Flutkatastrophe

Wupperverband: Höhere Ausgaben nach Flutschäden

Am Bett des Eschbachs wurden durch die Flut nicht nur alte Stützmauerteile abgerissen. Auch ein Haus wurde so schwer beschädigt, dass es entfernt werden musste. Foto: Michael Schütz
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Am Bett des Eschbachs wurden durch die Flut alte Stützmauerteile abgerissen. Das musste der Wupperverband reparieren.
  • VonKerstin Neuser
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Das Geschäftsjahr 2021 bringt 5 Millionen Euro Verlust. Die Kläranlagen sparen nun Strom.

Solingen. Das Hochwasser 2021 hat nicht nur im gesamten Wuppergebiet massive Schäden verursacht. Auch an Anlagen des Wupperverbandes sowie an Gewässern und Ufermauern mussten und müssen Schäden beseitigt werden. „Die Kosten zur Schadensbehebung belaufen sich für den Verband nach aktuellem Stand auf 27 Millionen Euro“, heißt es im Jahresbericht, der am Donnerstag erschienen ist. Ende 2021 war der Verband noch von rund 19,4 Millionen Euro ausgegangen.

Am Ende des Geschäftsjahres 2021 steht ein Minus von rund 5 Millionen Euro. 2020 hatte der Wupperverband noch knapp 1,5 Millionen Euro Überschuss erwirtschaftet.

Flutkatastrophe war teuer

Stark betroffen von der Flut war unter anderem die Kläranlage in Burg. Im Sommer 2022 erfolgte zudem die Räumung von 1300 Kubikmetern Schotter aus dem Unterlauf des Eschbachs. Heute hat das Bachbett wieder die Tiefe, die der Wupperverband bei der 2020 abgeschlossenen Hochwasserschutzmaßnahme erzielte.

„Das Jahr 2022 mit einer erneut ausgeprägten intensiven Trockenperiode im Sommer bestätigt uns darin, dass es richtig ist, mit dem Zukunftsprogramm Hochwasserschutz eine ganzheitliche Agenda entwickelt zu haben. Es berücksichtigt sowohl Hochwasservorsorge als auch Trockenheit und weitere Ausprägungen des Klimawandels“, so Claudia Fischer (Vorsitzende des Verbandsrates) und Georg Wulf (Vorstand des Wupperverbandes) im Jahresbericht.

Überdies soll das Bergische Hochwasserschutzsystem 4.0 entstehen. Mittels künstlicher Intelligenz soll früher und genauer vor Hochwasserereignissen gewarnt werden können. Der Forschungs- und Fördermittelantrag dafür sei gestellt worden.

Höhere Kosten habe der Verband auch durch die Energiekrise. Zwar konnte durch Energiesparmaßnahmen der Strombezug der Kläranlagen um mehr als 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr reduziert werden. Doch auch dieser große Erfolg könne die Kostensteigerungen nicht komplett ausgleichen. -bjb-

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