Telekom will Gas geben

Zehn Schulgebäude gehen ans Glasfasernetz

Soll in den Sommerferien den Anschluss an das Glaserfasernetz erhalten: das Käthe-Kollwitz-Berufskolleg in der Freiheitstraße. Foto: Roland Keusch
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Soll in den Sommerferien den Anschluss an das Glaserfasernetz erhalten: das Käthe-Kollwitz-Berufskolleg in der Freiheitstraße.

Telekom will in den Sommerferien Gas geben und den Breitbandausbau vorantreiben.

Von Andreas Weber

Remscheid. 30 der geplanten 127 Kilometer Tiefbau realisiert, 450 von 3617 Gebäuden an das Glasfasernetz angeschlossen. Das sind die aktuellen Zahlen, die der Stadt Remscheid von der Telekom zum stockenden Breitbandausbau vorliegen. Sie dokumentieren, dass die Ausbaugeschwindigkeit mittlerweile langsam zunimmt.

Bei einem Krisengespräch zwischen Stadtspitze und der Telekom wurde vereinbart, dass in den Sommerferien zehn Schulen verkabelt und in Betrieb gehen sollen: Leibniz-Gymnasium, die Grundschulen Reinshagen, Kremenholl, Menninghausen, die Heinrich-Neumann-Schule mit den Standorten Engelbert- und Gewerbeschulstraße, die Rudolf-Steiner-Schule, die AvH-Realschule, das Käthe-Kollwitz-Berufskolleg mit Hauptgebäude und Dependance Tersteegenstraße. Dazu gesellt sich die Akademie für kulturelle Bildung in Küppelstein. „Auch alle anderen Schulen sollen dieses Jahr ans Netz gehen können“, betont Christian Marré, Breitbandkoordinator der Stadt.

„Sehr sorgfältig neue Unternehmen für die Tiefbauarbeiten in Remscheid gesucht und gefunden.“

Presseerklärung der Telekom

Nachdem im Juni alarmierende Zahlen über den mangelnden Baufortschritt in die politischen Gremien gelangt waren, hatten sich Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz sowie die Dezernenten Peter Heinze und Barbara Reul-Nocke mit dem Konzernbevollmächtigten der Telekom Region West, Dr. Frank Schmidt und Jens Bammann, dem Leiter der Technikniederlassung West, zusammengesetzt, die Hintergründe des Ausbaurückstandes diskutiert und Folgerungen gezogen.

In einer gemeinsamen Presseerklärung räumte die Telekom ein: „Wir waren mit der Ausbaugeschwindigkeit unzufrieden und haben sehr sorgfältig neue Unternehmen für die Tiefbauarbeiten in Remscheid gesucht und gefunden.“

Remscheid: Fertigstellung bis August 2022 wird sich nicht halten lassen

In Verzug war das digitale Großprojekt geraten, weil Tiefbauer oder deren Subunternehmer, die im Auftrag der Telekom arbeiten sollten, ihren Aufträgen nicht nachgekommen waren, schlecht oder langsam gearbeitet hatten. Es dauerte aber, ehe die Telekom rechtlich aus den Verträgen rauskam. Nun wird ein neuer Anlauf gemacht.

Der Breitbandausbau in Remscheid kostet 18,7 Millionen Euro, je zur Hälfte bezahlt von Bund und Land. Der Vertrag mit der Telekom für den Ausbau wurde im September 2019 unterzeichnet. Bis August 2022 sollen rund 248 Kilometer Leerrohre und 938 Kilometer Glasfaserkabel verlegt werden, dafür sollen 127 Kilometer Tiefbauarbeiten durchgeführt werden, um mehr als 6000 Haushalte, etwa 700 Gewerbebetriebe und 37 Schulen anzuschließen.

Ob der Breitbandausbau im Sommer Fahrt aufgenommen hat, wird der Hauptausschuss am 26. August erfahren. Dann, so kündigt Christian Marré an, werde die Stadt aktualisierte Zahlen der Telekom präsentieren. Die Fertigstellung bis zum vereinbarten Termin wird sich freilich nicht halten lassen. „Das Ziel werden wir nicht erreichen, aber das ist bei ähnlichen Projekten in anderen Städten genauso. Niemand schafft es in der Zeit“, erklärt Christian Marré. Wichtig sei, dass die Verzögerungen rechtzeitig beim Fördergeber Bund und Land angezeigt würden.

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