Landtagswahl 2022

Wolf: Wahlbeteiligung trug zu SPD-Verlusten bei

Sowohl Jens Nettekoven (links, CDU) als auch Sven Wolf (SPD) bleiben Abgeordnete des NRW-Landtags und vertreten dort Remscheid und Radevormwald.
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Sowohl Jens Nettekoven (links, CDU) als auch Sven Wolf (SPD) bleiben Abgeordnete des NRW-Landtags und vertreten dort Remscheid und Radevormwald.

Sozialdemokrat musste diesmal nicht lange um seinen Sitz bangen.

Remscheid. Vor fünf Jahren musste Sven Wolf (SPD) bis in die frühen Morgenstunden nach der Landtagswahl bangen, ob er erneut einen Sitz im Parlament ergattert hatte. Diesmal stand dies deutlich früher fest, obwohl er erneut weniger Stimmen als Jens Nettekoven (CDU) in Remscheid und Radevormwald erzielte. Mit dem Listenplatz 7 seiner Partei glückte ihm souverän der Wiedereinzug in den Landtag. Dabei wiederholte sich die Geschichte: In Remscheid lag Jens Nettekoven so wie vor fünf Jahren hauchdünn um 0,1 Prozentpunkte vorne, in Radevormwald sicherte er sich einen deutlichen Vorsprung von 15 Prozentpunkten, so dass er das Direktmandat erzielte. Insgesamt votierten für den CDU-Politiker 17 306 Wähler, sein SPD-Herausforderer sammelte 15 629 Erststimmen in den beiden Städten.
Die Ergebnisse der Wahl 2022

Dass die SPD landesweit Verluste hinnehmen musste, führt Sven Wolf auch auf ein Mobilisierungsproblem seiner Partei zurück. „Wir haben 300 000 Menschen an die Gruppe der Nichtwähler verloren. Die Gründe müssen und werden wir analysieren.“

Wahlbeteiligung lag in Remscheid unter dem Landesschnitt

Sein Eindruck spiegelt sich auch bei der insgesamt niedrigen Wahlbeteiligung wider. NRW-weit haben nur 55,5 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. In weiten Teilen des Bergischen Landes lag die Wahlbeteiligung sogar noch niedriger, so auch in Remscheid. Hier gaben nur 50,28 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab. Fast jeder zweite Wahlberechtigte hat sich also nicht an der Abstimmung beteiligt. In Radevormwald waren es 54,50 Prozent Wahlbeteiligung.

Über dem NRW-Durchschnitt lag die Wahlbeteiligung in Wermelskirchen - in der Stadt selbst gingen 59,4 Prozent der Menschen zur Wahl. Im benachbarten Burscheid waren es 52,9 Prozent.

Insgesamt betrachtet, gehört der Wahlkreis Rheinisch-Bergischer Kreis II zu den eher positiven Ausreißern - mit einer Wahlbeteiligung von 61,8 Prozent. Im NRW-weiten Ranking liegt er auf Platz 15 von 128. Auch in Hückeswagen haben mehr Menschen als anderswo von ihrem Recht, zu wählen, Gebrauch gemacht. Hier lag die Wahlbeteiligung bei 57,1 Prozent.

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