Wahl

16 wollen in den Seniorenbeirat

Werner Allendorf (75) ist zurzeit Vorsitzender des Seniorenbeirates.
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Werner Allendorf (75) ist zurzeit Vorsitzender des Seniorenbeirates.

Am 1. Juni wird gewählt – Neun Sitze gibt es in dem Gremium

Von Markus Schumacher und Mario Büscher

Wermelskirchen. 16 Kandidatinnen und Kandidaten haben sich für die Wahl zum Seniorenbeirat aufstellen lassen. Alle Seniorinnen und Senioren der Stadt Wermelskirchen haben nun bis zum 1. Juni 2021 die Möglichkeit, einen neuen Seniorenbeirat zu wählen.

„Der aus neun Mitglieder bestehende Seniorenbeirat vertritt die Interessen von älter werdenden Menschen gegenüber dem Rat und Verwaltung der Stadt“, erklärt die Stadt auf ihrer Homepage. „Er fördert das Miteinander von Jung und Alt und kümmert sich um viele weitere Themen des Alterns und des Älterwerdens in Wermelskirchen.“

Abgestimmt wird ausschließlich über Briefwahl

Die Wahl findet coronabedingt in diesem Jahr ausschließlich als Briefwahl statt. Wahlberechtigt für die Wahl sind 11 040 Seniorinnen und Senioren, die vor dem 1. Juni 1961 geboren wurden, die mindestens seit 1. Juni 2020 in Wermelskirchen wohnhaft und am 27 April 2021 mit Hauptwohnsitz in Wermelskirchen gemeldet sind. Ferner dürfen sie nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen und nach § 8 Kommunalwahlgesetz nicht wählen dürfen.

Brigitte Hallenberg (66)

Die Stadt teilt dazu mit: „Jede und jeder Wahlberechtigte erhält bis spätestens 8. Mai 2021 die Wahlunterlagen zugesandt.“ Die müssten am Wahltag, 1. Juni, bis spätestens 18 Uhr mit der Deutschen Post kostenfrei an die Bürgermeisterin als Wahlleiterin gesandt oder in den Briefkasten der Stadtverwaltung links vom Haupteingang (Telegrafenstraße 29-33, 42929 Wermelskirchen) eingeworfen werden. Und: „Jede und jeder Wahlberechtigte hat nur eine Stimme.“

Michael Haas (66)

Brigitte Hallenberg, 66, ist Industriekauffrau im Ruhestand. Die Einzelkandidatin arbeitet gerne im Garten, geht mit ihren Hunden Gassi und trifft sich mit Freunden. Sie ist Vorsitzende der Selbsthilfegruppe Schlaganfall Wermelskirchen.

Michael Haas, 66, reist gerne mit seiner Familie. Der Motorradfahrer kandidiert zum ersten Mal für den Seniorenbeirat. Haas ist Kaufmann im Ruhestand. Seine thematischen Schwerpunkte sind die Verkehrssicherheit, Ruhebänke, der Bürgerbus und altersgerechte Beschilderungen.

Doris Blicke (79)

Werner Allendorf, 75, war bis zum Ruhestand Bundesbahn-Betriebsinspektor. In seiner Freizeit singt, wandert und pilgert er. Allendorf ist Vorsitzender der Senioren-Union und seit fünf Jahren auch Vorsitzender des Beirats. Außerdem ist er CDU-Mitglied.

Doris Blicke, 79, ist seit 2016 Mitglied im Seniorenbeirat. Sie unternimmt gerne Busreisen und spielt Gesellschaftsspiele. Blicke ist Mitglied der WNK/UWG.

Klaus Flanhardt (79)

Klaus Flanhardt, 79, arbeitete als Dreher, Fertigungsleiter und Verwaltungsangestellter. Er verbringt Zeit mit den Enkelkindern, wandert und hält Vorträge über den Jakobsweg. Der Einzelkandidat ist Vorsitzender des Städtepartnerschaftsvereins Loches. Seit 2011 sitzt er im Seniorenbeirat, ist Vertrauensperson der Tagespflege Carpe Diem.

Klaus Giersiepen, 73, betreibt Ahnenforschung und fotografiert gerne. Der Kriminalbeamte im Ruhestand kandidiert zum ersten Mal. Vorgeschlagen wurde er vom Bergischen Geschichtsverein.

Klaus Giersiepen (73)

Ingelore Kirsten-Polnik, 74, war bei der Polizei angestellt. Heute singt und rätselt sie. Außerdem gibt sie Deutsch-Nachhilfe für Menschen aus dem Ausland und engagiert sich gegen Gewalt an Frauen. Sie ist erstmalig Kandidatin und wird von der evangelischen Kirchengemeinde unterstützt. Sie ist Grünen-Mitglied.

