Selbstversuch

Yoga-Festival: Bewusst den eigenen Körper wahrnehmen

Yoga-Festival in Sporthalle West in Reinshagen: Petra Dellweg (rechts) war eine der Kursleiterinnen. Foto: Doro Siewert
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Yoga-Festival in Sporthalle West in Reinshagen: Petra Dellweg (rechts) war eine der Kursleiterinnen.

Anfänger und Fortgeschrittene beim Workshop in der Halle West.

Von Lina Petzel

Das Yoga-Festival lockte viele Remscheider in die Sporthalle West. Sowohl Anfänger wie Fortgeschrittene nahmen an den offenen Workshops über den ganzen Samstag teil. Als Yoga-Einsteigerin entschied ich mich als RGA-Reporterin für Fitness Yoga, geeignet auch für Teilnehmer ohne Yoga-Erfahrung. Die Fitnesslehrer Mila Siebert und Holger Marx leiteten den Workshop.

Die meisten Teilnehmer stiegen nicht wie ich neu in die Welt des Yogas ein. Lisa Kopka erlebte das vorherige Vinyasa-Yoga bei Heike Schommler mit. „Ich war in Neuseeland und habe Yoga am Strand für mich entdeckt“, erzählt die Besucherin. Seit ihrem Auslandsaufenthalt habe sie im Fitnessstudio weitergemacht und macht Yoga alleine zuhause. „Du bist mit deinen Gedanken bei dir. Du bist dein eigener Lehrer“, leitet Yoga-Lehrer Holger Marx ein.

Die Ausgangsposition der Stunde ist der Schneidersitz, die Hände auf den Oberschenkeln ruhend. „Wir beginnen damit, dass wir uns verwurzeln“, erklärt Marx. An diesem Punkt macht sich bereits bemerkbar, wie ich mich immer mehr auf den eigenen Körper konzentriere. Fitness Yoga fordert Ruhe und Spannung. Mit beruhigender Stimme begleiten die Lehrer die Übungen, wodurch die Entspannung noch intensiver wird. Die Atmung spielt eine bedeutende Rolle. Die Bewegungen werden mit tiefem Einatmen begonnen und dem Ausatmen beendet.

Zum ersten Mal achte ich bewusst auf meine Atmung, was eine extrem beruhigende Wirkung auf meinen Körper hat. Beendet wird der Workshop mit mehrmaligem „Om“. Vor der Praxis erläutert Marx die Vorgänge bei dieser Übung. Nach tiefem Einatmen wird mit einem „O“ begonnen und letztendlich im gebrummten „M“ geschlossen.

Körperliche Probleme können mit Yoga begegnet werden

Zuerst halten sich die Teilnehmer des Workshops zurück. Auch ich hatte anfänglich Probleme, mich fallen zu lassen. Nach mehrmaliger Wiederholung schüttele ich diese Gedanken ab.

Das Ende der Übung kennzeichnete Mila Siebert mit dem Gong einer Klangschale, auf die mehrere Minuten des Schweigens folgten. Bewusst kann der eigene Körper wahrgenommen werden. Ich spüre eine wohlige Wärme. „Yoga ist grundsätzlich etwas für jeden“, stellt Holger Marx im anschließenden Gespräch klar.

Gerade viele Ältere seien für das Yoga aufgeschlossen und gehen dadurch unter anderem gegen körperliche Probleme an. „Ich habe drei Läufer in meinem Kurs, die ihre Rumpfmuskulatur stärken wollen. Jeder hat eine Schwachstelle, die mit Yoga vorgebeugt werden kann“, erklärt der 56-Jährige.

Wichtig sei für ihn der Einfluss auf den Körper und die Gesundheit. „Man muss selbst herausfinden, was zu einem passt. Es geht um die Kommunikation mit dem Körper“, macht Holger Marx deutlich.

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