Gut besucht

26. Kulturmesse lädt zum ausgiebigen Stöbern ein

Zu den Besuchern zählten auch die Remscheiderinnen Irene Müller (v. l.), Helga Gattinger und Ellen Heiduk. Die Weihnachtskarte geht mit lieben Weihnachtsgrüßen an den Bodensee.
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Zu den Besuchern zählten auch die Remscheiderinnen Irene Müller (v. l.), Helga Gattinger und Ellen Heiduk. Die Weihnachtskarte geht mit lieben Weihnachtsgrüßen an den Bodensee.

Gäste im Haus Zach genossen nach einem Spaziergang in der Kälte die heimelige Atmosphäre.

Von Maren Panitz

Wermelskirchen. Die Auswahl an ungewöhnlichen und noch ausgefalleneren Weihnachtsgeschenken ließ die zahlreiche Besucherschar bei der 26. Kulturmesse im Ausstellungsraum des Kulturhauses staunen und wundern. Wie oft hat man denn auf Weihnachtsmärkten schon fantasievolle und farbenfrohe Haushaltsartikel aus dem kompliziert verklebten Ahornholz ausrangierter Skateboards finden können. Tischler Jan Isermann aus Sprockhövel hat sich mit seiner Kreativität eine erfolgreiche Symbiose aus persönlichem Hobby, dem Umweltschutzgedanken und seinem handwerklichen Geschick geschaffen.

„Ich bin selbst jahrelang aktiver Skater gewesen. Als Tischler fragte ich mich dann irgendwann, wie ich die zerkratzten und ramponierten alten ‚Decks‘ aus kostbarem Ahornholz sinnvoll upcyceln könnte“, erklärte er die Anfänge seiner Skateboardarbeiten. Aus diesen ersten kreativen Gedanken entstanden bis heute filigrane Kugelschreiber, handliche Flaschenöffner, Salatbestecke und sogar kunstvolle Uhren. „In meiner beruflichen Schublade als Tischler muss ich immer auf Perfektion achten, bei meiner Skaterkunst darf ich meiner Fantasie freien Lauf lassen“, beschrieb der Sprockhöveler Basaraussteller seine erfolgreichen Ambitionen.

Die Gäste strömten bereits am Samstagnachmittag in Scharen in den weihnachtlich lockenden Ausstellungsraum der Kulturmesse auf der Islandstraße. Der Duft der Waffelbäckerei und die festlichen Lichter auf den Adventsgestecken von Weihnachts-Floristin Brigitte Brand aus Wermelskirchen luden die durchgefrorenen Spaziergänger zu einer gemütlichen Kaffeepause ein. „Die frostigen Wintertemperaturen unterstützen unseren Adventsmarkt geradezu“, freute sich Veranstalter Stefan Noppenberger. „Nachdem sich die Besucher auf dem Schlossplatz beim ‚Hüttenzauber‘ kalte Füße geholt haben, genießen sie unsere warme Stube zur Verschnaufpause“, stellte der Vorsitzende des Stadtkulturverbandes fest.

Parallel zum Hückeswagener „Hüttenzauber“ auf dem Schlossplatz am zweiten Adventswochenende stellten auch in diesem Jahr wieder sechs Dekorations- und Weihnachtshandwerkerinnen und -handwerker auf der Kulturmesse im Haus Zach ihre ausgesucht stilvollen Bastelarbeiten aus. „In diesem Jahr wurde es allerdings schwierig, die Materialien zu erschwinglichen Preisen einzukaufen“, bedauerte Brigitte Brand, die ihre aufwendigen Adventskränze und Weihnachtsgestecke aus einer Vielzahl verschiedenster Natur-, Glas- und Leuchtelemente zusammenstellt.

Enkelin ist stolz auf ihre bastelfreudige Oma

Für Dekorationskünstlerin Christel Schmitz, die sich bei der diesjährigen Adventsmesse von ihren Enkelinnen Celina und Emelie vertreten ließ, stellt die Materialbereitstellung kein Problem dar. „Oma sammelt noch heute mit ihren 82 Jahren im Wald selbst die Äste und Tannenzapfen, Moose und Trockenblumen, die sie dann später in Weihnachtsfiguren und Fensterschmuck verarbeitet“, erzählte Enkelin Celina Held stolz.

Zunächst kam sowohl bei den Veranstaltern im Kultur-Haus Zach als auch bei den sechs Weihnachtshandwerkern die Befürchtung auf, dass bei der erstmaligen Zentralisierung des „Hüttenzaubers“ ausschließlich auf dem Schlossplatz die erwarteten Besucherzahlen ausbleiben könnten. Denn die Resonanz bei Spaziergängern auf der Islandstraße zu der Auslagerung des Marktes klang teilweise recht kritisch. Man vermisse die festliche Stimmung in der Altstadt und habe daher auch gar nicht so viel Spaß am Stöbern und Probieren, meinten einige Passanten auf ihrem Weg ins Schloss.

Im Nachhinein schien diese Befürchtung allerdings unbegründet. Allein das bewährte Konzept aus Kaffeekränzchen und hochwertigen Geschenkideen lockte viele Hückeswagener und auswärtige Gäste zu den „Kreativen Weihnachtsfreuden“ der längst zur Institution gewordenen Adventsmesse in der Islandstraße.

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