Sportausschuss

Vereine verzeichnen doch keine Einbußen bei den Fußballteams

Zwei der 99 Mannschaften in Remscheid: VfB Marathon und SG Hackenberg in einem Kreisliga A-Spiel im August.
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Zwei der 99 Mannschaften in Remscheid: VfB Marathon und SG Hackenberg in einem Kreisliga A-Spiel im August.
  • Andreas Weber
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Die Stadt legte eine Statistik vor. Demnach sank die Zahl der Mannschaften unter 100. Doch nachträgliche Meldungen veränderten das Bild nun wieder.

Remscheid. Die Zahl 99 schreckte die zwölf fußballtreibenden Vereine in Remscheid auf. Die Fußballteams im Meisterschaftsbetrieb erreichen laut den Recherchen des Sportamtes 2022/23 einen langjährigen Tiefststand, wie der RGA gestern meldete. Die Erhebung war aber unvollständig. Sie basiert auf den Internet-Angaben bei www.fußball.de.

BV 1910-Geschäftsführer Berthold Fahl rechnete nach und stellte fest, dass der Fußballkreis Remscheid zum Beispiel die D-Jugend-Teams in Remscheid zum Zeitpunkt der städtischen Recherche noch nicht alle gelistet hatte. Allein durch später erfasste Teams ergäben sich elf Mannschaften mehr in Remscheid. „Damit wären wir bei 110 und auf dem Stand von 2021/22“, meint Fahl. Und beim BV 1910 in Neuenkamp kommt jetzt noch eine Bambini II hinzu.

Da es solche Zuwächse bestimmt auch bei anderen Vereinen gäbe, sei davon auszugehen, dass die Zahl höher sei und möglicherweise an die Werte von 2020 und 2020 heranreiche, vermutet Fahl. Er weist auch daraufhin, dass bei der städtischen Sportentwicklungsplanung die Alten Herren nicht berücksichtigt sind. Beim BV 1910 sind die Senioren besonders stark vertreten. Auch Betriebssportmannschaften sind nicht explizit ausgewiesen.

Insgesamt, bezweifelt Fahl, dass es durch Corona einen Abwärtstrend gab. Bei seinem Verein kann man dies jedenfalls nicht behaupten. Anfang 2018 stand der BV 1910 bei 171 Mitgliedern, jetzt sind es 315. AWe

Unser Artikel vom 31. August: Zahl der Fußballteams sinkt in Remscheid unter 100

Remscheid. Erstmals seit Jahren fällt die Zahl der gemeldeten Fußballmannschaften in Remscheid unter 100. Dies geht aus einer Statistik des Sportamtes hervor. In der Saison 2022/23 sind 99 Teams für den Spielbetrieb gemeldet. Die meisten stellen TV Hasten mit 19, gefolgt vom SSV Bergisch Born (16), der SG Hackenberg und TS Struck (je 11), FC Remscheid (9), SpVg. Remscheid und BV 1910 (je 7), SC Ayyildiz und TuRa Süd (je 6), VfB Marathon (5).

Nur eine Mannschaft stellen der FC Klausen (1. Männer in der Kreisliga B) sowie Türkiyemspor (1. Männer in der Kreisliga B). Der Spitzenwert in der vergangenen Dekade wurde 2018/19 mit 139 Mannschaften erreicht, in der Corona-Zeit sank der Wert auf 120 (2019/20) und 124 (2020/21). Die Betriebssport-Fußballer sind dabei nicht eingerechnet.

Der Trend sei durch die Pandemie verschärft worden, mutmaßt die Stadtverwaltung. Im Sportausschuss, wo die Zahlen vorgestellt wurden, nannte Jens Nettekoven (CDU) einen weiteren Grund: den noch nicht vollzogenen Wechsel von Asche auf Kunstrasen in Hackenberg und Neuenkamp. Vorsorglich ermahnte Nettekoven die Stadt: „Sinkende Zahlen sind zwar ein Alarmzeichen, aber kein Anlass, Sportstätten zu schließen.“

In Hackenberg läuft die Umstellung. Die Erneuerung des bestehenden Kunstrasens ist abgeschlossen, die Bauarbeiten am ehemaligen Tennenfeld liegen – laut Stadt – im Plan, mit der Fertigstellung sei Ende Oktober/Anfang November zu rechnen. Die Anlage wird teurer. Zu den 1,575 Millionen Euro waren 200 000 Euro für die Sanierung des bestehenden Kunstrasens gekommen, mittlerweile verteuerte sich die Gesamtmaßnahme um noch mal 105 000 Euro.

Remscheid: Sportplatz Hackenberg könnte im November fertig sein

Maßgeblich verantwortlich, so die Stadt, seien Mehrkosten für die Arbeiten an der Kunststofflaufbahn, den Sportplatz- und Wegearbeiten, der Entwässerung und Erdarbeiten. „Die ohnehin angespannte Lage in der Baubranche wird durch den Krieg in der Ukraine verschärft“, bemerkt die Stadt. Auch die Kosten für die Beleuchtung mussten um 26 186 Euro nach oben korrigiert werden. Unter dem Strich addieren sich für Hackenberg 1,880 Millionen Euro.

Eine Prognose für die Sportanlage Neuenkamp gibt es hingegen nicht. In der Vorlage für den Schulausschuss heißt es, dass die Stadt dem RSV als Eigentümer Anfang Juni den Vertragsentwurf zugesandt habe. Zustimmen muss die Delegiertenversammlung des Vereins. Auf Wunsch des RSV und des dort beheimateten BV 10 sollen nach Erwerb des Platzes durch die Stadt zwei Flächen im Rahmen von Gestattungsverträgen für sportliche Zwecke als Ergänzungsangebot der beiden Vereine zur Verfügung gestellt werden. Damit würden perspektivisch die Angebote sinnvoll aufgebaut, die u. a. auch als Planungsentwurf im Rahmen des Förderantrags Investitionspakt Sport bei der Bezirksregierung Düsseldorf vorgestellt wurden, findet die Stadt.

Nach dem Erwerb können die Altlasten in Neuenkamp entsorgt werden. Die Stadt weist ausdrücklich daraufhin, dass die Entsorgung kontaminierten Flächen bereits in der Vorplanung äußerst arbeitsintensiv ist und die Ausführung anhand der strengen Richtlinien gut vorbereitet sein muss.

Planung

Die Statistik, wie viele Mannschaften in Remscheid auf den Sportplätzen spielen, erhebt das Sportamt jedes Jahr. Sie dient, wie Sportdezernent Thomas Neuhaus, im Sportausschuss verdeutlichte, der Planung. „Für die Entwicklung der Sportflächen brauchen wir Informationen.“ Die wird es nicht nur für die Fußballplätze draußen geben, sondern in einem nächsten Schritt auch für die Hallenbelegung.

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