Angemessen reagiert

Wupperverband: Talsperren verhinderten weitere Schäden

Der Überlauf der Wuppertalsperre war in Folge des Unwetters von Mittwoch geflutet. Foto: ric
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Der Überlauf der Wuppertalsperre war in Folge des Unwetters von Mittwoch geflutet.
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Kontrollierter Abfluss verhinderte noch schlimmere Flutwellen.

Von Andreas Tews

Mit seinem Talsperrensystem hat der Wupperverband nach eigenen Angaben noch größere Schäden vermieden. Der Abfluss dieser Anlagen sei so gesteuert worden, dass diese Wassermassen nicht mit den größten Flutwellen aus den Wupper-Nebenflüssen zusammentrafen. So habe der Wupperverband die Höhepunkte der Flutwellen zumindest abflachen können, berichtete Vorstand Georg Wulf am Donnerstag. Damit habe man zumindest die Überflutung weiter Teile von Wuppertal-Elberfeld und -Barmen vermeiden können. Auch in anderen Bereichen wären die Schäden nach seiner Einschätzung sonst „noch gravierender“ ausgefallen.

Die Ankündigung des Wupperverbandes, er werde große Wassermengen aus der Wuppersperre bei Radevormwald ablassen, hatte am Mittwochabend für große Unruhe an den flussabwärts liegenden Wupperufern gesorgt. Denn verbunden damit war die Warnung davor, sich in der Nähe des Flusses aufzuhalten. Manch ein Anlieger hatte vermutet, das Ablassen habe die Flutwellen in Unterburg oder in der Leichlinger Innenstadt noch vergrößert.

„Es ist uns gelungen, die größten Peaks zu dämpfen.“

Georg Wulf, Wupperverband

Man habe den Wasserablauf aber so gesteuert, dass er nicht mit den größten Wellen aus den Nebenbächen der Wupper zusammengetroffen sei. „Es ist uns gelungen, die größten Peaks zu dämpfen“ erklärte Wulf. Dies gelte sowohl für die Wellen oberhalb als auch unterhalb der Stauseen, berichtete der Talsperren-Fachmann des Wupperverbandes, Thorsten Luckner. Richtig war es nach seinen Angaben auch, ab Montag Wasser aus den Talsperren abzulassen, um Stauraum für das durch den Starkregen ankommende Wasser frei zu halten. Man habe angemessen reagiert, erklärte Wulf. Für solche Wassermassen gebe es keine Vorausberechnungen. Darum sei bei solchen Extremereignissen auch eine vernünftige Vorsorge über die Talsperrenregulierung nur sehr beschränkt möglich.

Wir haben auch in unserem Hochwasser-Live-Blog ausführlich darüber berichtet.

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