Nach dem Hochwasser

Wupperverband erklärt Strategie für seine Talsperren

Die Wuppertalsperre lief in Folge des Unwetters über. Foto: ric
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Auch die Wuppertalsperre lief in Folge des Unwetters über.

Angesichts der vielen trockenen Sommer der vergangenen Jahren sei ein hoher Füllstand erstrebenswert. Das, was am Mittwoch geschah, sei nicht vorherzusehen gewesen.

Von Andreas Tews

Nachdem die Unwetter-Vorwarnungen des Deutschen Wetterdienstes bekanntgeworden waren, hat der Wupperverband die Brauchwassertalsperren nach eigenen Angaben so weit wie möglich geleert, um Stauraum für den Starkregen zu schaffen. So flossen bis Mittwoch zum Beispiel aus der Wupper-Talsperre 1,2 Millionen Kubikmeter Wasser zusätzlich ab.

Um die enormen Regenmengen abzupuffern, hätten es laut Verband 11 Millionen Kubikmeter sein müssen – die Hälfte des gesamten ursprünglichen Inhalts. Ohne schädliche Auswirkungen für Wupperanlieger unterhalb der Talsperre wäre dies in der gegebenen Zeit laut Verbandssprecherin Susanne Fischer nicht möglich gewesen. Sie spricht von einem Ereignis mit flächendeckend zuvor noch nie dagewesenen Regenmengen, das in dieser Dimension nicht vorherzusehen gewesen sei.

Im Sommer hält der Wupperverband laut Fischer normalerweise in der Wupper-Talsperre keinen Stauraum für eventuelle Hochwasser frei. Im Winter seien es 9 Millionen Kubikmeter, im Frühjahr weniger. Für den Sommer gilt laut Fischer: „Unter dem Eindruck von drei extrem trockenen Sommern in Folge war ein hoher Füllstand in den Talsperren im Sommerhalbjahr 2021 erstrebenswert.“

Dieser Wasservorrat würde benötigt, um Niedrigwasserstände auszugleichen. Geschähe dies nicht, bestünde das Wupperwasser in den Sommermonaten oft zu einem großen Teil aus dem gereinigten Abwasser der Kläranlagen. Dies hätte laut Fischer negative Folgen für den Fluss und die in ihm lebenden Pflanzen und Tiere. Mit dem Wasser aus den Talsperren werde die Durchmischung des Wassers erhöht. Dies sei wichtig für das Ökosystem.

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