Bauarbeiten

L 101: Sperrungen zwischen Dreibäumen und Stumpf

Die Sanierung der Landstraße 101 wird mit etlichen Einschränkungen einhergehen. Der erste Bauabschnitt erfolgt zwischen Sonne und Stumpf – das betrifft auch Pantholz.
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Die Sanierung der Landstraße 101 wird mit etlichen Einschränkungen einhergehen. Der erste Bauabschnitt erfolgt zwischen Sonne und Stumpf – das betrifft auch Pantholz.

Sanierung in drei Bauabschnitten ab Ende Juni.

Von Udo Teifel

Wermelskirchen. Ein wenig entsetzt schaute der Anwohner in Stumpf schon, als er erfuhr, dass die Landstraße 101, die mitten durchs Dorf führt, ab Ende Mai wahrscheinlich für ein, wenn nicht gar zwei Monate gesperrt wird. „Wir als Anwohner sind darüber noch nicht informiert worden“, sagte er. Andere dagegen, die regelmäßig bei der Regionalverkehr Köln GmbH reinschauen, um möglicherweise etwas über Verkehrsmeldungen zu erfahren, wussten schon mehr: Dort nämlich kündigt die RVK an, ab Ende Mai etliche Haltestellen nicht mehr anzufahren. Frank Jäger aus Osminghausen ist entsetzt: „Es ist noch völlig unklar, wie der Schülerverkehr laufen soll. Die Hofschaften sind völlig abgebunden.“

Die zeitlichen Informationen auf der Homepage der RVK sind inzwischen überholt, dürften aber beim tatsächlichen Baubeginn dann mit Haltestellen, die nicht mehr angefahren werden können, zutreffen. Wie Stefan Böhm, Baustellenkoordinator des Landesbetriebs Straßen NRW, Niederlassung Rhein-Berg, bestätigte, wird die L 101 zwischen Dreibäumen und Stumpf in drei Bauabschnitten saniert. Dabei geht es nur um die Fahrbahnsanierung – nicht um den Ausbau mit Rad- und Gehweg entlang dieser Höhenstraße. Böhm: „Hier wird bis zu 50 Zentimeter die Fahrbahn ausgekoffert, um den Frostschutz zu gewährleisten.“ Der Baubeginn, wie ihn die RVK weitergibt, hat sich inzwischen um wenigstens vier Wochen verschoben. Das Projekt ist im Vergabeverfahren. Daher kann keine Aussage über die Baukosten getroffen werden, so die Pressestelle. Die Submission steht an. „Angepeilt ist ein Baustart Ende Juni.“

Um die Arbeiten gefahrlos zu ermöglichen, soll die Straße in den jeweiligen Bauabschnitten voll gesperrt werden – sie ist zu schmal für eine einseitige Sperrung.

Der erste Bauabschnitt betrifft den Ausbau von Stumpf bis Sonne. Die Ausbaustrecke wird in drei Teilabschnitte unterteilt, damit die Anwohner dort ihre Häuser oder Hofschaften erreichen (Wanderbaustelle). Zehn Wochen wird für diesen Bauabschnitt kalkuliert. Der zweite Bauabschnitt umfasst den Abschnitt von Sonne bis Habenichts und soll sich dann im Herbst anschließen – Bauzeit zwölf Wochen.

Bis zum Frühjahr ist dann Pause. Danach soll der dritte Abschnitt von Habenichts bis Dreibäumen mit Vollsperrung erfolgen – wieder als Wanderbaustelle wie zuvor, damit Zufahrten von Anwohnern ermöglicht werden. Zwölf Wochen sind hierfür geplant. Zuvor soll auf diesem Abschnitt Glasfaserkabel verlegt werden – mit halbseitiger Sperrung. Während der Vollsperrung von Sonne nach Habenichts kann man diesen Streckenabschnitt über Osminghausen und Dhünn umfahren, beim dritten Abschnitt könnte die Umleitung über Buchholzen oder Bergisch Born geführt werden. Wer von Dabringhausen kommt oder ins Dorf oder die Hofschaften muss, wird wohl über die K 18 und dann über die B 51 über Tente zur Stadt fahren. Rund 8000 Fahrzeuge fahren täglich auf der L 101.

Busverkehr wird stark eingeschränkt

In der Stadtverwaltung ist man nicht erfreut darüber, dass die Landstraße voll gesperrt werden muss. Es gebe aber keine andere Lösung, so Beigeordneter Thomas Marner. Heftig wird‘s für den Linienverkehr. Die Buslinien 263 und 265 müssen von ihren planmäßigen Wegen abweichen. Zahlreiche Haltestellen werden nicht bedient werden können, für die Schülerfahrten wird noch nach einer gesonderten Regelungen gesucht.

Die Haltestellen Arbeitsagentur, Wielstraße, Hilfringhausen, Hoffnung, Hufe, Finkelholl, Sonne, Kreckersweg, Pantholz und Stumpf entfallen. Für die Haltestelle Stumpf ist eine Ersatzhaltestelle vorgesehen (Grunewald).

Kreisstraße

Nicht nutzbar ist die K 15 über Emminghausen für eine Umleitung: Dort ist die Brücke Neuemühle noch gesperrt. Laut Kreisverwaltung handelt es sich hierbei um eine sehr aufwendige Maßnahme, da unter anderem die Brücke aufgrund der Flut-Schäden neu konzipiert wird und verbreitert werden soll. Die Planungen sollen noch dieses Jahr abgeschlossen sein, der Baustart 2023 erfolgen.

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