Programm

Zukünftig keine Förderungen mehr für „Sprach-Kitas“

Kita-Leiterin Helena Stoumpos hofft auf weitere Förderung des Bundesprogrammes „Sprach-Kitas“.
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Kita-Leiterin Helena Stoumpos hofft auf weitere Förderung des Bundesprogrammes „Sprach-Kitas“.

Bundesprogramm soll Ende des Jahres auslaufen.

Remscheid. Durch Bundesprogramm „Sprach-Kitas“ sollen Kindergärten mit vielen Kindern mit Migrations- oder Flüchtlingshintergrund bei der Sprachförderung unterstützt werden. Durch das Programm werden unter anderem Fachkräfte finanziert, die in einer Kindertagesstätte für sprachliche Übungen in Kleingruppen fest angestellt sind.

Zum Jahresende soll das Programm nach den Plänen der Ampel-Koalition auslaufen. Allein in NRW würden damit 1500 Stellen wegfallen. Eine dieser Stellen gehört zur Kindertagesstätte St. Marien an der Wilhelmstraße. Mit 25 000 Euro im Jahr wird die Fachkraft dort bislang gefördert, sagt Helena Stoumpos, die Leiterin. Mit dem Verlust dieser Fachkraft gehe viel Wissen verloren, das sie jetzt aktiv nutzten.

„Durch die Fachkraft erhalten auch die Erzieherinnen und Erzieher, aber auch die Eltern mehr Wissen. Alle profitieren davon und können es anwenden“, fügt Stoumpos hinzu. Die Eltern bekämen bei Eintritt in die Kita auch eine Informationsmappe, die viel genutzten Metacom-Karten würden dort auch erklärt. Die Karten zeigen Tätigkeiten oder auch Gegenstände, mit denen Kinder zunächst ohne Worte kommunizieren können. Laut Helena Stoumpos falle den Kindern so der Zugang zur zunächst fremden Sprache leichter.

Auf städtischer Seite gibt es keinen Kindergarten, der an dem Projekt „Sprach-Kita“ teilnimmt. Die teilnehmenden Kindergärten gehören alle zu privaten Trägern. Allerdings gebe es beispielsweise das Programm „plusKita“ vom Land, welches recht ähnlich strukturiert sei und an dem viele der städtischen Kitas teilnähmen, so Kerstin Biedebach von der Fachberatung für städtische Kindertageseinrichtungen.

Sprachförderung sei zudem vor allem im Alltag integriert und brauche keine Extra-Angebote. Von Stadtseite könne man zudem wenig tun, um das Programm zu erhalten. „Die Sprachförderung wird aber nicht unter den Tisch fallen und aufgefangen werden“, sagt sie mit Verweis auf andere Förderprogramme.

Die Junge Union Remscheid plädiert derweil für den Erhalt der Finanzierung der „Sprach-Kitas“. In einer Pressemitteilung erklärte der Kreisvorsitzende Fabian Knott: „Wenn bei der frühkindlichen Bildung in der Kita gespart wird, werden schon bei der Einschulung Defizite deutlich sein und sich über die gesamte Schullaufbahn fortsetzen.“ -mj-

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