Sichere Großstadt

Zahl der Einbrüche bleibt in Remscheid niedrig

Polizeioberrat Thomas Book leitet seit 2018 die Polizeiinspektion Remscheid. Archivfoto: Roland Keusch
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Polizeioberrat Thomas Book leitet seit 2018 die Polizeiinspektion Remscheid.

Corona wirkt sich auf die Arbeit der Polizei aus.

Von Sven Schlickowey

Remscheid. Die im ersten Corona-Lockdown gesunkenen Einbruchszahlen bleiben in Remscheid weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Davon ist Thomas Book, Leiter der Polizeiinspektion Remscheid, überzeugt. Zwar gebe es bisher noch keine verlässlichen Zahlen, sagt Book. „Aber die Tendenz sieht so aus, dass das auch weiterhin so ist.“ Ohnehin gelte Remscheid als eine der sichersten Großstädte Deutschlands.

Vermutlich weil die Menschen im Frühjahr in der ersten Hochphase der Pandemie vermehrt zu Hause waren, im Homeoffice oder mangels Freizeitangebote, waren insbesondere die Zahl der Wohnungseinbrüche deutlich gesunken. Landesweit von Anfang März bis Ende April um fast 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie das NRW-Innenministerium damals meldete. „Wir gehen davon aus, dass die ohnehin geringen Zahlen weiterhin so niedrig bleiben“, sagt Thomas Book heute.

Remscheid: Zahl der Wohnungseinbrüche deutlich gesunken

Durcheinander bringen dürfte die Statistik allerdings eine Einbruchsserie im Spätsommer, bei der in Kitas, Schulen, Vereinsheime und Jugendzentren eingebrochen wurde. Die Polizei habe einen Tatverdächtigen ermittelt, der seither in Untersuchungshaft sitzt, berichtet Book. „Vermutlich werden einige der Fälle aufgeklärt werden.“

Die gesunkenen Einbruchszahlen sind nicht die einzigen coronabedingten Veränderungen im Polizeialltag. Zwar sei man nach dem zwischenzeitlich eingeführten System mit Zwölf-Stunden-Schichten, um Kontakte unter den Kollegen zu reduzieren, wieder zum normalen Dienstbetrieb zurückgekehrt, sagt Thomas Book. Trotzdem achte man natürlich nach wie vor auf den Infektionsschutz. So wurden den Bezirksdienstbeamten zum Beispiel feste Fahrzeuge zugeordnet, um Kontakte bei der Übergabe zu vermeiden. Zudem gelten die üblichen Hygiene- und Abstandsregeln. Zumindest da, wo das möglich ist. Denn im Zweifel müssen die Beamten zupacken, zum Beispiel bei Festnahmen.

Weiterhin gelte der Aufruf der Polizei, Anzeigen, wenn möglich online statt in der Dienststelle zu erstatten, sagt Thomas Book, der aber auch betont: „Wir schicken niemanden weg.“ Wer aber nicht warten möchte, den weise man auf die Internetwache der Polizei NRW hin.

Allerdings nicht, ohne die Personalien aufzunehmen und sich den Vorgang kurz schildern zu lassen. So stelle man sicher, dass man in Fällen, in den sofort gehandelt werden müsse, ohne Zeitverzug helfen könne, sagt Book. Außerdem überprüfe man, ob auch wirklich online eine Anzeige erstattet werde. „Sonst telefonieren wir da zeitnah hinterher.“ Schließlich soll trotz Corona nichts unter den Tisch fallen.

Mit einem Großaufgebot an Fahrzeugen und Einsatzkräften zog die Polizei in der Nacht zu Dienstag zahlreiche Autofahrer aus dem Verkehr.

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