Ingelore Kirsten-Polnik (74)

Joachim Pistorius, 66, ist im Ruhestand und war vorher im Qualitätsmanagement tätig. Er tanzt Latein und Standard und ist Vorsitzender in einem Verwaltungsbeirat. Er ist zum ersten Mal Kandidat bei der Wahl zum Seniorenbeirat.

Joachim Pistorius (66)

Benno Klinke, 74, arbeite bis zur Rente bei der Post. Er interessiert sich für Politik, Reisen und Sport. Das SPD-Mitglied ist Trainer eines Senioren-Sportangebots. Seit 2011 sitzt er außerdem im Seniorenbeirat. Klinke will mit dem Haus Vogelsang zusammenarbeiten.

Benno Klinke (74)

Annette Lauke, 64, kandidiert zum ersten Mal für den Beirat. Die Industriekauffrau im Ruhestand engagiert sich im Weltladen der Stadt, liest und spaziert viel und besucht gerne Kulturveranstaltungen. Sie wurde vom „Haus der Begegnung“ angesprochen und aufgestellt.

Annette Lauke (64)

Heinz Jürgen Manderla, 70, ist Mitglied der FDP. Der Tiefbauingenieur im Ruhestand mag das Reisen, seine Enkel und Motorräder. Seit 2016 sitzt er zudem im Seniorenbeirat. Sein Schwerpunkt ist der seniorengerechte Verkehr.

Heinz Jürgen Manderla (70)

Rainer Ising, 70, ist selbstständiger Diplomingenieur. In seiner Freizeit fotografiert er und fährt Fahrrad. Das AfD-Mitglied kandidiert erstmalig für den Beirat. Er möchte Internetzugänge für Senioren schaffen und bei EDV-Anwendungen helfen.

Rainer Ising (70)

Jürgen Schopphoff, 78, ist gelernter Elektromeister, mittlerweile im Ruhestand. Der Einzelkandidat wandert gerne, spielt Tennis und kegelt. Im Beirat will er sich insbesondere für die Interessen der Senioren aus Dhünn einsetzen. Schopphoff ist bereits seit 2016 Mitglied im Seniorenbeirat.

Gerd Simon (69)

Gerd Simon, 69, war Maler, Lackierer und Kaufmann in leitender Position. Er engagiert sich politisch, wandert und fährt Rad. Simon ist Vorsitzender der AG 60 Plus der SPD Wermelskirchen. Für den Beirat kandidiert er zum ersten Mal.

Martina Vogt (65)

Martina Vogt, 65, ist Sekretärin in der passiven Phase der Altersteilzeit. Sie besucht in ihrer Freizeit Museen, wandert oder engagiert sich im Weltladen und der Katholischen Frauengemeinschaft. Die hat sie auch zur Wahl vorgeschlagen. Vogt kandidiert zum ersten Mal.

Wolfgang Ernhardt (76)

Wolfgang Ernhardt, 76, ist Diplomingenieur im Ruhestand. Er musiziert im Posaunenchor, spielt Golf und arbeitet im Garten. Ernhardt ist Mitglied des Bürgerforums und engagiert sich seit 2016 im Seniorenbeirat.

Jürgen Schopphoff (78)

Standpunkt

markus.schumacher@rga.de

Kommentar von Markus Schumacher

Vor der letzten Wahl zum Seniorenbeirat wurde lange gebangt, ob sie denn überhaupt stattfinden konnte. Denn elf Kandidaten sind für die Wahl nötig, 2016 erreichte man diese Anzahl aber erst kurz vor Schluss. Christiane Beyer vom Amt für Soziales und Inklusion spricht daher jetzt von einer „echten Luxussituation“. 16 Kandidatinnen und Kandidaten treten zur Wahl zum Seniorenbeirat der Stadt an, viele davon zum ersten Mal. Die neun Mitglieder des Seniorenbeirats engagieren sich nach der Wahl ehrenamtlich. Die konstituierende Sitzung ist für den 18. August terminiert. Die Mitglieder werden versuchen, über die Ausschüsse Einfluss auf die Entscheidungen der Verwaltung zu nehmen. Zum Beispiel, wenn irgendwo Bushaltestellen umgebaut oder aber Freizeit- und Weiterbildungsangebote für Senioren geschaffen werden sollen. Außerdem will der Seniorenbeirat immer der Altersdiskriminierung entgegenwirken und die Teilhabe älterer Menschen an der Gesellschaft stärken. Dabei hat der Beirat aber nur eine beratende Funktion, er kann selbst keine Entscheidungen fällen.

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