geschafft, 1200 Euro für die Masken und in Form von Spenden zu sammeln, und konnte diese Summe bereits an den Kinderschutzbund übergeben.

Auch danach war die Nachfrage noch da, wenn auch der Absatz der Masken etwas langsamer lief als in den ersten Monaten der Pandemie. Deshalb begann sie auch mit der Herstellung von Kirschkernkissen. Der Empfänger der Spende für die zweite Runde stand für Germaine Wüstenhagen indes schnell fest: das Kinder- und Jugendhospiz Burgholz. „Mir sind diese armen Kinder eingefallen“, sagt Wüstenhagen. „Die Arbeit, die in Burgholz gemacht wird, ist so extrem wichtig.“ Und sie weiß, wovon sie spricht: Germaine Wüstenhagen war selbst einmal an Krebs erkrankt.

Vor der Rente bei der Stadt Remscheid gearbeitet

„Wir sind als Familie alle sehr sozial eingestellt. Ich wollte einfach während der Corona-Krise etwas beitragen.“ Die 62-Jährige hat bis zu ihrer Rente bei der Stadt Remscheid gearbeitet; unter anderem als Schulsekretärin und beim Schulpsychologischen Dienst.

„Handarbeiten war schon immer mein Hobby“, sagt die Bewohnerin des Südbezirks. „Außer dem Nähen war ich früher ein aktives Chormitglied und genieße jetzt im Ruhestand vor allem das ruhige Leben mit meinem Mann.“ Das allerdings so ruhig überhaupt nicht sein dürfte – ist Germaine Wüstenhagen doch Oma von vierjährigen Zwillingen, die selbstverständlich auch handgenähte Kleidungsstücke erhalten. Die Stoffreste waren dann auch die Grundlage für die allerersten Masken, die im Hause Wüstenhagen im Frühjahr 2020 entstanden sind. Mittlerweile sind weitere 1000 Euro gesammelt, die nur noch an das Kinder- und Jugendhospiz übergeben werden müssen.

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