Ziel: Trasse soll für Fußgänger und Radler sicherer werden

Polizei und Verkehrswacht warben bei Bergisch Born für mehr Rücksichtnahme der Trassennutzer untereinander. Foto: Michael Schütz
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Polizei und Verkehrswacht warben bei Bergisch Born für mehr Rücksichtnahme der Trassennutzer untereinander. Foto: Michael Schütz

Gemeinsame Informationsaktion von Polizei und Verkehrswacht

Von Sabine Naber

„Bitte halten Sie doch einen Moment an“, stoppte Hauptkommissar Erich Klick aus dem Oberbergischen Kreis eine Fahrradfahrerin, die gestern Vormittag auf der Balkantrasse in Bergisch Born, am Abzweig zur Trasse nach Hückeswagen unterwegs war. Er erklärte ihr, dass man sich in einer Gefahrensituation ganz automatisch am Lenker festhält: „Schlimmstenfalls fliegt man bei einem Unfall über den Lenker. Mit dem Kopf nach vorne. Das endet nicht gut.“ Keinesfalls wolle er ihr den Spaß am Radfahren nehmen, sie aber auch an ihre Vorbildfunktion erinnern.

In Kooperation mit dem Rheinischen- und dem Oberbergischen Kreis sowie der Verkehrswacht hatte die auch für Remscheid zuständige Abteilung Verkehrsprävention des Wuppertaler Polizeipräsidiums Zelte an der Trasse aufgebaut; informierte und beriet Fahrradfahrer, Fußgänger oder auch Hundehalter.

„Wir stehen hier, weil wir die Sicherheit auf der Trasse erhöhen wollen. Egal, ob es um die Beleuchtung am Fahrrad, das Thema Helme oder auch um andere Dinge rund ums Fahren auf der Trasse geht“, erklärt Polizist Michael Wenner von der Verkehrsprävention. Ziel ist es, die Trassennutzer zur Rücksichtnahme zu motivieren. Denn die Aktion trägt einmal mehr die Überschrift: „Gemeinsam auf der Trasse, aber sicher.“

Schon am frühen Morgen hatte Wenner einen Fußgänger angesprochen, der auf der rechten Seite ging. „Auf meine Frage, warum er das tut, meinte er, dass er sich darüber gar keine Gedanken gemacht habe. Als ich ihm vorschlug, die andere Seite zu benutzen, weil er dann sieht, wer ihm entgegenkommt, gab er mir recht.“

Die Aktion findet acht Mal in den Sommerferien statt

Auch drei Mountainbiker – Wenner beschrieb sie als jung und kräftig – habe er angehalten. „Sie fuhren, wie die meisten anderen Mountainbiker auch, zu schnell. Sie wissen meist nicht, dass sie sich nach den gleichen Vorschriften wie die Autofahrer richten und ihre Geschwindigkeit den Fußgängern anpassen müssen.“

Dass es manchmal gar nicht so einfach ist, rechtzeitig einem Hindernis auszuweichen wie Kindern oder Hunden, das macht Bernd Schäfer von der Verkehrswacht deutlich: „Deshalb werben wir hier dafür, sich sichtbar zu machen. Neonjacken sind beispielsweise nicht zu übersehen, auch nicht bei Dunkelheit.“

Mit Markierungen wurde angezeigt, wie lang der Bremsweg ist, wenn man 25 oder 50 Kilometer schnell fährt. „Wer sich beispielsweise ein Pedelec kauft – es bietet nur dann Motorunterstützung, wenn der Fahrer in die Pedale tritt – sollte sich vorher aufklären lassen, wie das funktioniert. Das bewahrt vor Unfällen“, ist Schäfer sicher.

Achtmal stehen Polizei und Verkehrswacht in den Sommerferien an der Trasse. „Das geht nur in den Ferien, wenn die Trassenbenutzer auch Zeit für ein Gespräch haben“, so die Erfahrung der Polizisten.

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