Comedy

Neues Programm liefert Wortattacken und Gesangseinlagen

La Signora lief in der Klosterkirche zur Hochform auf und unterhielt ihr Publikum aufs Beste.
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La Signora lief in der Klosterkirche zur Hochform auf und unterhielt ihr Publikum aufs Beste.

La Signora in der Klosterkirche.

Von Sabine Naber

Mit ihrem neuen Programm „Allein unter Geiern“ war Carmela de Feo alias La Signora zu Gast in der ausverkauften Lenneper Klosterkirche. Und lud gleich zu einem Geburtstagsständchen für Tordis ein, die in der ersten Reihe saß.

Wer aber dachte, mit einem gemeinsam gesungenen „Happy Birthday“ sei es getan, der irrte. Denn La Signora trällerte ein Geburtstagsliedchen nach dem anderen, dirigierte begeistert ihr Publikum, das allerdings nach dem vierten Lied passen musste. Und stellte anschließend einmal mehr unter Beweis, wie sehr sie es liebt, mit dem Publikum zu kommunizieren. „Zwei Jahre ist das jetzt schon her mit dieser Seuche. Ich bin ins Internet gegangen. Habt ihr das schon in Lennep“, wollte sie vom Publikum wissen. Das amüsierte sich köstlich.

Dann erzählte sie, dass sie einen Liedermacher aus Irland da entdeckt hätte. „Das Lied war so motivierend“, schwärmt sie, bevor sie zu ihrem Akkordeon griff und mit ihren Gästen den Refrain einübte. Denn sie hat das Lied „The Wellerman“ recht frei ins Deutsche übersetzt: „Tut auch das Leben weh, da hilft kein Tee.“

„Für meinen messerscharfen Verstand, meine spitze Zunge interessiert sich keiner“, war ihr bei ihren Überlegungen, was die Leute in der Klosterkirche erleben möchten, klar geworden. „Die wollen nur mal gucken, was der Alkohol aus den Menschen macht“, hieß es dann.

Am meisten habe sie an der Seuche gestört, dass man sich nur mit dem eigenen Haushalt treffen durfte. „Und dann guckt man aufs Sofa, wo der eigene Haushalt sitzt. Und der sitzt einfach nur da. Denkt nichts. Männer können das. Und das tut mir so leid für die Jungs“, sagt sie mit tränenerstickter Stimme. Und gibt die Erklärung für dieses Phänomen: „Aus kleinen Jungs werden große Jungs. Das war`s.“

Mit viel Elan wechselt sie zwischen Wortattacken und Gesangseinlagen, die auch schon mal „Auf`m Damenklo“ überschrieben sind. Da erzählt sie, dass sie sich genau da erholt, indem sie sich mit der Stirn an die Kacheln lehnt und die Finger durch die Fugen gleiten lässt.

„Die letzte Verwandlung der Frau“, nachdem aus kleinen Seilspringerinnen große Seitenspringerinnen geworden sind, zeigt sie sehr anschaulich. „Es ist kein Winkefleisch, das unter unserem Arm wächst, das sind Flügel.“Und dann ahmte sie die alten Geier nach, die mit den ledrigen Lappen noch mal fliegen wollen. Szenenapplaus war ihr sicher.

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