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2253 Fahrgäste saßen 2020 im Fahrradbus

Der Bergische Fahrradbus tourt durch die Lande. Foto: Ketz/Kreis
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Der Bergische Fahrradbus tourt durch die Lande.
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Kreis beginnt Gespräche mit den Projektpartnern über die Saison 2021 in diesem Monat.

Von Markus Schumacher

Wermelskirchen. Von Corona ließ sich der Bergische Fahrradbus nicht stoppen. Und auch die auslaufende Förderung durch das Projekt Leader soll ihn nicht bremsen. Tatsächlich berichtet die Verwaltung des Rheinisch-Bergischen Kreises von hohen Fahrgastzahlen im vergangenen Jahr – und verspricht mehr Flexibilität in diesem.

Man hat in Bergisch Gladbach genau nachgerechnet. Schließlich gab es 2020 einige Variabeln zu berücksichtigen. Der Fahrradbus war zwar am 14. März planmäßig in die Saison gestartet – aber bereits eine Woche später war schon wieder Schluss. Die coronabedingte Pause dauerte bis zum 30. Mai. Danach ging es bis 1. November weiter. „Im Jahr 2020 wurden insgesamt 2253 Fahrgäste im Fahrradbus gezählt“, steht unter dem Strich. Zum Vergleich: 2017 waren es rund 2100 in einem halben Betriebsjahr, 2018 dann 4400 und 2019 schon 4500.

Im vergangenen Jahr konnten aber eben nur 50 statt wie zuvor 75 Betriebstage angeboten werden. Hochgerechnet ergäben sich fürs vergangene Jahr rund 3300 Fahrgäste. Das wären etwa 1100 weniger als 2019. Den Rückgang kann sich die Kreisverwaltung nicht hundertprozentig erklären, es habe aber bei der Verkehrsunternehmen Verzögerungen bei den Fahrgastzählungen in den Bussen beziehungsweise bei der Übermittlung der Daten gegeben. 2020 waren jedenfalls etwa 55 Prozent der Fahrgäste als Fahrradfahrer im Fahrradbus. Der Anteil hatte 2019 noch bei 84 Prozent gelegen. Es sind also im vergangenen Jahr mehr Wanderer mitgefahren.

Bei der Tour zwischen Opladen und Marienheide waren die beliebtesten Haltestellen bei den Einsteigern: Opladen Busbahnhof mit 1106 Einsteigern, Burscheid Bhf. mit 167 und Hückeswagen Bahnhofstr. mit 133. Bei den Aussteigern am beliebtesten waren 2020: Marienheide Busbhf. 827, Hückeswagen 273 und Wermelskirchen-Neuenborn 172. Im Durchschnitt nutzen 45 Fahrgäste pro Tag den Fahrradbus.

Dass die Förderung durch Leader ausgelaufen sei, bedeute auch, dass es die Zweckbindung für die Fahrradanhänger nicht mehr gebe. Für die RVK als eines der Verkehrsunternehmen, impliziere dies nun mehr Flexibilität beim Einsatz des Fahrradbusses.

In diesem Monat steigt der Kreis in die Gespräche – per Videokonferenz – über die Saison 2021 mit den Projektpartnern ein. Da müsse es zunächst um den Betriebsstart gehen, denn März scheint ob der pandemie-bedingten Einschränkungen nicht realistisch zu sein. Der Kreis habe jedenfalls ein grundsätzliches Interesse, den Fahrradbus zu realisieren. Gesprochen werden soll auch über einen neuen Fahrplan-Flyer und mögliches Marketing 2021.

Im Wanderbus wurden im vergangenen Jahr 2665 Fahrgäste gezählt, nach 3536 Fahrgästen 2019, 4000 im Jahr 2018 und 4046 im Jahr 2017. Hochgerechnet hätte man 2020 sogar 3800 Fahrgäste gehabt. Beliebteste Haltestelle war Wermelskirchen-Eifgen mit 973 Aus- und 463 Einsteigern. Die Betriebszeiten des Wanderbusses sollen mit dem Fahrradbus abgestimmt werden. | Standpunkt

Standpunkt: Kreis setzt aufs Fahrrad

Von Markus Schumacher

markus.schumacher@rga-online.de

Busfahren ist zu Zeiten von Corona in etwa so beliebt wie Magenschmerzen. Dass der Bergische Fahrradbus aber im vergangenen Jahr trotzdem noch ordentliche Fahrgastzahlen aufweist, wertet die Verwaltung des Rheinisch-Bergischen Kreises wohl zu Recht als positives Zeichen. Und als Motivation, hier weiter verstärkt auf das Verkehrsmittel Fahrrad zu setzen. Wer kein E-Bike hat, aber trotzdem das Bergische Land auf dem Fahrrad durchfahren will, der schätzt den Fahrradbus als Angebot. Deshalb will der Kreis mit seinen Partner auch dieses Jahr wieder das Projekt anbieten – sobald es die Pandemie wieder zulässt.

Man mag es beim eisigen Blick aus dem Fenster kaum glauben: Aber in zwei, drei Wochen könnte schon der Frühling hier sein – und viele werden ihren Drahtesel aus dem Keller wuchten. Die Strecke Wermelskirchen bis Opladen ist da ein schöner Einstieg – wenn einen denn der Fahrradbus wieder zurück- und dabei den permanenten, leichten Anstieg hochbringt. Ich kenne auch einen Fahrradwitz, aber den Fahrrad ich nicht.

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