Wegen Corona

Polizei und Ordnungsdienst arbeiten wieder stärker zusammen

Nicht nur bei großen Veranstaltungen sind der kommunale Ordnungsdienst und die Polizei auf Doppelstreife.
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Nicht nur bei großen Veranstaltungen sind der kommunale Ordnungsdienst und die Polizei auf Doppelstreife.

Es wird gemeinsame Sprechstunden für Bürger geben.

Von Michelle Jünger

Remscheid. Vor der Pandemie sah man Außendienstler des Ordnungsamtes häufiger mit Polizistinnen und Polizisten auf Tour in der Innenstadt. Der Ausbruch der Pandemie setzte dem, wie auch vielen anderen Kooperationen ein jähes Ende. Zumindest nach außen hin.

Denn auch während der Pandemie hätten die Verantwortlichen bei Stadt, Ordnungsamt und Polizei stets eng zusammengearbeitet, sagt Rechtsdezernentin Barbara Reul-Nocke (CDU).

„Statt in Präsenz hatten wir die Besprechungen online“, fügt sie hinzu. Allerdings wurden einige Projekte auf Eis gelegt, wie die gemeinsame Sprechstunde, die im Allee-Center angeboten werden sollte. Dort sollten sich Bürger direkt mit ihren Anliegen an die Polizei oder das Ordnungsamt wenden können.

Auch entfielen beispielsweise gemeinsame Begehungen für die Verkehrsregelungen und -sicherheit. Verkehrsexpertinnen und -experten der Polizei und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ordnungsamtes stimmten sich telefonisch ab, so gut es ging. Normalerweise wären sie unter anderem mit dem Bus gefahren, um die Lage vor Ort einschätzen zu können, so Arndt Liesenfeldt, Leiter des Ordnungsamtes.

Während der Pandemie fielen vor allem Einsätze wegen Verstöße gegen aktuelle Corona-Vorschriften in die Arbeitsbereiche der Teams. Da aber mit dem Sommer auch wieder das Leben und große Veranstaltungen kämen, würde auch die Kooperation für Remscheids Bürgerinnen und Bürger wieder ersichtlich. Allein die vielen Großevents wie das Weinfest in Lennep in den kommenden Wochen erforderten intensive Zusammenarbeit und Präsenz der beiden Institutionen.

Gemeinsame Sprechstunden und Patrouillen sollen anlaufen

„Wir sind aber ein eingespieltes Team, da greifen automatisierte Abläufe“, so Liesenfeldt. Auf der dienstlichen Ebene habe die Zusammenarbeit aufgrund angemeldeter Demos oder Ähnlichem aber zu keiner Zeit nachgelassen.

Die Bürgersprechstunden könnten im Spätsommer Realität in Remscheid werden. Barbara Reul-Nocke sagt, dass alle Beteiligten, unter anderem auch der Polizeipräsident, sich einig seien, dass das Projekt „Gemeinsame Sprechstunde“ wieder aufgenommen werden sollte. „Wir wollen auch mehr in die Stadtteile gehen. Im Moment denken wir da an einen Infostand auf den verschiedenen Wochenmärkten“, führt sie an.

Ansonsten würden Polizei und Ordnungsamt auch wieder vermehrt gemeinsam auf Patrouille gehen. Bei den gemeinsamen Streifen gehe es mitunter darum, voneinander zu lernen und gleichzeitig Ansprechpartner für Anliegen oder aufkommende Probleme zu sein. „Die Teams haben dabei aber auch immer Themen auf dem Zettel, die sie kontrollieren oder beobachten“, fügt Liesenfeldt hinzu. Sie liefen nicht einfach nur gemeinsame Runden durch die Stadt.

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