18 Granaten werden kontrolliert gesprengt

Auf dem alten Sportplatz am Asternweg wurde Munition aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Foto: Kellermann/Stadt Wermelskirchen
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Auf dem alten Sportplatz am Asternweg wurde Munition aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden.

Experten finden Panzerfäuste und Munition im Baugebiet Meisenweg

-ms- 18 Granaten aus dem Zweiten Weltkrieg sind gestern am Bebauungsgebiet Meisenweg in Dabringhausen kontrolliert gesprengt worden. Bereits seit einer Woche war der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf auf dem alten Sportplatz am Asternweg auf der Suche nach möglichen Verdachtsfeldern auf dem Areal.

„Wir haben anhand alter Luftbildaufnahmen von Ende 1944 etwa 18 Verdachtsstellen identifiziert, diese Punkte vor Ort geöffnet und genauer untersucht“, sagt Sprengmeister Marcel Biewald, der tatsächlich fündig wurde: Auf insgesamt 180 Stück Munition sind er und seine Kollegen im Erdreich in einer Tiefe von 70 Zentimetern bis drei Metern gestoßen.

„Unter anderem haben wir 79 Panzerfäuste, 40 Wurfgranaten und viel Gewehrmunition ausgegraben. Den Großteil des Fundes konnten wir allerdings bereits abtransportieren in unser Lager, wo die Munition nun auseinandergebaut wird.“

Lediglich 18 Granaten konnten nicht transportiert werden und mussten deshalb vor Ort in Dabringhausen gesprengt werden. Gefahr für die Anwohner bestand jedoch zu keiner Zeit, versichert Ordnungsamtsleiter Arne Feldmann. „Es bestand keine Notwendigkeit, die Häuser der näheren Umgebung und umliegenden Straßen bis zum Finkenweg zu räumen oder den Bereich großflächig abzusperren“, erklärt Feldmann, der mit sechs Mitarbeitenden vor Ort war, um alle Anwohner zu informieren, dass sie bitte in ihren Häusern bleiben und den Vorgaben des Sprengmeisters folgen sollen: Fenster und Türen schließen, nach Möglichkeit die Rollläden herunterlassen und sich während der Sprengung auf der entfernt liegenden Seite des Hauses aufhalten.

„Für die Sprengung haben wir ein etwa zwei Meter tiefes Loch ausheben lassen, in das die Granaten mit Sprengstoff und einer Zündleitung gelegt werden. Anschließend wird das Erdloch wieder zugeschüttet, bevor wir aus sicherer Entfernung zünden“, erklärte Marcel Biewald das Verfahren der Sprengung. Dass die Anwohner in ihren Häusern bleiben sollen, sei reine Vorsichtsmaßnahme, sagte er, „falls doch Steine fliegen sollten“, so der Sprengmeister. „Es handelt sich aber nur um Nahkampfmittel, die wir sprengen. Anders wäre es mit Splittergranaten. Da hätten wir weiträumig räumen müssen.“

Aus etwa 80 Metern Entfernung zündete der Sprengmeister, der seit 22 Jahren in seinem Job arbeitet, schließlich um 13 Uhr die Granaten. „Es gab noch nicht mal einen lauten Knall“, sagt Feldmann.

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