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60 Kinder sind bereits Pfadfinder

Der Chef der Royal Rangers Dabringhausen: Christopher Symolka.
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Der Chef der Royal Rangers Dabringhausen: Christopher Symolka.

Christopher Symolka ist Chef der vor einem Jahr gegründeten Royal Rangers in Dabringhausen.

Von Wolfgang Weitzdörfer

Herr Symolka, den Stamm der Royal Rangers gibt es jetzt seit rund einem Jahr – wie hat er sich entwickelt?

Christopher Symolka: Wir sind total begeistert und dankbar, wie schnell unser Stamm gewachsen ist, und dass die Kinder mit Freude dabei sind. Wir konnten neben unseren regulären Stammtreffen im ersten Halbjahr bereits die Baumpflanzaktion der Stadt Wermelskirchen mit unterstützen und auf einem Pfingst- und dem Bundescamp unsere ersten Camp-Erfahrungen sammeln. In unserem ersten Ranger-Gottesdienst im Gemeinde-Zentrum Dabringhausen nach den Sommerferien konnten wir zudem vom Bundescamp berichten.

Was sind die Royal Rangers eigentlich?

Symolka: Die Royal Rangers sind eine internationale und überkonfessionelle christliche Pfadfinderschaft mit aktuell 22 858 Mitgliedern in 426 aktiven Stämmen allein in Deutschland. Als Teil des Bundesjugendwerks des Bundes Freikirchlicher Pfingstgemeinden sind sie zudem anerkannter Träger der freien Jugendhilfe. Weltweit gibt es die Rangers in über 90 Mitgliedsstaaten mit etwa 200 000 jungen Menschen.

Was ist das Besondere
daran?

Symolka: Bei den Royal Rangers geht es uns nicht um Herkunft, Können oder Aussehen, sondern um den Menschen. Dabei möchten wir jeden Einzelnen in seiner Persönlichkeit und seinen Fähigkeiten fördern, und Kindern und Jugendlichen eine kreative Alternative der Freizeitgestaltung anbieten. Bewegung, Natur, Abenteuer, Musik, Kreativität, Spontaneität und christliche Werte gehören hier mit hinein, verbunden mit viel Spiel und Spaß gemeinsam mit anderen. Respekt vor Gottes Schöpfung, Verantwortung und Beziehungsfähigkeit lernt man zusammen im Team auf Camps und anderen Aktionen. Unsere „Goldene Regel“ aus dem Matthäus-Evangelium gibt uns die Art und Weise vor: „Alles was ihr für euch von den Menschen erwartet, das tut ihnen auch.“

Sind Sie selbst als Kind auch Royal Ranger gewesen?

Symolka: Eine klassische Pfadfinder-Vergangenheit hatte ich nicht, war aber damals in unserer Gemeinde bereits in der Jungenjungschar aktiv, wo wir ebenfalls viel Zeit draußen verbracht haben – mit Geländespielen und Sommerlagern. Diese Zeit hat mich sehr geprägt.

Wie weit verbreitet sind die Pfadfinder im Kreis beziehungsweise in NRW?

Symolka: Alleine in NRW gibt es aktuell über 43 aktive Stämme, in unserer unmittelbaren Nähe sind es 9 Stämme, zu denen wir durch gemeinsame Bautage, Camps oder Gemeinschaftsaktionen schon Kontakte knüpfen konnten. Ziel und Wunsch ist es, sich in den unterschiedlichen Regionen gegenseitig zu unterstützen und auszutauschen.

Wie kam es dazu, dass ausgerechnet in der Pandemie ein neuer Stamm gegründet wurde?

Symolka: Der Wunsch nach einem Angebot für Kinder bestand schon länger, die Entscheidung, einen Stamm zu gründen fiel letztendlich im Frühjahr 2021. Nach einer viertägigen Leiter-Ausbildung haben wir uns dann entschlossen, den ersten Stammtreff im November zu starten.

An welche Zielgruppe richtet sich Ihr Angebot?

Symolka: Unser Angebot in Dabringhausen richtet sich aktuell an die „Forscher“ (ab der ersten Klasse bis zum Alter von acht Jahren) und die „Kundschafter“ (im Alter von neun bis elf Jahren) – ganz egal, ob Mädchen oder Jungen.

Wie sind die Royal Rangers organisiert – grundsätzlich und in Dabringhausen?

Symolka: Die Royal Rangers sind international aktiv, in Deutschland sind die einzelnen Stämme in Regionen vertreten, die wiederum in fünf Distrikte eingeteilt sind, die der Bundesleitung unterstehen. Als Stamm 589 sind wir in Wermelskirchen Teil davon und vernetzen uns mit anderen Stämmen der Region. Wichtig ist auch, dass jeder Stamm einer Gemeinde angehört, die den Stamm trägt und unterstützt – in unserem Falle das Gemeinde-Zentrum Dabringhausen.

Wie viele Kinder sind mit dabei?

Symolka:Aktuell haben wir über 55 Anmeldungen im Stamm 589 Wermelskirchen, was uns nach so kurzer Zeit sehr freut. Wir haben in etwa gleich viele Jungen wie Mädchen.

Sie waren gerade auf dem Bundescamp in Gotha – erzählen Sie doch mal, was Sie da gemacht haben!

Symolka: Das Bundescamp ist mit etwa 17 000 Teilnehmern als größtes Pfadfinderlager Deutschlands für jeden Ranger als Teilnehmer ein einmaliges Erlebnis, da es nur alle acht Jahre stattfindet. Als Stamm lebt man in dieser Woche in Jurten und Kohten, so werden die Zelte genannt, auf einem eigenen kleinen Teamplatz, isst an selbstgebauten Esstischen und kocht über eigens hergerichtete Feuerplätze. Das Camp stand unter dem Motto „FreiSein“ und drehte sich um Marco Polos Abenteuer entlang der Seidenstraße. Neben vier zentralen Abendveranstaltungen mit Theater, Aktionen und einem Orchester im Makan – einer Arena, wo alle 17 000 Rangers zusammenkamen – konnte man tagsüber an Workshops und Wettkämpfen teilnehmen, seine Pfadfindertechniken verbessern, neue Stämme kennenlernen und abends in den Tavernen orientalisch essen. Ein weiteres Highlight war der Marco-Polo-Run, ein Hindernisparcours auf dem Campgelände.

Warum sollten Kinder zu den Royal Rangers gehen?

Symolka:Als Royal Ranger erlebt man Abenteuer und Gemeinschaft mit viel Spaß und Freude, erlernt praktische Pfadfindertechniken und verbringt viel Zeit draußen in der Natur. Dabei lernt man, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen. Unsere christlichen Werte unterstützen uns in dem Umgang miteinander.

Hintergrund

Derzeit sind 55 Kinder von sechs bis elf Jahren bei den Royal Rangers im Stamm 589 in Dabringhausen angemeldet. Wer mitmachen will, kann sich per Mail melden. royalrangers@gzd-online.de

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