Sommer

Saisoneröffnung im Dabringhauser Freibad - 300 Gäste lassen es sich gut gehen

Ein- und Dreimeterturm waren überwiegend bei den jüngeren Badegästen gefragt.
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Ein- und Dreimeterturm waren überwiegend bei den jüngeren Badegästen gefragt.

Wenn die Schulferien beginnen, dann ist das auch der Start für das Dabringhauser Freibad, das an der Coenenmühle so idyllisch mitten in der Natur liegt.

Von Sabine Naber

Am Samstag, einen Tag nach der Eröffnung, schwammen und planschten rund 300 Gäste im Wasser – im großen wie im kleinen Becken waren 24 Grad Wassertemperatur.

„Es gibt in diesem Jahr keine Begrenzung, wir dürften 4000 Leute reinlassen. Aber so viele kommen inzwischen auch bei bestem Wetter nicht“, weiß Dominik Roenneke, Vorsitzender der siebenköpfigen Betreibergesellschaft und schon seit 20 Jahren Mitglied im Förderverein des Bades. Optimal sei, wenn an einem sonnigen Wochenende keine Gewitterwarnung angesagt, keine Regenschauer zu erwarten seien: „Dann kommen auch viele Besucher aus den umliegenden Großstädten“, sagt Roenneke.

Am 50 mal 25 Meter langen Schwimmerbecken waren am Samstagnachmittag vor allem das Ein- und das Dreimetersprungbrett gefragt. „Da kommen jedes Jahr die gleichen jungen Männer und machen ihren Spökes“, sagt Janne Picard und lacht. Sie steht als ausgebildete Rettungsschwimmerin bereits seit zwei Stunden am Beckenrand und lässt die Schwimmerinnen und Schwimmer keine Sekunde aus den Augen. „Ich war in der vergangenen Saison schon hier, das ist für mich mehr Spaß als Arbeit“, versichert sie und verrät, dass sie auf einen Studienplatz wartet, um Sport auf Lehramt zu studieren. „Auf der Zielgeraden ist es uns gelungen, genügend Rettungsschwimmerinnen und -schwimmer zu finden“, ist Roenneke froh. Doch nicht nur im Wasser lässt sich ein Ferientag gestalten.

Die Jüngsten haben Spaß auf dem mit einem Sonnensegel überdachten Spielplatz mit Sandkasten und Klettergerüst, zwei Tischtennisplatten stehen bereit und es gibt auch einen Bouleplatz. Am Beachvolleyballfeld muss allerdings noch gearbeitet werden. Wer Bedarf hat, kann sich Sonnenschirm und Sonnenliege ausleihen – oder auf der Terrasse etwas Leckeres aus dem Kiosk genießen.

Schon 2018 hat sich das Bürgerbad mit dem Thema Energiekosten auseinandergesetzt. „Wir hatten unglaublich hohe Strom- und Gasrechnungen, von denen wir uns befreien mussten. Gerade konnten wir unsere automatische Füllanlage in Betrieb nehmen, die Holzschnipsel einbläst. Mit dieser regenerativen Methode können wir das Wasser zum Duschen und das Beckenwasser erwärmen und so die Kosten drastisch reduzieren“, erklärt der Vorsitzende. Dazu kommt die Photovoltaikanlage, die den Strom für die Pumpen liefert, die das Wasser umwälzen, damit es der geforderten Qualität entspricht. Finanziert werden konnte diese mit Fördergeld.

„Unser nächstes Ziel ist, den Strom, der zusätzlich hier erzeugt wird, in Batteriespeicher zu geben. Dafür suchen wir noch ein Förderprogramm“, haben Dominik Roenneke und Ralf Magney, der sich um die Technik kümmert, weitere Pläne. Dazu tauschen sie sich mit weiteren Bürgerbädern aus. „Freibäder vor Ort sind wichtig. Da muss es Angebote geben“, ist Roenneke überzeugt.

Veranstaltungen

Zwei besondere Events sind in dieser Saison geplant: Am 16. Juli heißt es im Freibad „Sommer, Sonne, Karneval“, Einlass ist um 18.30 Uhr. Zum 20-jährigen Bestehen des Fördervereins wird am Samstag, 30. Juli, zur „Summer Stage“ eingeladen. Der Verein Dorfkultur präsentiert ein Open-Air-Konzert, das um 19 Uhr beginnt. Eintrittskarten gibt es online und im Kaufzentrum Hübing.

dorfkultur.net

Öffnungszeiten und Preise

Das Freibad Dabringhausen an der Coenenmühle ist bis zum Ende der Sommerferien geöffnet, täglich zwischen 10 und 19 Uhr. Erwachsene zahlen 6 Euro, ab 18 Uhr 3 Euro, die Zehnerkarte kostet 48 Euro. Jugendliche, Schüler, Studenten zahlen zahlen 4, ab 18 Uhr 2,50 Euro. Die Zehnerkarte kostet 38 Euro. Familien zahlen 15 Euro. Die 3-Wochen-Familiensaisonkarte mit freier Terminwahl kostet 95 Euro.

Standpunkt von Nadja Lehmann: Freibad ist wichtig

nadja.lehmann@rga.de

Sommer, Sonne, Freibad: Das war eine Rechnung, die verlässlich jedes Jahr aufging. Da ich, zwar gebürtiges Nordlicht, aber meine Jugendzeit in Süddeutschland verbracht habe, fällt mir natürlich sofort das herrliche Naturbad mit Schwimmsteg und Liegewiese am Bodensee ein – an seltenen Tagen sogar mit Blick auf den Schweizer Säntis inklusive. Missmutig habe ich das Wasserbecken im Freibad eigentlich nur einmal im Jahr gemustert: Dann nämlich, wenn Freundin Nicky mich im selbigen bei den Bundesjugendspielen wieder einmal hoffnungslos abgehängt hatte. Das geöffnete Freibad nebenan – es ist nicht mehr so selbstverständlich, wie es das einmal war. Personalnot greift um sich, bundesweit fehlen rund 3000 Kräfte. In der Nachbarstadt Remscheid bleibt das Bad montags und dienstags geschlossen. Andere Bäder können überhaupt nicht öffnen. Schnelle Lösungen sind nicht in Sicht. „Freibäder vor Ort sind wichtig“, sagt Dominik Roenneke. Damit hat er Recht.

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