ÖPNV

3G ist Herausforderung für Busunternehmen

Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel müssen künftig einen Nachweis erbringen, dass sie geimpft, genesen oder getestet sind. Symbolfoto: Christian Beier
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Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel müssen künftig einen Nachweis erbringen, dass sie geimpft, genesen oder getestet sind.

RVK sieht die Umsetzung der neuen Regel kritisch.

Von Anja Carolina Siebel

Wermelskirchen. Der Beschluss der Landesregierung steht nun fest. Ab sofort gilt auch in öffentlichen Verkehrsmitteln die sogenannte 3G-Regel. Heißt: Mitfahrer müssen geimpft, genesen oder getestet sein.

„Der Beschluss, in den Verkehrsmitteln des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) die sogenannte 3G-Regel umzusetzen, stellt für die betroffenen Verkehrsunternehmen eine große Herausforderung dar“, unterstreicht Andrea Jahn, Sprecherin des Busunternehmens RVK.

Und: „Als Nahverkehrsunternehmen im Rheinisch-Bergischen Kreis sehen wir die Einführung der 3G-Regel – ähnlich dem Verkehrsverbund Rhein-Sieg und dem Verband Deutscher Verkehrsunternehmen – kritisch.“ Dass aufgrund der steigenden Infektionszahlen Maßnahmen getroffen werden müssten, die umsetzbar und zielführend seien, sei zwar nachvollziehbar. „Eine lückenlose und verbindliche Kontrolle der Impfzertifikate aller Fahrgäste ist von unserem Fahrpersonal aber nicht zu realisieren.“ Der Fokus der Busunternehmen liege auf der Einhaltung des Fahrplans und der Sicherheit der Fahrgäste im Hinblick auf die Beförderung. Die RVK werde die Einhaltung der 3G-Regel durch die Service-Mitarbeiter im Bus prüfen. Das sei aber, insbesondere in dichter besiedelten Gebieten, an ÖPNV-Knotenpunkten und zu Stoßzeiten nur stichprobenartig möglich.

Das Unternehmen wolle die 3G-Regel über ihre offiziellen Kanäle wie Internet, Instagram und Twitter an die Kunden adressieren und „an das Verständnis der Fahrgäste für diese Maßnahmen appellieren. Über Plakate an allen Einstiegsmöglichkeiten unserer Fahrzeuge, per Anzeigen auf den Monitoren und über Ansagen in den Bussen verweisen wir zudem vor Ort auf die 3G-Regel.“

Fraglich sei, wie Fahrgäste mit der Situation umgehen

Fraglich sei, wie Fahrgäste mit der Situation umgehen würden. Jahn: „Leider ist nicht zwingend von einer Kooperationsbereitschaft und dem Verständnis aller Fahrgäste auszugehen.“ Ein erneutes Einbrechen der Fahrgastzahlen wäre für die Verkehrsunternehmen somit zu befürchten.

Grundsätzlich verweisen die Verkehrsbetriebe darauf, dass „zahlreiche nationale und internationale Studien belegen, dass es im Nah- und Fernverkehr durch die herrschende Maskenpflicht und die regelmäßige Belüftung in den Fahrzeugen kein besonders erhöhtes Ansteckungsrisiko gibt“, sagt Andrea Jahn.

Mehr Infos: www.besserweiter.de

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