Zweitältester Spieler gewinnt die Stadtmeisterschaft

Beim Pöhlsches Schieten müssen die Scheiben nah am Klotz landen. Die Senioren treffen sich immer im Stadtpark. Foto: Roland Keusch
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Beim Pöhlsches Schieten müssen die Scheiben nah am Klotz landen. Die Senioren treffen sich immer im Stadtpark.

Pöhlsches Schieten am Seniorentreff im Stadtpark

Von Valeria Schulte-Niermann

Fast überall sieht man junge Menschen Holzstäbe, Säcke oder Bälle werfen. Insofern liegen auch die Remscheider Senioren mit dem Pöhlsches Schieten irgendwie im Trend. Am Mittwochnachmittag traten sie beim Pokalendspiel der Stadtmeisterschaft an.

Mit flachen Metallscheiben werfen die Spieler aus acht Meter Entfernung auf einen kleinen Pfahl, auf dem Münzen liegen. Das Ziel ist, ihn umzuwerfen und mit der eigenen Scheibe so nah wie möglich daneben zu liegen. Wer später wirft, hat Vorteile: Er kann auf andere Scheiben werfen und diese somit aus dem Spiel nehmen.

„Es sind Leute dabei, die können das gut und manche, die lernen es nie”, sagt Bezirksbürgermeister Otto Mähler. Er hat vor 20 Jahren das Spiel wiederbelebt. Um 1900 muss es entstanden sein. Bergische Schmiede hätten es in ihren Pausen gespielt.

Elf Spielberechtigte traten gegeneinander an. Also nur Teilnehmer, die eine Saison lang bei den Treffen dabei waren. Zu Gast waren noch Freunde aus Frankreich. „Die lieben das Bergische. Sie spielen das Spiel in ähnlicher Form in der Bretagne”, sagt Mähler. Wie jedes Jahr zum Pokalspiel waren auch Gäste der Volksbank zu Besuch.

Mit einem dreifach kräftigen „Plätt aff, plätt aff, plätt aff” übergab Andreas Otto, Vorstandschef der Volksbank im Bergischen Land, den Pokal an Herbert Gerhartz. Der mit 87 Jahren zweitälteste Spieler der Runde hat nicht mit einem Sieg gerechnet „Ich war immer gute Mittelklasse.“ Das Gewinnen steht beim Spielen aber gar nicht so sehr im Vordergrund. „Es geht um Gemeinschaft und den Spaß an der Sache”, erklärt Otto Mähler. Nach der Pokalübergabe machen es sich die Spieler noch bei Kaffee und Schnittchen im Seniorentreff gemütlich. „Aber nicht so lang, wir sind ja schon alt und müssen noch nach Hause”, sagt Otto Mähler.

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