Reinshagen

Zerstörungswut belastet die Pfadfinder

Zum vierten Mal innerhalb von zwei Jahren wurde der Schaukasten der Pfadfinder demoliert.
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Zum vierten Mal innerhalb von zwei Jahren wurde der Schaukasten der Pfadfinder demoliert.
  • Frank Michalczak
    VonFrank Michalczak
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In Reinshagen schlugen Unbekannte erneut den Schaukasten ein – Es war der vierte Vorfall in zwei Jahren

Remscheid. Die Pfadfinder in Reinshagen klagen über große Zerstörungswut: Zum vierten Mal innerhalb von zwei Jahren demolierten Unbekannte ihren gläsernen Schaukasten. „Mit brachialer Gewalt“, wie Cornelia Hoffmann erklärt.

Sie gehört dem Vorstand des Freundeskreises evangelischer Pfadfinder Grafen von Berg an – einem eingetragenen Verein, der sich der Jugendarbeit in der Natur verschrieben hat. Dreh- und Angelpunkt der Aktivitäten ist sein Heim in der Nähe der Halle West. Gegenüber der Sportstätte befindet sich auch der Schaukasten der Initiative.

Diesen hatte Cornelia Hoffmann am Samstagabend mit österlichen Motiven dekoriert. Als sie etwa 24 Stunden später nach dem Rechten schauen wollte, stellte sie die massive Beschädigung fest. „Dazu war eine große Kraftanstrengung nötig“, sagt sie: „Es handelt sich um Verbundglas.“

Auf dieses stabile Material setzen die Pfadfinder, nachdem es seit Februar 2019 immer wieder zu Zerstörungen gekommen war. Doch nicht allein die Sachbeschädigung sei bedrückend, sondern auch die Ungewissheit, wer dahinter steckt. „Denn auf Diebesgut hat es der Täter wohl nicht abgesehen“, erklärt Cornelia Hoffmann, die sich nicht erklären kann, wer etwas gegen die Pfadfinder-Bewegung haben könnte.

Ungewöhnlich sei es, dass der oder die Täter ausgerechnet jetzt wieder zugeschlagen haben – in einer Phase, in der die Sporthalle West als Impfzentrum dient. „Dort herrscht doch reger Betrieb“, hat Cornelia Hoffmann beobachtet.

Sie erstattete umgehend Anzeige bei der Polizei. Deren Sprecherin Hanna Meckmann bedauert, dass ihre Kollegen keinerlei Hinweise auf die Täter vorfanden. „Es fehlen individuelle Spuren“, erklärt sie und bittet Zeugen, sich zu melden.

Remscheid: Corona-Pandemie erschwert die Jugendarbeit

Der Vorfall ereignete sich in einer Zeit, in der auch das Pfadfinder-Leben durch die Corona-Pandemie erschwert wird. Die rund 50 Mitglieder halten dem eingetragenen Verein aber die Treue, sagt Cornelia Hoffmann. Bei der Kontaktpflege zu den Jugendlichen helfe das Internet.

„Unsere Online-Gruppenstunden kommen sehr gut an“, berichtet sie. Bedauerlich sei es aber dennoch, dass die Pfadfinder ihre Traditionen nicht so wie gewohnt pflegen können. Höhepunkt im Jahreskalender sei stets das Sommerlager, das bereits 2020 ausfallen musste. Auch in diesem Jahr werde es keine Reise geben. „Eventuell können wir aber in Kleingruppen unser Vereinsgelände in Reinshagen nutzen. Das wäre dann ein Daheim-Lager“, hofft Cornelia Hoffmann auf ein Freizeitangebot in den Sommerferien. Hinweise zur Tat, Tel. (0202) /2840

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