Mein Blick auf die Woche

L 101: Die Kommunikation ist einfach schlecht

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anja.siebel@rga.de

Nun sind sie also gestartet, die Bauarbeiten an der L 101 in Dabringhausen.

Dass die Anwohner verunsichert und zum Teil auch verärgert sind, ist nachvollziehbar. Ist die Straße doch eine wichtige Verbindungsader zwischen den Dörfern und nach Wermelskirchen. Der zuständige Landesbetrieb Straßen NRW hätte aber sicher manchen Ärger verhindern können, wenn er sich frühzeitig mit den Sorgen und Nöten der Anwohner und Anlieger auseinandergesetzt hätte. Ob es der Ortslandwirt ist, die Unternehmer in Stumpf und der Dabringhauser Dorfmitte, Pflegedienste oder die Feuerwehr. Sie beklagen fast unisono die nahezu fehlende Kommunikation im Vorfeld der Bauarbeiten. Immerhin haben zumindest jene, die im Bereich Kreckersweg und Stumpf wohnen, jetzt einen Kontakt zur zuständigen Baufirma. Um zu erfahren, zu welcher Seite sie ihr Grundstück am jeweiligen Tag anfahren dürfen. Das ist ja keine unwichtige Information. Immerhin gibt es auch eine Vereinbarung mit der Feuerwehr, die Teile ihres Rettungsdienstes jetzt an die Große Ledder verlegt hat, um einsatzfähig zu bleiben. Aber Informationen hätten viel früher fließen müssen und es wäre auch wichtig gewesen, Aspekte zu bedenken, die sich zum Teil jetzt erst zum Problem entwickeln. Zum Beispiel, dass – wie die SPD-Fraktion zum Ende der Woche anmerkte – die Anwohner zwischen Dabringhauser Straße und Finkenholl jetzt wegen der Umleitungsfahrt der Buslinie 263 über Hilgen gar nicht mehr die Möglichkeit haben, mit dem Bus in die Stadt zu kommen. Ohne eigenen Pkw wird das dann zur Herausforderung, gerade für ältere, eher immobile Menschen. Es gibt aber auch andere Probleme, die vorher nicht oder nur wenig beachtet und besprochen wurden. Schade ist auch, dass die Anregung, eine Anwohnerfragestunde zu machen, erst von einem Anwohner kommen musste. Die Fragestunde fand dann vor nicht einmal zwei Wochen statt – allerdings ließen sich da die meisten Anregungen der Betroffenen schon gar nicht mehr umsetzen. Inklusive des Vorschlags, eine Vollsperrung zu umgehen. Straßen NRW bleibt bei dem Argument, dass es ohne Vollsperrung nicht geht und führt dazu vor allem arbeitsschutzrechtliche Gründe an. Das mag so sein; gerade dann hätte es aber einer besseren Betreuung der Betroffenen bedurft. Ohne die Kulanz der Baufirma, die bereitwillig ihre Kontaktdaten herausgegeben hat, stünden vor allem die, die direkt im Bereich der Baustelle wohnen, ziemlich im Regen. Das ist unnötig.

TOP Schon 18 Mobilstationen im Kreis.

FLOP Das Hallenbad könnte bei weiter steigenden Energiepreisen dauerhaft schließen. Die Stadt prüft gerade Alternativen.

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