Verkehr

L 101: Herausforderung für Feuerwehr

Ab Stumpf wird die L 101 am Montag bis Sonne voll gesperrt.
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Ab Stumpf wird die L 101 am Montag bis Sonne voll gesperrt.
  • Anja Carolina Siebel
    VonAnja Carolina Siebel
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Am Montag beginnt die Vollsperrung – Rettungsdienst soll in Modulbauten einsatzbereit sein

Wermelskirchen. Der Landesbetrieb Straßen NRW beginnt am Montag mit der Sanierung der L 101 zwischen Stumpf und Dreibäumen. Die Straße soll während der mehrwöchigen Arbeiten wie berichtet voll gesperrt bleiben. Für viele Anwohner und Anlieger bedeutet das wie bereits berichtet Unannehmlichkeiten.

Aber auch die Feuerwehr Wermelskirchen sieht sich durch die Sperrung in den kommenden Wochen Herausforderungen gegenüber. Und Alexander Groß, der sich auf der hauptamtlichen Wache für Strategie und Taktik der Feuerwehr verantwortlich zeichnet, macht auch keinen Hehl daraus, dass man sich dort gewünscht hätte, etwas früher mit Informationen versorgt worden zu sein. Denn: Rettungsdienst und Feuerwehr benötigen freilich freie Fahrt, wenn in Dabringhausen ein Rettungseinsatz gefahren werden muss oder ein Feuer ausbricht.

„Für uns bedeutete die anstehende Vollsperrung schon in den vergangenen Wochen Hochdruck – auch personell“, berichtet Alexander Groß. Einige Kräfte des Rettungsdienstes seien vorübergehend im Hotel Große Ledder untergebracht während der Einsatzbereitschaft. „Mittelfristig sollen aber an der Mehrzweckhalle Modulbauten entstehen, in denen die Rettungskräfte dann ihren Dienst für den Bereich Dabringhausen absolvieren“, berichtet Alexander Groß. Die Anfahrtszeiten von Wermelskirchen bis Dabringhausen seien über die Umleitungen ansonsten einfach zu lang.

Stadt sucht Möglichkeitenfür Senioren

Eigentlich werde der Rettungsdienst über den Kreis abgewickelt. „Im aktuellen Fall hatten wir aber den Auftrag, das selbst zu regeln.“ Was die Feuerwehreinsätze angehe, sei die Ausrückfolge verändert worden. „Wir sehen zu, dass in den jeweiligen Bereichen immer ausreichend freiwillige Wehrleute vor Ort sind“, erklärt Alexander Groß. Das geschehe mittels einer Art GPS-System. Groß: „Man sieht nicht, wo sich der Einzelne aufhält, sondern eben nur, wie viele im betreffenden Radius verfügbar sind. Wir nutzen das schon länger, jetzt in der Ausnahmesituation nutzen wir es dann zweimal täglich.“

Ein Feuerwehrkollege sei extra dafür abgestellt, sich während der Zeit der Vollsperrung um den ständigen und direkten Kontakt zu den Bauleitern zu mühen. „Extra dafür mussten wir eine Koordinationsstelle einrichten“, sagt Alexander Groß.

Laut Straßen NRW besteht indes keine andere Möglichkeit, als die Arbeiten unter Vollsperrung der Verbindungs-Landstraße durchzuführen. Die jeweilige Umleitung werde ausgeschildert und führe über verschiedene Straßen, unter anderem die B 51 und die K 18, schreibt die Stadtverwaltung aktuell noch zur Info. Die Bauabschnitte seien jeweils in kleinere Abschnitte unterteilt, so dass die Zufahrt zu den Wohnorten der betroffenen Anlieger immer aus einer Fahrtrichtung der L 101 erhalten bleibe.

Der Busverkehr in den betroffenen Bereichen wird von der Regionalverkehr Köln GmbH (RVK) von Dabringhausen über Hilgen nach Wermelskirchen umgeleitet. „Die einzige Ausnahme ist Finkenholl, weil dieser Bereich wegen der örtlichen Begebenheiten während der Baumaßnahmen nicht angefahren werden kann“, informiert Gregor Mauel, Niederlassungsleiter der RVK.

„Wir sind dabei, vor allem für Senioren, die kein eigenes Auto haben, Lösungen zu suchen“, so Bürgermeisterin Marion Lück. „Vielleicht ist es möglich, dass Nachbarn betroffene Seniorinnen und Senioren mit nach Wermelskirchen nehmen können. Alternativ suchen wir aber gerade auch andere Möglichkeiten.“

Der Start der Baumaßnahme sei bewusst zu Beginn der Sommerferien gelegt worden, um die Verkehrseinschränkungen, besonders auch für den Schulverkehr, so gering wie möglich zu halten.

Hintergrund und Kontakt

Fragen der betroffenen Anwohner beantworte während der Bauphase Robert Irnstetter vom Landesbetrieb Straßenbau NRW, Baubüro Wermelskirchen, vorzugsweise per E-Mail an

Robert.Irnstetter
@strassen.nrw.de

oder telefonisch unter Tel. (0 21 96) 88 62 14. Die L 101 ist dringend sanierungsbedürftig. An diversen Stellen gibt es tiefe Risse im Asphalt. Laut Straßen NRW ist die Tragfähigkeit der Landesstraße langfristig nicht mehr sichergestellt.

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